Frage von samtpfote, 14

Welcher Sport bei Migräneanfälligkeit?

Eine Freundin von mir hat oft Migräne. Ich habe ihr schon oft gesagt, dass sie mehr Sport machen soll, weil sie oft sehr verspannt ist. Ich habe auch schon mal gelesen, dass Sport zur Vorbeugung gut sein soll. Sie sagt aber immer, dass sie auch nach sportlicher Anstrengung Migräne bekommt. Ich bin auch nicht gerade eine Sportexpertin. Was kann man ihr da empfehlen? Welcher Sport wäre vielleicht geeignet? Wie sollte sie das angehen?

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Antwort
von Emelina, 6

Hallo samtpfote,

Leichter Ausdauersport kann zur Vorbeugung bei Migräne eingesetzt werden. Er muss dazu aber regelmäßig (ca. 3 - 4 mal in der Woche) ausgeübt werden.

Es ist für Menschen mit Migräne wichtig, sich nicht zu überanstrengen, weil dadurch eine Attacke ausgelöst werden kann.

Ideal sind Sportarten, bei denen man das Tempo selbst bestimmen kann: Walken, Schwimmen, Fahrradfahren. Auch Joggen, wenn man sich anfangs langsam heran tastet.

Die Schmerzklinik Kiel hat folgende Empfehlung für Migränepatienten:

Bringen Sie Bewegung in Ihr Leben

Die schlechte Nachricht zuerst: Zu schnelle sportliche Aktivitäten können bei manchen Migränekranken eine Attacke auslösen. Die gute: Gewissenhaftes Aufwärmen (Warm-Up) vor dem Training hilft meist, den Anfall zu vermeiden.

Es gibt Einzelfallberichte über sportlich aktive Menschen, die durch Joggen oder eine andere Ausdauersportart einen beginnenden Migräne-Anfall beenden können. Doch das ist die Ausnahme. Im Normalfall verschlimmert Bewegung den Schmerz und sollte von daher während einer Attacke vermieden werden.

Generell aber ist moderates Ausdauertraining ein wichtiger Baustein innerhalb der Gesamtstrategie zur Vorbeugung der Migräne. Denn neben den bekannten Effekten wie Training des Herz-Kreislaufsystems, der Atemfunktion sowie einer Verbesserung des Fettstoffwechsels, baut Sport zuverlässig Stresshormone ab und trainiert Körper und Geist auf einen gesunden Wechsel zwischen Anspannung und Entspannung. Körperliche Bewegung wirkt somit ausgleichend auf das vegetative Nervensystem, das ja im Falle eines Ungleichgewichts maßgeblich an der Attackenauslösung und Schwere der Attacke beteiligt ist.

Achten Sie auf die Herzfrequenz

Wer sich als Bewegungsmuffel zum Sport entschließt, sollte sich mit seinem Arzt besprechen und nach Möglichkeit seinen optimalen Trainingspuls ermitteln lassen. Denn wirklich Sinn macht Ausdauersport nur dann, wenn er mit der individuell richtigen Intensität betrieben wird. Weder zuviel ist gut, noch zu wenig. Am besten sprechen Sie dies mit einem Sportmediziner ab, der die entsprechenden Tests machen kann.

Bitte nicht zuviel des Guten: Fast alle Anfänger neigen dazu, sich zu überfordern. Nach dem Motto “viel hilft viel” geraten sie dabei in einen Herzfrequenzbereich, der nicht nur nichts nützt, sondern sogar schadet. Halten Sie sich deshalb unbedingt an die Pulsvorgaben, die Sie von Ihrem Arzt genannt bekommen. Kleiner Tipp: Wenn Sie joggen, laufen Sie maximal in einem Tempo, so dass Sie sich noch gut nebenher unterhalten könnten. Und lassen Sie sich nicht von anderen mitziehen. Bleiben Sie bei Ihrem Tempo.

Wie oft und wie lange?

Um die gewünschten Effekte zu erzielen, sollten Sie pro Woche drei oder vier Mal eine halbe Stunde einplanen. Auch hier gilt natürlich: Tragen Sie sich die Zeiten in Ihren Wochenplan ein und halten Sie sich nach Möglichkeit daran. Studien haben übrigens gezeigt, dass Training am späten Nachmittag zu besseren Anpassungsreaktionen führt als am Morgen. Falls es sich mit Ihrer Tätigkeit vereinbaren lässt, wäre eine Startzeit zwischen 16:00 und 18:00 optimal.

