Frage von leila85, 78

wie bringe ich einem Kind (4 Jahre) bei, nicht grob zu sein und trotz bitten gegenstände nicht kaputt zu machen?

hallo,

einmal pro woche ist für 2 tage das kind (4 jahre) meines lebensgefährten bei uns - ein sehr lebendiges, aber auch kluges kind, soweit ich es beurteilen kann. nun ist es aber leider so, dass es beim spielen oft "im spaß" tritt oder schmerzhaft auf einen drauf springt und es wieder macht, obwohl man gesagt hat, dass das weh tut und es das bitte lassen soll. außerdem geht es an empfindliche gegenstände ran und ist dabei so unachtsam, dass diese fallen/umgeschmissen werden oder reißt unterlagen aus ordnern usw. auch die wiederholte bitte, dies oder jenes nicht zum spielen zu nutzen bringt nichts. generell fordert das kind sehr viel aufmerksamkeit, alleine spielt es für maximal 10-15 minuten. wenn telefoniert wird, spricht es auffallend laut mit der telefonierenden person. ich frage mich, ob das ein altersgerechtes verhalten ist, ob das verhalten auf die ausnahmesituation des papabesuches zurück zu führen ist, oder ob es die konsequenz daraus ist, dass ihre mutter durch ihre tochter eine gewisse "bestätigung" zieht und sich dementsprechend verhält. ich möchte mich dem kind gegenüber gerecht verhalten, habe aber keine nerven mehr, mehr mit unfallverhütung und scherben kleben beschäftigt zu sein, als mal mit ihm spielen zu können.

danke für eure antworten schonmal! :)

Antwort
von evistie, 58

generell fordert das kind sehr viel Aufmerksamkeit

Damit hast Du doch bereits alles selbst erklärt. Kennst Du nicht den Spruch "Lieber Geschimpftes als gar keine Aufmerksamkeit!"? Offensichtlich fühlt das Kind sich bei Euch nicht im Mittelpunkt, sondern soll sich - verständlicherweise - in Eure Abläufe einfügen, womöglich noch "der neuen Frau vom Papi" gehorchen?!

oder ob es die konsequenz daraus ist, dass ihre mutter durch ihre tochter eine gewisse "bestätigung" zieht und sich dementsprechend verhält.

Diesen Satz verstehe ich nicht. Wenn Du damit andeuten willst, dass Dein oder Eurer Verhältnis zur Mutter des Kindes angespannt ist, hast Du eine weitere mögliche Erklärung. Gerade, wenn das Kind so klug ist, wie Du annimmst, wird sie schnell rausbekommen haben, wie sie Euch - in aller Unschuld - manipulieren und gegeneinander ausspielen kann.

Weißt Du, was ich in Deiner Fragestellung vermisse? Jegliche Andeutung, dass der Vater des Kindes auch mal eingreift und ein Machtwort spricht. Was sagt er denn zu den - in meinen Augen oft mutwilligen - Störmanövern und Zerstörungen?!

Er viel eher als Du muss mit seinem Kind reden, ihm erklären, was geht und was nicht geht, die "Spielregeln" in Eurem Haushalt erklären und - bei wiederholter Nichtbeachtung - das Kind auch mal strafen. Es ist falsch verstandene Vaterliebe, der Kleinen alles durchgehen zu lassen, "weil ich sie doch so wenig um mich habe", und Dich mit dem Ergebnis (Zerstörung, Ärger, Nervenbelastung, Missstimmungen, ...) dann allein fertig werden zu lassen.

Nimm Deinen Partner zur Seite und stecke mit ihm Deinen Claim neu ab. Auch Du hast Rechte! Signalisiere ihm, dass Du auch weiter bereit bist, die Kleine herzlich willkommen zu heißen, sich um sie zu kümmern und mit ihr zu spielen, wenn sie bei Euch ist - aber nicht um jeden Preis und schon gar nicht um den, wie Aschenputtel seiner kleinen Prinzessin zu dienen.

Kinder testen gern Grenzen aus - das ist normal. Wenn dem Kind aus falsch verstandener Vaterliebe jedoch offenbar gar keine gesetzt werden, so geht das nicht nur zu Deinen Lasten, sondern das Kind wird systematisch zum  egozentrischen, verzogenen Balg gemacht.

Du hast in meinen Augen getan, was Du konntest. Jetzt ist der Vater dran!

