Frage von Freya84,

Wie hoch ist das Risiko, Gebärmutterhalsfrebs zu bekommen?

Ich bin leider etwas zu alt für die neue Impfung gegen Gebärmutterhalskrebs. Aber ich habe eine Frage: wie gross ist denn überhaupt die Chance, dass beim jählichen Check eine heilbare Vorstufe von Gebärmutterhalskrebs gefunden wird? Wie schnell wächst denn sowas? Kann man sicher sein, dass bei regelmässiger Vorsorge das zumindest im Frühstadium entdeckt wird?

Hilfreichste Antwort von Alois,
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Hallo Freya84,

der klassische Abstrich nach der PAP Methode weist eine Treffsicherheit von ziemlich genau 80% auf;

Heute steht aber in modernen Praxen schon das Dünnschicht (ThinPrep®)-Verfahren zur Verfügung, wodurch die Früherkennungsrate auf knapp über 90% ansteigt.

Wie schnell so etwas wächst, das ist individuell sehr verschieden.

Liebe Grüße, Alois

Antwort von Borg13,
2 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

Gebärmutterhalskrebs-Früherkennung: Was bringt sie?

Ziel der Früherkennung ist es, Krebsvorstufen mit einer einfachen Untersuchung aufzuspüren, bevor Beschwerden auftreten.

Bei Gebärmutterhalskrebs ist dies umso wichtiger, da die Tumoren in frühen Stadien keine Symptome verursachen.

Erste Beschwerden weisen daher häufig auf eine bereits fortgeschrittene Erkrankung hin. Die Früherkennung ist also auch dann wichtig, wenn eine Frau sich gut fühlt und noch nichts von möglichen ersten Anzeichen einer Erkrankung spürt. Dann ist die Chance am größten, dass Zellveränderungen noch nicht weit fortgeschritten, ein Tumor noch klein und örtlich begrenzt sind.

Das kranke Gewebe lässt sich zu diesem Zeitpunkt meist noch gut entfernen.

Gebärmutterhalskrebs entwickelt sich nicht plötzlich von heute auf morgen.

In der Regel vergehen mehrere Jahre oder Jahrzehnte, bis ein bösartiger Tumor entsteht.

Wie auch bei einigen anderen Krebserkrankungen entwickelt sich das Zervixkarzinom über Vorstufen. Fachleute verwenden den Begriff "Präkanzerosen".

Geht eine Frau regelmäßig zur Untersuchung, bleibt daher genügend Zeit, diese Krebsvorstufen rechtzeitig zu entdecken und zu behandeln.

Außerdem ist der Gebärmutterhals sehr gut über die Scheide zugänglich. Mit einem einfachen Abstrich, dem sogenannten Pap-Test, lässt sich die "Vorsorge" einfach und schnell durchführen.

(http://www.krebsinformationsdienst.de/themen/vorbeugung/zervix-frueherkennung2.p...)

Antwort von margit2107,
1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

Die Mode mit dieser Impfung kam glaube ich vor ca. 5 Jahren auf, damals war meine Tochter 8 Jahre alt, ich selbst bin seit 22 Jahren PTA in einer öffentlichen Apotheke und halte davon garnichts, auch meine Tochter hat diese Impfung bis heute nicht bekommen.Die Impfung schützt alleine nicht vor einer Ansteckung mit den besagten Viren, man muss trotzdem jährlich zur Vorsorgeuntersuchung gehen und einen zusätzlichen Abstrich(auf Gebärmutterhalskrebs)machen lassen, die Impfung ist auch dann sinnlos, wenn du Dich evtl. schon in der Kindheit auf irgendeine Weise diese Viren in dir hast, mach dich nicht verrückt, zu meiner Zeit gab es das alles nicht, mittlerweile bin ich 41 Jahre alt und habe immer noch keinen Gebärmutterhalskrebs oder sonstiges. Liebe Grüße

Antwort von Pedro26,

Das kommt auf den Tumor an, wie schnell er wächst. Tumorzellen sind ja mutierte normale Zellen. Je nachdem, welche Mutation vorliegt, kann ein Tumor schnell oder langsam wachsen. Soviel ich weiss tendieren jüngere Frauen dazu, eher schnell wachsende Tumoren zu haben. Ich glaube nicht, dass die Vorsorge eine 100%ige Sicherheit bietet, aber es ist eine der effektivsten Vorsorgeuntersuchungen, die es gibt. Die Chance, etwas früh zu entdecken ist also ziemlich hoch. Ich allein kenne 2 Frauen, bei denen ein carcinoma in situ, also ein gerade beginnender Tumor entdeckt und entfernt werden konnte. Das allein reicht mir als persönliche Erfahrung um zu sagen, dass das sicher eine sinnvolle Sache ist. Man diskutiert übrigens auch, ob die Impfung nicht vielleicht auch bei älteren Frauen zumindest das Risiko senkt, diese Krankheit zu bekommen. Lass dich doch mal von deiner Frauenärztin beraten.

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