Frage von Martin50, 30

Wer übernimmt Labor-Kosten für nicht eingesetzte Teilkronen?

Ich hatte kürzlich einen Termin beim ZA, bei welchem zwei Teilkronen eingesetzt werden sollten, eine hochgoldhaltige Teilkrone für unten und eine Vollkeramik-Teilkrone für oben.

Die Gold-Teilkrone war jedoch eine Spargold-Legierung und nicht die, die auf meinem Kostenvoranschlag steht und die ich an meine PKV zur Prüfung einreichte: eine hochgoldhaltige mit etwas anderem Namen. Ich bemerkte die falsche Krone daran, dass sie eindeutig silberfarben war und nicht golden. Der ZA hatte seinen Unterlagen nach fälschlich die Spargold-Variante an das externe Labor weitergegeben.

Die Vollkeramik-Teilkrone hatte ein deutlich asymmetrisches Aussehen, was aber beabsichtigt war vom Labor: Der rechte Rand hatte von oben nach unten gehend einen deutlich bauchigen Verlauf. Dadurch sollte wohl die an dieser Seite durch einen nebenan schief herausstehenden Zahn bestehende Lücke besser gefüllt werden (oder aus anderen Gründen, jedenfalls war es Absicht). Das vorherige Composite dort hatte ebenfalls einen etwas einseitig breiteren Verlauf, sah aber noch o.k. aus. Ich habe die Krone abgelehnt und in Gegenwart des dann anwesenden Zahntechnikers erklärt, dass sie möglichst zwei symmetrische Ränder haben sollte.

Muss ich jetzt aufpassen, was die Kosten für beide umsonst erstellten Teilkronen angeht? Ich bin bei einer PKV.

Antwort
von Durga, 20

Korrekt ist, daß Du bzw. Deine PKV nicht für die Laborkosten der Teilkrone in der falschen Legierung aufkommen muß. Dumm gelaufen für den ZA oder Zahntechniker.
Was die Keramikteilkrone angeht, kann man "von hier aus" nicht beurteilen, ob es möglich gewesen wäre, sie anders herzustellen.
Wenn die Herstellung der Krone aber nur durch den von Dir beschriebenen  bauchigen Verlauf einen Kontaktpunkt zum Nebenzahn zu lösen war/ist, könnte dies anders sein. Denn ein vernünftiger Kontaktpunkt zum Nebenzahn muß sein, da Du sonst Probleme mit dem Zahnfleisch bekommen kannst. Außerdem hast Du dauernd Speisereste zwischen den Zähnen und darfst nach jedem Essen diese mit Zahnseide bzw. Interdentalbürstechen herauspulen.
Aber auch bei dieser Teilkrone sollten keine extra Laborkosten anfallen.

Kommentar von Martin50 ,

Das mit dem "seitlichen Bauch" und die dadurch unsymmetrischen Ränder links und rechts ist nicht ganz einfach zu erklären. Ich versuche es nochmal.

Es geht um eine Keramik-Teilkrone für einen großen Schneidezahn. Der kleine Schneidezahn daneben steht nicht daneben, sondern er steht "oben schief nach vorne raus". Er hatte vorher nur ganz oben beim großen Schneidezahn Kontakt mit diesem. Die Bauchung bei der schlechten Teilkrone war aber dort oben noch nicht vorhanden, sondern erst ab der unteren Hälfte des sichtbaren Zahnes. Auch beim vorherigen Composite war die Bauchung erst weiter unten. Und der Originalzahn hatte natürlich nie eine Bauchung. Mir schien, die Bauchung war der Versuch, unten auf die gleiche Breite zu kommen wie beim großen Schneidezahn daneben. Der ZA sagte auch etwas von der Transluzidität, die damit besser zu sehen wäre.

Mir kommt das wie ein typischer Fall vor, bei dem man mit mir und dem ZA nochmal Rücksprache hätte halten müssen. Was aber leider nicht passiert ist.

Kommentar von Durga ,

Ich verstehe. Das ist natürlich auch kosmetisch keine schöne Lösung. Tja, dann soll der Zahntechniker sich anstrengen und eine zufriedenstellende Form modellieren. Machbar ist das.
Lasse Dir die Frontzahnkrone nicht fest einzementieren, bevor Du voll und ganz mit dem Ergebnis zufrieden bist.
Eigentlich sollte das jetzt funktionieren, da der Techniker die Situation im Mund selbst gesehen hat. Ich drücke Dir die Daumen.
Kosten dürfen keine auf Dich zukommen. Du hast ein Recht darauf, funktionell wie kosmetisch einwandfreie Arbeiten eingesetzt zu bekommen. L.G.

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