Frage von leuchte, 78

Wie groß ist Mobilitätsverbesserung durch eine neue Hüfte?

Meine Oma plagt sich seit einer Weile mit ihrer Hüfte herum. Mittlerweile kann sie immer schlechter laufen und der Arzt sagte ihr, es sei an der Zeit für eine Hüftprothese. Sie hat nun etwas Sorge ob durch die neue Hüfte wirklich ihre Mobilität verbessert wird und Angst vor möglichen Komplikationen. Natürlich, jede OP hat ihre Risiken, aber ist die Hüft-OP nicht mittlerweile schon fast Routine? Wie steht es denn mit der Beweglichkeit danach?

Antwort
von walesca, 73

Hallo leuchte!

Die Mobilität wird durch eine künstliche Hüfte ganz enorm gesteigert und vor allem wieder schmerzfrei möglich!! Bitte achtet aber darauf, dass sie in einer Klinik operiert wird, die sich - möglichst ausschließlich - auf Gelenkoperationen spezialisiert haben! Dort ist die Gefahr von Infektionen sehr viel geringer als in einem allgemeinen Krankenhaus, in dem auch alle anderen Operationen (Blinddarm, Galle etc.) durchgeführt werden. Ich weiß nicht, wo Ihr wohnt, aber in Hamburg gibt es Top-Experten in der "Endo-Klinik". Dort werden sogar infizierte und nicht infizierte Patienten völlig getrennt voneinander behandelt, damit keine Infektionen übertragen werden können!! Wo danach die Reha zur Mobilisation durchgeführt wird, ist ja davon unabhängig. Hier könnt Ihr Euch über diese Klinik informieren. Meine Mutter hatte früher dort 7 oder 8 OPs (Hüfte, Knie, Ellenbogen, Füße, Schulter) ohne jede Komplikation überstanden

http://www.klinikbewertungen.de/klinik-forum/erfahrung-mit-endo-klinik-hamburg

Alles Gute wünscht walesca

Kommentar von gabriele0815 ,

Genau, ich kann auch die Endoklinik in Hamburg bestens empfehlen, wurde bereits 4mal dort operiert. Dafür fahre ich auch gerne die fast 300 km bis dorthin.

Kommentar von walesca ,

Das kann ich gut verstehen. Wenn es bei mir mal so weit ist, lasse ich mich sicher nur dort operieren!! Entfernung ca. 450 km! Aber man bleibt ja gar nicht so lange dort im Krankenhaus. Für meine Zwerchfell-OP bin ich auch über 600 km nach Berlin gefahren. Es hat sich gelohnt!!! Dafür kann man sich manche Komplikation ersparen! LG

Antwort
von gabriele0815, 65

Wenn der Arzt das schon vorschlägt, dann wird es wohl wirklich an der Zeit sein, das künstliche Gelenk einzusetzen. Man gewinnt wieder an Lebensqualität und Mobilität, ich spreche aus Erfahrung, habe 4 künstliche Gelenke (2 Hüftgelenke, 2 Kniegelenke). Die Beweglichkeit ist danach auch viel besser und vor allem schmerzfrei. Die Schmerzen sind weg, man bekommt wieder mehr Schlaf. Allerdings braucht deine Oma auch die notwendige Geduld dafür und sollte sich genau an die Anweisungen der Ärzte und Therapeuten halten. Auch sollte sie nicht zu früh die Stützen weglassen. Erst, wenn die Muskulatur wieder gekräftigt ist und auch der Arzt und der Physiotherapeut der Meinung sind, nun ohne Stützen gehen zu dürfen.

Antwort
von Reggie, 54

Wenn alle konservativen Möglichkeiten ausgeschöpft sind (Physiotherapie, Gymnastik), dann ist eine OP sicher sinnvoll und ein Gewinn an Lebensqualität. Sicher ist es besser dafür nicht in jedes X-beliebige Wald und Wiesenkrankenhaus zu gehen und die Reha danach ist auch wichtig. Wenn deine Oma dann auch mit der Hüfte aktiv ist, sollte sie auch wieder viel besser zurecht kommen.

Keine passende Antwort gefunden?

Fragen Sie die Community