Frage von Intellego, 12

Weltklasse Arzt werden - möglich in Deutschland?

Hey,

klingt jetzt vielleicht etwas naiv und leichtgläubig, aber es war schon immer mein Traum und auch mein Ziel ein sehr guter, wenn nicht gar der beste Arzt (Chirurg) zu werden. Ein Studium in einer Elite-Uni ist da ja schon ein Anfang - nicht weil man dort mehr lernt, nein, sondern weil der Ruf dadurch sofort nach oben geht, was man ja nicht behaupten kann, wenn man in einer normalen deutschen Uni studiert. Doch falls ja, wäre es möglich ein sehr guter Chirurg zu werden mit niedriger Sterblichkeitsrate? Mir ist es übrigens egal wie viel ich verdiene oder ob ich durch meine Arbeit berühmt werde, ich möchte halt einfach Chirurg werden und dadurch auch vielen Leuten ihr Leben verlängern. Ist es übrigens möglich nach dem Abschluss einer deutschen Universität seine Ausbildung zum Facharzt in den USA beispielsweise zu machen? Falls ja, müsste man dazu imPrinzip das ganze Studium noch mal auf Englisch machen oder wie funktioniert das genau? Und akzeptieren Krankenhäuser wie Johns Hopkins und Mayo auch gewöhnliche Studenten, oder haben die auch so extrem hohe Ansprüche wie zum Beispiel Harvard und Yale? Übrigens sind es rein hypothetische Fragen, hab noch drei Jahre bis zum Abschluss und bisher erfülle ich die Kriterien um in eine englische Uni zu kommen, trotzdem kann ich mich nicht darauf verlassen und muss einen Notfallplan entwickeln:p

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Antwort
von expermondo, 5

Hallo Intellego,

Schau mal bitte hier:
Medizin Ausbildung

Antwort
von Mahut, 12

Fange erstmal dein Grundstudium an, dann weiter zum Facharzt (Chirurgie) dabei kannst du ja ein paar Auslandssemester einlegen. Bis du dann irgendwann als Chirurg auf die Patenten losgelassen wirst, werden noch viele Jahre vergehen. Auf den Weg dahin, wirst du viel Höhen und Tiefen erleben.

Antwort
von StephanZehnt, 10

Wenn ich so etwas lese von der Klinik Johns Hopkins Baltimore, da möchte ich doch einmal eine kleine Randnotiz los werden. Nachdem fast alles zum Thema geschrieben worden ist.

Wenn man in die USA geht und da die Ausbildung zum Facharzt macht wird man kaum wieder so schnell zurückkommen! Wie es in den USA so läuft im Gesundheitswesen, dies kann man in solchen Filmen wie von Michael Moore sehen. Da ist ärztliche Versorgung Luxus. Man hat einmal das Gesundheitssystem verglichen zwischen Ländern wie Cuba - Frankreich- Canada usw. und der USA......

http://www.michaelmoore.com/books-films/facts/sicko

Antwort
von coach24105, 9

Nein, das klingt nicht naiv oder leichtgläubig. Es klingt phantasievoll und ein bisschen größenwahnsinnig. Aber es ist natürlich schön, sich als der Beste zu phantasieren oder Retter-Phantasien zu haben.

Wer ist schon "der Beste" auf der Welt, wie wäre das zu messen. Selbst ein Chirurg... "der Beste" worin? In der Kommunikation mit dem Patienten, in der Bauch-Chirurgie, in der Schönheits-Chirurgie...

Es scheint jedenfalls um das Thema "längeres Leben" zu gehen, das Du Dir selbst wünschst (trotz des Berufs als Chirurg) und das Du Deinen künftigen Patienten ermöglichen willst.

Die Realität als Chirurg sieht nachher jedenfalls ganz anders aus. Es ist ein Handwerk, das Tag und Nacht ausgeübt wird, in dem man durch Wissen und noch mehr Übung besser wird. In dem man vielleicht Menschen das Leben rettet oder verlängert. Und in dem man auch oft alles an Retter-Phantasien begraben muss, weil man doch nichts (mehr) machen kann. Die eigenen Grenzen und die Grenzen der Medizin sind in diesem Beruf deutlich sichtbar. Und wer sie übersieht, kann dabei (zunächst) unbemerkt ausbrennen.

Wenn Du an einer deutschen Uni studierst, kannst Du später in den USA arbeiten, wenn Du die US-Examina (USMLE) machst. Dafür brauchst Du nicht in den USA zu studieren.

Ich verstehe nicht so ganz... auf der einen Seite schreibst Du, dass das Studium an einer Elite-Uni ein Anfang ist, weil der Ruf nach oben geht. Hinterher schreibst Du wieder, der Ruhm sei Dir egal. Was willst Du denn nun werden? Der Chirurg mit dem besten Ruf, mit dem besten technischen Geschick oder mit dem größten Wissen? Oder allem gleichzeitig?

