Welche Ursachen, außer Epilepsie, können denn noch Krämpfe hervorrufen? Ein Freund von mir hat öfter solche Krämpfe, wenn er zu sehr gestresst ist, aber Epilepsie ist es nicht und keiner der Ärzte konnte bisher feststellen woher diese Krämpfe kommen.

am 3. Juli 2010 08:57 Wenn Du nicht von Wadenkrämpfen sprichst, sondern von generalisierten (also "Ganzkörper"-Krampfanfällen), muß es sich um eine Form der Epilepsie handeln. Gerade wenn diese Krämpfe auftreten, wenn Dein Freund zu sehr gestreßt ist, also zuviele Reize aufgenommen hat.
Das EEG eines Patienten, der gerade keinen Krampfanfall hat, kann durchaus normal sein und keinen Hinweis auf eine Epilepsie zeigen.
Wenn die Krämpfe so ablaufen, dass am Anfang der Initialschrei erfolgt, dann Dein Freund am ganzen Körper verkrampft, den Rücken überstreckt, die Augen verdreht und das Gesicht verzerrt, dann zu Boden stürzt und der Körper zuckt, gibt es keinen Zweifel an einer Epilepsie.
Falls dem nicht so ist, bitte ich Dich um eine genauere Beschreibung der dann auftretenden Krampfanfälle.
am 3. Juli 2010 21:40 Muskelkrämpfe und Ihre Ursachen
Die Skelettmuskulatur besteht aus vielen Fasern, die sich bei Bewegung zusammenziehen und danach wieder entspannen. Dies ermöglicht eine bewusst gesteuerte Verkürzung oder Verlängerung des Muskels, je nachdem, welche Bewegung gerade ausgeführt werden soll. Ziehen sich Muskeln allerdings plötzlich unwillkürlich und unkontrollierbar stark zusammen, kommt es zu einem Krampf. Ausgelöst werden Muskelkrämpfe beispielsweise bei unzureichender Durchblutung. Auch anstrengende Körperhaltungen tagsüber, orthopädisch bedingte Fehlstellungen oder auch ungünstige Positionen während des nächtlichen Schlafes könnten zu spontanen Krämpfen führen. Gelegentlich gilt auch ein Mangel an Mineralstoffen, allen voran Magnesium, Calcium und Kalium, ohne die ein Muskel nicht einwandfrei funktionieren kann, als eine mögliche Ursache für das Auftreten von Krämpfen. Insbesondere Sportler können hiervon betroffen sein, da der Körper bei starkem Schwitzen wichtige Mineralstoffe und Spurenelemente über die Haut ausscheidet. Bestimmte entwässernde Medikamente (sog. Diuretika) können ebenfalls (über den Urin) zu einer Mineralstoffverarmung des Körpers führen. Ein besonderes, weil bekanntlich weit verbreitetes Problem stellen in diesem Zusammenhang auch falsch dosierte Abführmittel dar. Insbesondere Menschen, die ohnehin häufig unter Krämpfen leiden, sollten daher stark wirksame Abführmittel meiden und auf sanfte, aber ebenso wirksame Laxantien der neueren Generation (auf Basis moderner Makrogole, auch in Kombination mit dem natürlichen Präbiotikum Inulin) umsteigen, da diese den Mineralstoffhaushalt nicht belasten.