Frage von erdbeerienchen, 9

Wie bekommt man Kinder ohne psychischen Stress in den Kindergarten?

Meine Tochter will in den Kindergarten, aber die Mami soll immer dabei sein... Wie kann man sein Kind alleine im Kindergarten lassen, ohne dass das Kind psychischen Stress hat?

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von SarahMuh, 4

Stress haben Kinder mit so einer trennung immer, sie zeigen es nur nicht umbedingt. außerdem ist das oft ein gutes zeichen, wenn das kind die mama vermisst, würde es das kind nicht interessieren, wäre was nich in ordnung! diese eingewöhnungsphasen werden auch in kindergärten angeboten, und können individuell für das kind gestaltet werden. ich empfehle, dass man sich erstmal als mutter versucht, mit dieser trennung anzufreunden - das kind ist da gut aufgehoben! - und selbst zu gucken, ob man dadurch gestresst wird. sobald du als mutter dich entspannst, kann dein kind auch besser mit der trennung umgehen. dabei ist es sehr hilfreich, mit der erziehern zu kooperieren, vor allem wenns probleme gibt. und noch ein tipp: lustige rituale zum abschied lockern die sache auf und können mutter und kind die sache entspannter sehen lassen;) zum beispiel kann das kind nach einem abschieds-schmatzer die mutti aus dem eingang schubsen ;) LG Sarah

Antwort
von dinska, 2

Es gibt eine Eingewöhnungszeit. Du solltest mal mit der Kindnergärtnerin sprechen. Manchmal ist es möglich, dass Mütter während der ersten Zeit mit anwesend sind und die Zeit dann immer weiter heruntergeschraubt wird. Ganz ohne Stress wird es nicht gehen. Wichtig ist immer die Ruhe zu bewahren und dem Kind die Gewissheit geben, dass man es liebt, wieder abholt und dass es doch schön im Kindergarten ist, viele Kinder und Spielsachen zum Spielen. Nach einer kürzeren oder manchmal längeren Zeit gibt es sich meist. Wichtig ist nicht das "Theater" am Morgen, sondern wie es sich verhält, wenn man es abholt. Wenn es da noch sehr traurig ist, ist das ein Signal, andere Lösungen zu suchen, aber meist erwartet einen ein freundliches, aufgewecktes Kind.

Antwort
von gerdavh, 1

Hallo, dinska und walesca haben völlig recht - ich habe das auch so gehandhabt. Die ersten drei Tage war ich während der ganzen Zeit anwesend. Dieser Kindergarten fand das ganz normal. Allerdings sollte man sich stark zurückhalten, nicht von selbst in Beschäftigungen oder Stuhlkreise einsteigen - einfach nur dasein genügt. Ich bin dann auch nach den ersten drei Tagen in der Nähe einkaufen oder einfach nur für 2 Stunden spazieren gegangen, Dem Kind muss einfach die Sicherheit vermittelt werden, dass es nach einigen Stunden wieder abgeholt wird. Das hat bei uns sehr gut geklappt. Grüße Gerda

Antwort
von walesca, 3

Hallo erdbeerienchen!

Die meisten Kindergärten bieten "Schnupper-Nachmittage" für die Neueinsteiger an. Dann kann das Kind schon mal sehen, was da so los ist. Ich würde ggf. in den ersten Tagen erst einmal einige Zeit mit dableiben, dann aber sagen, dass ich mal eben einkaufen gehen muss damit es auch ein leckeres Mittagessen gibt, danach aber wiederkomme. Diesen Zeitraum der Abwesenheit muss man dann immer weiter verlängern, bis das Kind den ganzen Vormittag dort bleibt. Frag bitte auch mal die Erzieherin, wie sich das Kind in Deiner Abwesenheit verhält. Meist ist es nämlich so: aus den Augen, aus dem Sinn - auch wenn das die Mütter meist nicht so gern hören! Wenn Deine Tochter selbst gern in den Kindergarten gehen will, sollte dieser Übergang kein Problem sein.

Alles Gute wünscht Euch beiden walesca

Antwort
von Hooks, 3

Tja,. das ist ein Riesenproblem. DIe Beschäftigung da ist nett für die Kinder, aber die Beziehung zur Mutter ist das allerwichtigste.

