Wer hat Erfahrungen oder Informationen über den Zementaufbau von Wirbelkörpern bei Osteoporose?
Meine Mutter (75) hat schwere Osteoporose, auch die Kalziumtherapie scheint wenig geholfen zu haben. Nun ist sie vor sechs Wochen böse gestürzt, kann sich kaum noch bewegen, nur mit großen Schmerzen. Laut Radiologie hat sie zusammengefallene Wirbelkörper und der dritte war und ist wieder erneut gebrochen. Vor 16 Jahren war er das erste Mal gebrochen. Ich weiß, dass es Möglichkeiten bezüglich eines Zementaufbaus von Wirbelkörpern gibt, der Eingriff wird operativ in speziellen Wirbelsäulenchirugien durchgeführt. Wer hat selbst so etwas schon mal machen lassen oder kennt jemanden und kann mir von seinen Erfahrungen berichten? Meine Mutter hätte Angst vor einer Querschnittslähmung, ist dieses Risiko bei einer Op gegeben? Vielen Dank für Eure hilfreichen Antworten!
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Meinst du die sog. Kyphoplastie?
Sie wurde bei meiner Mutter bereits 2x an der Brustwirbelsäule gemacht. Im Grunde die einzigen OPs, die halbwegs folgenlos bei ihr gemacht wurden in den letzten Jahren.
Folgendes zu den Risiken hab ich auf der Seite der Uni Heidelberg gefunden. Grundsätzlich bestehen ja bei jeder OP Risiken.
Die Kyphoplastie ist nicht völlig risikolos. Es ist möglich, dass ein wenig Zement aus dem Wirbelkörper austritt und in die Umgebung gelangt. Dann besteht das Risiko, dass der Zement auf Nerven oder Rückenmark drückt und Beschwerden verursacht. Das passiert aber sehr selten, da der Zement dickflüssig ist und bei nur geringem Druck in den vorbereiteten Hohlraum gewissermaßen "eingefüllt" werden kann. Außerdem wird der Eingriff unter Röntgenkontrolle durchgeführt, so dass er jederzeit abgebrochen werden kann, falls es zu Zementaustritten kommen sollte. In Heidelberg konnte man dies bisher nur bei neun Prozent der behandelten Patienten beobachten. Es verursachte auch keinerlei Beschwerden bei den Patienten und war somit klinisch ohne Bedeutung. Die schlimmste denkbare Komplikation wäre eine Nervenschädigung im Bereich des Rückenmarks mit Nervenausfällen, wie z.B. Lähmungen oder Gefühlsstörungen in den Beinen.
Außerdem besteht das geringe Risiko, dass bei der Operation etwas Zement abgeschwemmt wird und in die Lunge gelangt, was zu einer Lungenembolie führen könnte. Wenn es zu einem solchen Zementaustritt kommt, wird daher auch die Lunge postoperativ röntgenologisch untersucht.
http://www.klinikum.uni-heidelberg.de/Der-Eingriff.7639.0.html
Das Risiko einer Lähmung ist sicherlich vorhanden, steht aber in keiner Relation zum Ergebnis. Deswegen wäre es wahrscheinlich die bessere Behandlungsoption. Inwieweit die kaputten Wirbel dauerhaft Schäden anrichten können, kann ich dir nicht sagen.
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Bis Du das geklärt hast empfehle ich deiner Mutter Johannikrautrotöl dort sanft einzucremen/massieren..es ist heilungsfördernd und schmerzlindernd.
Als Calzium- und Aminosäurequelle würde ich viel Eiweiß empfehlen und Hülsenfrüchte. Wenig bis keine leichtverdaulichen Kohlehydrate...damit würde sie die Kraft behalten oder erhalten wieder mobil zu werden. Ich würde auch auf Selbstheilung setzen.
Phyto-Östrogen aus dem Rotklee und Soya sollte ihr auch gutun wenn sie sonst keine Hormone bekommt.
Ich habe gerade eben Rotklee gepflückt...den kennst du auch..eben der Rotblühende Klee. Rezept muß ich erst recherchieren.
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Ist ja lieb gemeint, aber da heilt nichts mehr von selbst. Die Knochen sind so porös, selbst ein lange Calziumeinnahme hat nicht den gewünschten Effekt bewirkt. Selbst beim Morphiumpflaster hat sie noch starke Schmerzen, da wird Johanniskrautöl wohl kaum was ausrichten.
Ja, sie wird sicher auch schon abhängig sein vom Morphium. Und der Arzt will wahrscheinlich von einer Schilddrüsentherapie (Verdacht auf Hypothyreose, die auch die Schmerzschwelle absenkt) nichts wissen.Thyroxin ist billig vergleichsweise. Aber teure Gelenke werden noch eingebaut, wenns der Klinik was bringt;)
Ißt deine Mutter auch lieber Kohlehydrate? Gern Süßes, Brot, Nudeln, Kartoffeln?
Calzium wird sogar oftmals gar nicht vertragen...kann sie Milch trinken, Joghurt essen, Käse, Rühreier?
Vielelicht hilft alkoholfreies Bier wenn sie von den Kohelhydraten nicht wegkommt (weißt auf niedrigen Blutzucker bzw Hypothyreose hin). Aber Du könntest deine Mutter bei deinen besuchen leibevoll ihre schmerzenden Glieder mit Johanniskrautrolöl einmassieren...das hätte einne doppelt positiven Effekt:)) Falls es wirklich nix für deine Mutter sein sollte (was ich nicht glaube) dann kannst Du es für alle Sportverletzungen, Prellungen, Verstauchungen, Blutergüsse und gegen Sonnenbrand nehmen...natürlich auch gegen Nackenverpannungen und Kopfschmerzen...JETZT kann man es sogar selber machen; es blüht um Johanni! Eingefangene Sonne auch Blut Christi genannt sollte deine Mutter gläubig sein.
SONNE ist gut für deine Mutter..oder Vitamin D (Vigantolöl 20.000 I.E. 4 Tropfen pro Tag
Sie hat vor zwei Tagen das erste Mal ein Morphiumpflaster bekommen.Meine Mutter war über ein dreiviertel Jahr in Spanien und hat Sonne satt genießen können. Sie verträgt und isst reichlich kalziumreiche Kost und sie hat keine Schilddrüsenunterfunktion! Sie ist ein Nachkriegskind und man weiß inzwischen, dass die schlechte Ernährung in der Kindheit bei der Entstehung von Osteoporose eine große Rolle spielt. Vitamin D und Kalzium hat sie viele Jahre täglich eingenommen, ohne Erfolg! Sie hat sich geweigert, während ihrer Wechseljahre Hormone einzunehmen, vielleicht ginge es ihren Knochen besser, aber wahrscheinlich hätte sie Brustkrebs. Und, liebe Balsam, ich nehme schon seit 15 Jahren L-Thyroxin 150 mg ein und musste trotzdem Bandscheibenprothesen bekommen. Also, man bekommt nicht alles mit Thyroxin geheilt! Seitdem habe ich aber keine Probleme mehr und mir geht es gut mit den Ersatzprothesen! Es ist immer alles eine Auslegungssache und so einfach bekommt man keine Ersatzgelenke, so wie Du es meinst. Da hat man schon eine Odyssee hinter sich. Aber Du lässt Dich ja sowieso nicht von Deiner Meinung abbringen und anderweitig überzeugen.
Ich hatte auch 15 Jahre lang 150µg Thyroxin...wurde nicht schwanger und eine Fehlgeburt nach IVF ...dann habe ich 200µg bekommen und wurde erstmal seit Hashimoto wieder wie früher vor der Diagnose.