Frage von SvenjaSvennein, 7

Wie behandelt man Depressionen bei Demenzkranken?

Aus gegebenem Anlass - meine Oma ist davon betroffen - würde mich interessieren, wie man bei Demenzkranken Depressionen behandelt? Diese sind ja häufig mit der Krankheit verbunden, gerade, wenn die Patienten den Gedächtnisverlust selbst mitbekommen.

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Antwort
von sonne123, 7

Hallo SvenjaSvennein,

in erster Linie werden hier ebenfalls Antidepressiva eingesetzt.Mein Vater befindet sich mittlerweile im mittleren bis schwerem Stadium der Demenz und bekommt zusätzlich zu Axura (Memantine,Antidementivum) Citalopram 10mg. Schwer ist es jedoch,gerade im Anfanggsstadium eine Depression von einer beginnenden Demenz zu unterscheiden,weil bei Depressionen auch Gedächtnislücken und Verwirrtheit ( Pseudodemenz)etc. auftreten können.Depressionen sind auch im Alter im allgemeinen gut behandelbar,während sich bei einer Alzheimer Demenz die Symptome im weiteren Verlauf verschlechtern werden.Man kann diese Krankheit (noch) nicht heilen,nur versuchen mit Medikamenten den Verlauf hinauszuzögern.Deiner Oma alles Gute und liebe Grüße

Kommentar von bobbys ,

dafür ein extra DH :)

Kommentar von sonne123 ,

Danke :-))

Antwort
von rulamann, 5

Als kurzzeitige Hilfe, um eine Wende aus dem Teufelskreis zu finden, kann ein Antidepressivum durchaus hilfreich sein.

Auf jeden Fall ist es notwendig, die Nebenwirkungen zu kennen, genau zu beobachten und mit dem Arzt des Vertrauens zusammenzuarbeiten. Die Pflegenden haben dabei große Mitverantwortung. Kleiner Typ: gute Wirksamkeit=wenig Nebenwirkungen viele Nebenwirkungen=keine Wirksamkeit, falscher Behandlungsansatz (ohne Gewähr)

Johanniskraut zur Stimmungsaufhellung hat keine großen Nebenwirkungen, zumindest keine unerwünschten Wirkungen aufs ZNS, nach Absprache mit dem Arzt (Wechselwirkungen) ist es auf jeden Fall einen Versuch wert. Die positive Wirkung ist nachgewiesen.

Die andere Möglichkeit, zum Psychologen zu gehen, geht meist nicht, Psychotherapie erfordert tätiges Mitmachen, das ist bei Demenz nicht möglich. Allerdings gibt es ein paar Spezialisten, die vielleicht die richtigen Methoden haben.

Um aber wirklich zu helfen und als Grundlage auch bei anderen Maßnahmen, muss man an die Ursachen ran. Auslöser für eine depressive Episode können akute oder chronisch belastende Lebensereignisse sein.

http://www.alzheimer-selbsthilfe-forum.de/forum/index.php?page=Thread&thread...

Antwort
von walesca, 5

Hallo SvenjaSvennein!

Dieses Thema solltest Du mal beim behandelnden Hausarzt ansprechen. Die Ärzte sind oft sehr dankbar, wenn sie so etwas von den Angehörigen erfahren. Dann kann sie sicher geeignete Medikamente dagegen bekommen, dass es ihr dann bald wieder besser geht. Von eigenmächtigen Aktionen würde ich eher abraten!

Alles Gute wünscht walesca

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