Kommentar von alegna796 ,

Das ist eine Superantwort, dem man nichts hinzufügen kann.

Antwort
von dinska, 25

Wie steht denn dein Lebenspartner deinen Problemen gegenüber?

Wenn du Probleme mit dem Kind hast, dann musst du mit deinem Lebensgefährten darüber sprechen und ihr müsst eine gemeinsame Linie finden.

Dem Kind gegenüber musst du mehr Toleranz und Gelassenheit entwickeln. Ihr seid alle in einer ungewohnten Situation und das betrifft das Kind genauso. Es muss erstmal seinen Platz in eurem Leben finden und hier vor allem in deinem Leben.

Das wird nicht immer sehr einfach sein, aber wenn dir an deinem Lebensgefährten was liegt, dann musst versuchen das Beste aus der Situation zu machen und vor allem freundschaftliche Gefühle für das Kind entwickeln und Gemeinsamkeiten fördern.

Antwort
von shiva66, 17

Hallo Laila, es ist sicher vor allem für dich nicht einfach. Die Frage, wie verhält sich der Papa dazu, geht sie nur mit dir so grob um, kennt sie ein zusammenleben von Mama und Papa? Wenn sie nur dich so grob behandelt, nur "deine" Sachen kaputt macht, dann ist das ein Kampf gegen dich, im kindlichen Sinne. Es kann sein, dass sie dich als Ursache sieht, dass Mama und Papa nicht zusammen sind, bzw. sie den Papa mit dir teilen muss. Leider weiß ich nicht, wie eure Vorgeschichte ist. Ich hoffe ja immer, dass Kinder nicht von dem einen oder anderen Elternteil beeinflusst werden. Gott sei Dank wird das Wetter jetzt immer besser und ihr könnt viel draußen sein, da geht weniger kaputt.😉 Du kannst nur mit deinem Partner reden, dass er dir den Rücken stärkt und versuchen, spielerisch eine Freundin zu sein für die Kleine. Kinder in dem Alter sind nicht dumm und kriegen auch eine Menge mit, worauf sie dann reagieren. Aber böse sind sie nicht absichtlich, manches ist auch eine Bitte um Aufmerksamkeit, ich weiß ja nicht, wie es bei Mama und bei euch läuft, wenn sie da ist. Und wie verhält sich der Papa, wenn was passiert? Vielleicht erfahrt ihr im Spiel, wovor, oder ob sie Angst hat. Alles Gute für euch 3, aus Erfahrung weiß ich, dass es manchmal ganz plötzlich gut läuft. (trotzdem darf sie nicht das Gefühl haben, dass sie mit dir machen kann was sie will)

Antwort
von elliellen, 30

Hallo!

Die Tatsache,dass es doch ein lebendiges und kluges Kind ist, sollte gefördert und nicht unterdrückt werden.

Kinder in dem Alter meinen es ja nicht böse, wenn sie lebhaft sind und mal etwas zu Boden fällt. Sie haben einen normalen und natürlichen Bewegungsdrang,der ausgelebt werden sollte. Das geht natürlich schlecht in der Wohnung und deshalb sollte mit der Kleinen so viel wie möglich draußen gespielt werden.

Sicher gibt es in euer Nachbarschaft gleichaltrige Kinder, mit denen sie sich anfreunden könnte,wenn sie bei euch ist und draußen zusammen toben,verstecken spielen, klettern,im Sandkasten buddeln u.s.w.

So hat sie ihren Bewegungsdrang ausgelebt und wird, wenn sie wieder in der Wohnung ist eher zum Ausruhen ein Buch ansehen oder etwas anderes ruhiges.

Bietet ihr viel Abwechslung an,dann wird sich das Problem von selbst lösen.LG

Antwort
von AliceF, 42

An sich ist das nicht ungewöhnlich!

Gehe doch mit dem Kind nach draußen in die Natur, in der Wohnung zwischen Bürozeug und empfindlichen Gegenständen zu hocken ist nichts für ein vierjähriges Kind.

Ein kindergerechtes Zimmer ist wohl das Mindeste, wenn das Kind wöchentlich über ganzen 2 Tage da ist, sonst ist es wie „bestellt und nicht abgeholt.“

P.S. Es lässt sich aus Deiner Schilderung nichts dazu sagen, ob das Kind Hyperaktivitäts-Störung etc. hat... Falls Du darauf hinaus willst.


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