Harvard, Yale, John Hopkins und Mayo sind übrigens alle in den USA, es sind keine englischen Unis/Kliniken.

Na, Du hast ja noch drei Jahre bis zum Abschluss, in denen sich noch einiges sortieren kann. Insofern sind solche Fragen ja eine Möglichkeit, hier etwas mehr für sich klar zu kriegen.

Kommentar von rulamann ,

Spitze Antwort !!!! Deshalb DH!!!

Antwort
von Nic129, 3

Hallo Intellego,

eine Elite-Universität ist nicht immer der Grundstein zur Weltklasse. Denn zwischen Theorie und Praxis liegen Welten. Die beste theoretische Ausbildung bewirkt nichts, wenn man in der Chirurgie nicht das handwerkliche Geschick mitbringt. Denn die Chirurgie ist überwiegend reines Handwerk. Man kann es lernen, ja. Aber wenn man schon ab der Kindheit aufwärts immer ungeschickt war und handwerklich eine reine Niete, dann sollte man sich in andere Fachbereiche orientieren.

Die Sterberate kannst Du nur sehr bedingt beeinflussen. Das hört sich einfach mal so dahingesagt an, aber wenn man es von allen Seiten betrachtet die einzige ehrliche Antwort. Das hängt mit vielen verschiedenen Faktoren zusammen. Unter anderem das Alter, die Verletzungen, das Ausmaß, die Vorerkrankungen, usw. usw. Ein kerngesunder Patient wird in aller Regel einen Eingriff viel besser wegstecken, als ein Patient der unendlich viele Vorerkrankungen hat/hatte und Verletzungen schlimmen Ausmaßes haben.

Ein Auslandssemester muss man erst einmal bekommen. Die Möglichkeit besteht zwar, aber ausgerechnet an der Harvard-University zu landen.. Sehr unwahrscheinlich. Aber auch bei anderen Universitäten im Ausland einen Platz zu bekommen, ist nicht immer so einfach, wie man sich das vorstellt. Mehr Chancen hat man, wenn man ein Stipendium für ein Auslandssemster in der Tasche hat.

Es gibt auch im Ausland diverse Universitäten, die den Studiengang der Medizin in der Deutschen oder Englischen Sprache anbieten. Vermehrt aber Englisch. Da sollte also ein sehr gutes Englisch vorhanden sein, damit man diesen Studiengang überhaupt übersteht.

Generell ist es aber ein sehr langer Weg, um überhaupt ein "vollwertiger" Chirurg zu sein. Neben dem 6-jährigen Studiengang schließt sich anschließend eine nochmals 6 Jahre andauernde Facharztausbildung an. In dieser Facharztausbildung ist man am Haus als Assistenzarzt angestellt, muss aber einen bestimmten Katalog durcharbeiten. Möchtest Du noch ein weiteres Fach in der Chirurgie haben, dauert das nochmals zusätzliche 3 Jahre. Beispielsweise: Allgemein- und Viszeralchirurgie dauert dann 9 Jahre. Willst Du Allgemein-, Viszeral- und Gefäßchirurgie machen, dann sind es 12 Jahre.

Dein Gedankengang ist sehr optimistisch. Aber auf eine solche Karriere würde ich mich nicht verlassen. Arbeite Dich erst einmal bis zum Abitur durch und danach siehst Du ja, welche Türen sich öffnen und an welcher Universität Du Deinen Studiengang beginnen darfst. Lege zwei saubere Examen hin, idealerweise mit überdurchschnittlichen Ergebnissen, dann werden Dich auch die größeren Häuser mit einem Handkuss nehmen - vorausgesetzt Du kannst auch in der Praxis dann das abliefern, was Du in der Theorie gelernt hast.

Alles Gute und viel Erfolg!

Viele Grße

Antwort
von givemore, 3

Weltklasse ? Ist harte Arbeit, der Versuch. Geht es auch ne Nummer kleiner?Wie wäre es damit ,einfach ein guter Arzt zu werden, der Empathie besitzt?Menschliche Maschinen haben wir genug. Alles im Leben kannst Du nicht planen.Während des Studiums wirst Du zu neuen Erkenntnissen kommen. Ein Beispiel ist Deine jetzige Schulausbildung: bist Du da,,Weltklasse" ? Und wenn nein, warum nicht? Merkst Du Deinen Wahnsinn? Wünsche Dir noch viele gute und vor allem gesunde Erkenntnisse.

Antwort
von rulamann, 1

Zum einen stellst du in deiner Frage gleich 4 Fragen und zum anderen, sollte dein Notfallplan so aussehen, dass du einfach ein guter Chirurg wirst um in deutschen Krankenhäuser dein Können und deine fachliche Kompetenz einbringst.

Viele Grüsse rulamann

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