Frage von samtpfote, 22

Wie der Rauchversuchung widerstehen?

Ich bin jetzt schon seit einiger Zeit rauchfrei. Ich habe das Gewicht, dass ich zugenommen habe auch fast wieder runter und bin darauf auch echt stolz. Obwohl ich versuche allen Versuchungen zu widerstehen, fällt mir das sehr sehr sehr schwer und ich habe das GEfühl, ich kann es nicht mehr lange aushalten. Wird es irgendwann leichter oder gibt es noch bestimmte Tricks, damit der "Schmacht" nicht so stark wird?

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von cyracus, 19

Hast Du den "Schalter" noch nicht umgelegt von "ach wie schade, dass ich ... nicht mehr darf" hin zu ""manno bin ich froh, nicht mehr ... zu müssen - ich bin endlich frei!"

Du hast keinen Schmacht nach den Giftstoffen, insbesondere dem Giftstoff Nikotin, denn das wird vom Körper sehr schnell abgebaut, sondern Du hast Schmacht nach der gewohnten Handlung ... so wie auch Spielsüchtige.

Sorge dafür, dass Deine Hände beschäftigt sind: Miniblock + Stift zum Zeichnen, kleines Stofftier zum Knuddeln (gibt's z.B. als Schlüsselanhänger), Halbedelstein in Form eines Handschmeichlers ...

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Wenn Du Dir mit Kaugummi kauen helfen willst, empfehle ich Dir, Kaugummi mit Xylitol zu nehmen (Apotheke). Xylitol ist zahnschonend, weil die Karies-Bakterien Xylitol nicht verarbeiten können - man kann auch sagen: Sie verhungern dann am gedeckten Tisch :-))

Es gibt Kaugummis mit Xylitol, die sehr starken Eigengeschmack haben. Freunde von mir mögen sie gern, ich nicht so. Ich mag lieber die mit mildem Geschmack, die in den Bachblüten-Tönnchen sind.

Google dazu mit

apo rot

und gib in die Suchzeile ein kaugummi bachblüten (die Reihenfolge genau so). Wenn Du dann auf die Tönnchen klickst, bekommst Du weitere Infos und die Zutatenliste. (Achte darauf, nicht jedes dieser Tönnchen ist gefüllt mit Kaugummi mit Xylitol.) - (Dies bekommst Du in jeder Apotheke - hier wird es nur sehr gut erklärt.)

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Wichtig für Dich ist auch zu wissen: Wir haben in uns so etwas wie einen Autopiloten, man kann auch sagen „Gewohnheitsviech“. Dieser Autopilot ist sehr wertvoll, denn ohne ihn müssten wir täglich alles neu lernen: essen, sitzen, laufen, Nase putzen - einfach alles. Sobald unser Unterbewusstsein eine erlernte Handlung für lebenserleichternd oder lebenserhaltend befunden hat, wird diese Handlung in den „Autopiloten“ integriert.

Willst Du nun eine fest integrierte Handlung im Autopiloten ändern, und das Unterbewusstsein sieht keinen zwingenden Überlebensgrund dafür, wird es versuchen, Dich (= Wachbewusstsein) mit aller Kraft daran zu hindern. Denn das Unterbewusstsein ist sich sicher, dass Du MIT dieser Handlung überlebst (schließlich lebst Du ja), und es weiß nicht, ob Du auch mit der neuen Handlung überlebst. (Es will also Dein Leben schützen und weiß nicht, dass es in diesem Fall so Dein Leben erschwert.)

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Das Unterbewusstsein hat den Verstand eines etwa vierjährigen Kindes. Du als erwachsene Person, die erkannt hat, dass Deine alte Handlung Dein Leben erschwert und Dich vielleicht sogar krank macht und überhaupt willst Du jetzt damit aufhören, musst jetzt die Führung übernehmen.

Dazu brauchst Du Geduld und Durchhaltevermögen. - Das Unterbewusstsein ist natürlich nicht faul und versucht mit aller Raffinesse, Dich von Deiner Verhaltensänderung abzubringen (schließlich weiß es ja nicht, ob Du mit Deiner neuen Art zu handeln überlebst). Sei wachsam! Es wird sich vermutlich allerlei Tricks einfallen lassen, um Dich wieder zur alten Gewohnheit zu locken.

Boss über Dein Leben bist aber Du, nicht Dein Autopilot! Der ist nämlich Dein Diener.

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Unser Autopilot reagiert wie ein großer Dampfer auf dem Meer: Will der Kapitän (also Du) den Kurs ändern, muss er (anders als beim Fahren eines Autos) lange das Steuer in die neue Richtung lenken. Hält er das Steuer nur kurze Zeit (wie bei einem Auto) in die neue Richtung, ändert sich sein Kurs nicht.

Kommentar von cyracus ,

Danke fürs Sternchen (¯'•.¸(¯'•.¸ Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ¸.•'´¯)¸.•'´¯)

Antwort
von SabineNanitov, 21

..toll dies bis jetzt geschafft zu haben! Viele Tipps gibt es nicht, aber man muss eine Ersatzhandlung finden und die Situationen umgehen in denen man bisher immer gerne geraucht hat - es wird besser je länger man durchhält!

Antwort
von ProMental, 18

Solange Du immer noch das Verlangen hast, hat es noch nicht "Klick" gemacht. Es gibt viele Methoden mit dem Rauchen aufzuhören oder das Verlangen alternativ zu befriedigen. Doch leider beschäftigen sich die meisten Methoden nicht mit der Ursache. Einfache Frage: Warum raucht ein Mensch eigentlich? Es geht um ein Gefühl, was man erzeugen möchte. Angenommen Du bist gestresst. Dann möchtest Du möglicherweise ein Gefühl erzeugen, welches für Dich Stressfreiheit symbolisiert. Das selbe tut ein Nichtraucher auch jedoch ohne Zigarette. Wo liegt nun der Unterschied? Der Unterschied liegt in der unterbewussten Konditionierung, die von Raucher zu Raucher unterschiedlich sein kann. Ich habe bereits hunderten von Menschen geholfen diese Konditionierung aufzulösen. Entweder in Workshops oder in persönlichen Coachings. Ohne Entzugserscheinungen und ohne Gewichtszunahme.

Bei Interesse: http://www.promental.eu/workshops/

Besten Gruß R.D. Hülsmeyer

Antwort
von mynock, 15

Hi...wie lange ist denn " seit einiger Zeit" ?...Also den Trick 17 habe ich auch nicht, kann aber meine Erfahrung berichten. Im Grunde ist es wirklich nur ne Willenssache,habe selber gern und recht viel geraucht...ganz besonders natürlich die Kippe nach dem Essen und wenn Alkohol im Spiel war! Verdräng einfach den Gedanken rauchen zu müssen...wenn irgend etwas in dir sagt...hmm Kippe wäre jetzt geil...steuer gegen und denke Nöö brauch ich nicht.....mit der Zeit hat der innere Schweinehund keine Lust mehr dich zum Rauchen zu bekommen ;-)....bin selber 3,5 jahre rauchfrei und so ein bis zweimal im Jahr kommt der gedanke noch erst mal eine zu rauchen...besonders bei Stress.......aber das dauert nicht lange an :-).......bleib weiter stark!! ;-)

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