Die richtige Sportart wählen

Optimal sind vier Sportarten: Walking, Joggen, Fahrradfahren und Schwimmen. Welche Sie davon wählen, ist im Wesentlichen eine Geschmacksfrage. Allerdings nicht ganz. Fahrradfahren und Schwimmen, mit Einschränkungen auch Walking, eignen sich auch für Menschen mit Gelenkschäden und/oder Übergewicht. Für diese übergewichtige Menschen kann Joggen zu ernsthaften Problemen führen. Walking ist besonders zu empfehlen für ältere Menschen, die noch nie oder lange Zeit keinen Sport betrieben haben. Fahrradfahren ist für fast jeden optimal, zumal es sich sommers hervorragend im Freien und winters in den eigenen vier Wänden auf einem Ergometer praktizieren lässt. Besonders gelenkschonend durch den Auftrieb des Wassers ist natürlich Schwimmen.

http://www.schmerzklinik.de/service-fuer-patienten/migraene-wissen/verhalten/

LG Emelina

Antwort
von dinska, 4

Sie sollte erstmal was gegen ihre Verspannungen machen und ergründen woher die kommen. Erst wenn sie weiß, was die Migräneattacken auslöst, kann sie auch was dagegen unternehmne. Ich würde ihr Yoga empfehlen, weil das sehr entspannend ist. Sie lernt dort auch viel über Atmung und dehnt sanft ihre Muskeln und Bänder. Weiterhin würde ich ihr progressive Muskelentspannung empfehlen, kann man gut nach einer CD erlernen.

Antwort
von sternschnuppe, 3

Deine Freundin sollte schon Sport machen, sich dabei aber nicht zu sehr anstregen. Wenigstens für den Anfang, bis eine bessere Konstitution aufgebaut wurde, sollte sie es langsam angehen lassen. Walken und Schwimmen sind sehr schonend. Auch könnte sie einfach mal mehr Bewegung in den Alltag integrieren, indem sie z.B. Erledigungen mit dem Fahrrad tätigt. Vielleicht walkt ihr einfach mal zusammen!?

Antwort
von rulamann, 3

Walken, Rad fahren, schwimmen – Ausdauersport, am besten im Freien, beugt Kopfschmerzen vor: Dreimal 30 Minuten Training in der Woche schützt vor Attacken und mildert die Schmerzen.

Grüße rulamann

Antwort
von pferdezahn, 3

Nun, da ja Deine Freundin schon einige sporliche Betaetigungen vorgeschlagen bekommen hat, moechte ich eben auch noch meinen Senf dazugeben. obwohl ich es fuer sinnlos halte. Ich kann Deiner Freundin nicht dies und jenes empfehlen, was sie nicht mag oder auch nicht ausfuehren kann. Schwimmen mag ja bei Migraeneanfaelligkeit ganz gut sein, aber woher soll ich wissen, ob Deine Freundin schwimmen kann? Sie alleine kennt ihren Koerper und sollte wissen, welche Sportart oder Betaetigung sie mag und auch ausfuehren kann, bei ihrer Migraeneanfaellikeit, denn schliesslich hat sie oft Migraene und nicht wir. Selbstverstaendlich sollte sie eine sportliche Taetigkeit durch Beugen, Buecken und Heben schwerer Gewichte, und grosse Anstrengungen meiden. Falls sie gerne spazierengehen oder mit dem Fahrrad spazierenfahren moechte, dann sollte sie dies tun, denn dies strengt den Koerper nicht zu sehr an, wobei schon joggen fuer sie zu anstrengend sein kann.

Antwort
von pferdezahn, 3

Sie kann es auch Mal mit Magnesium versuchen oder Apfelessig. - http://suite101.de/article/apfelessig---wirkung-inhaltsstoffe---anwendung-a70979

Kommentar von rulamann ,

Hallo pferdezahn, wo steht denn hier was von Migräne?

Kommentar von Zweimal ,

Und wo steht hier was, was die Frage beantwortet:

Welcher Sport bei Migräneanfälligkeit?
Welcher Sport wäre vielleicht geeignet?

Kommentar von pferdezahn ,

Und wo steht hier was Nutzbares oder Hilfreiches?

Kommentar von pferdezahn ,

oben, oder etwas hoeher, steht was von Migraene.

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