Ist es denn unbedingt nötig, daß sie dahin geht? Kannst Du nicht mir ihr zuhause etwas spielen, basteln, backen, nähen, malen usw?

Kommentar von gerdavh ,

Hallo Hooks, der Kindergarten ist ein erster kleiner Schritt zur Abnabelung. Ich habe Kinder bei der Einschulung kennengelernt,die nicht im Kindergarten waren. Die weinen dann in der Schule und klammern sich an der Mutter fest. Du kannst Dir vorstellen, dass diese Kinder von den anderen ausgelacht werden. Das finde ich viel schlimmer, als diese Erfahrung behutsam als Kleinkind zu machen.

Kommentar von Hooks ,

Naja, ich habe es andersherum erlebt. Kinder, die mit 3 Jahren wochenlang weinen und von der Mutter zurückgelassen werden! Was bekommen die einen Schock fürs Leben! Klar "gewöhnen" sie sich irgendwann daran - sie stumpfen ab gegenüber mitmenschlichen Beziehungen.

Ich habe es bei zweien meiner Kinder (alle waren nicht im Kindergarten) ganz schlimm erlebt, wie andere Kinder (Kindergartenkinder) in der Schule waren. Ruppig, rücksichtslos, in Meuten auf andere losgehend; in den Stunden nach einer Pause war für 15 min kein Unterricht möglich. Ist das das vielgespriesene Sozialverhalten, das man im Kindergarten lernt?

Ich behaupte, daß da die Schäden herauskommen, zu früh die enge Mutterbindung aufgeben zu müssen.

Es ist nicht umsonst, daß man als Schulfähigkeitsalter etwa 6 jahre festgelegt hat - dann nämlich fangen Kinder an, von sich aus Interesse an aneren Personen zu bekommen und gehen von sich aus auf andere zu. Manche früher (hatte eins, das mit 5 schon so weit war), manche später (eine Tochter schaffte das erst mit 7).

Das ist individuell und sollte berücksichtigt werden.

Das finde ich viel schlimmer, als diese Erfahrung behutsam als Kleinkind zu machen.

Nein, es ist viel schlimmer, als Kleinkind diese Entwicklung durchzumachen, weil ein kleines Kind dies noch nicht verbalisieren kann - es weiß überhaupt nicht, wie ihm geschieht, es kann es nicht einordnen, nicht aussprechen, auch nicht in Gedanken, es ist einfach verwirrt und es wird durch diese Erfahrung immer geschädigt sein.

Hier gilt absolut: Je älter, desto besser!


Unsere Gesellschaft ist nicht umsonst so, wie sie ist. Die Kinder werden immer früher fremdbetreut, und die jungen Erwachsenen werden immer weniger fähig, sich dauerhaft zu binden. Da gibt es Gründe, die Folgen nach sich ziehen.

Kommentar von dinska ,

Ich kann dir da nicht zustimmen. Mein jüngster Sohn war der einzige von meinen Kindern, der schon mit 1,5 Jahren in die Krippe gegangen ist. Auch nicht sehr gern, aber es hat ihm nicht geschadet. Er konnte von meinen Kindern am besten spielen und hatte auch von Anfang an ein sehr soziales Verhalten. Natürlich sind wir Eltern nicht aus der Verantwortung, wenn ich ihn nachmittags geholt habe, habe ich die ganze Zeit mit ihm gespielt und wir waren zusammen, bis er ins Bett musste. Wir hatten und haben heute noch eine sehr gute Bindung.

Kommentar von Hooks ,

Vielleicht sind Kinder da auch unterschiedlich. Ich habs mit meinen anders gehandhabt, Und ich würde Müttern, deren Kinder sich nicht eingewöhnen können, immer raten, ihr Kind selbst zu betreuen.

Meine Kinder konnten auch so gut spielen und zeigten ein soziales Verhalten, und der erste mußte der Hälfte der Klasse immer beim Einfädeln oder beim Schleifebinden helfen (die andere Hälfte übernahm die Lehrerin), die Kindergartenkinder konnten das nicht...

Kommentar von erdbeerienchen ,

Hallo Hooks,

natürlich kann ich das, aber meine Rechnungen bezahlen sich leider nicht von selbst... Am Nachmittag backe, male und bastle selbstverständlich mit ihr.

Liebe Grüße!

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