Frage von schanny 02.06.2012

Wer hat Erfahrungen oder Informationen über den Zementaufbau von Wirbelkörpern bei Osteoporose?

  • Hilfreichste Antwort von francis1505 02.06.2012
    4 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

    Meinst du die sog. Kyphoplastie?

    Sie wurde bei meiner Mutter bereits 2x an der Brustwirbelsäule gemacht. Im Grunde die einzigen OPs, die halbwegs folgenlos bei ihr gemacht wurden in den letzten Jahren.

    Folgendes zu den Risiken hab ich auf der Seite der Uni Heidelberg gefunden. Grundsätzlich bestehen ja bei jeder OP Risiken.

    Die Kyphoplastie ist nicht völlig risikolos. Es ist möglich, dass ein wenig Zement aus dem Wirbelkörper austritt und in die Umgebung gelangt. Dann besteht das Risiko, dass der Zement auf Nerven oder Rückenmark drückt und Beschwerden verursacht. Das passiert aber sehr selten, da der Zement dickflüssig ist und bei nur geringem Druck in den vorbereiteten Hohlraum gewissermaßen "eingefüllt" werden kann. Außerdem wird der Eingriff unter Röntgenkontrolle durchgeführt, so dass er jederzeit abgebrochen werden kann, falls es zu Zementaustritten kommen sollte. In Heidelberg konnte man dies bisher nur bei neun Prozent der behandelten Patienten beobachten. Es verursachte auch keinerlei Beschwerden bei den Patienten und war somit klinisch ohne Bedeutung. Die schlimmste denkbare Komplikation wäre eine Nervenschädigung im Bereich des Rückenmarks mit Nervenausfällen, wie z.B. Lähmungen oder Gefühlsstörungen in den Beinen.

    Außerdem besteht das geringe Risiko, dass bei der Operation etwas Zement abgeschwemmt wird und in die Lunge gelangt, was zu einer Lungenembolie führen könnte. Wenn es zu einem solchen Zementaustritt kommt, wird daher auch die Lunge postoperativ röntgenologisch untersucht.

    http://www.klinikum.uni-heidelberg.de/Der-Eingriff.7639.0.html

    Das Risiko einer Lähmung ist sicherlich vorhanden, steht aber in keiner Relation zum Ergebnis. Deswegen wäre es wahrscheinlich die bessere Behandlungsoption. Inwieweit die kaputten Wirbel dauerhaft Schäden anrichten können, kann ich dir nicht sagen.

  • Antwort von Balsam 02.06.2012
    4 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

    Bis Du das geklärt hast empfehle ich deiner Mutter Johannikrautrotöl dort sanft einzucremen/massieren..es ist heilungsfördernd und schmerzlindernd.

    Als Calzium- und Aminosäurequelle würde ich viel Eiweiß empfehlen und Hülsenfrüchte. Wenig bis keine leichtverdaulichen Kohlehydrate...damit würde sie die Kraft behalten oder erhalten wieder mobil zu werden. Ich würde auch auf Selbstheilung setzen.

    Phyto-Östrogen aus dem Rotklee und Soya sollte ihr auch gutun wenn sie sonst keine Hormone bekommt.

    Ich habe gerade eben Rotklee gepflückt...den kennst du auch..eben der Rotblühende Klee. Rezept muß ich erst recherchieren.

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