Frage von FinnH, 30

Welche natürlichen Wege gibt es, bei einem Testosteronmangel von 2,5 ng/ml die Eigenproduktion anzukurbeln?

Hallo,

ich bin 20 Jahre alt, 181cm groß, wiege 86,3 KG und habe einen Körperfettanteil von etwa 12,6%. Ich mache schon mein Leben lang fast täglich Sport.Seit 4 Jahren gehe ich 5-6x die Woche leidenschaftlich ins Fitnessstudio, trainiere immer am Limit und nebenbei laufe ich 1x die Woche á 12km. Des Weiteren achte ich auf eine ausgewogene, gesunde Ernährung und schlafe genug. (Vorher war ich Schwimmer) Das Ergebnis des Trainings im Fitnessstudio ist heute eine natürliche athletische Statur. (Kein Muskelberg) Ich studiere und habe eine Freundin. Mit steroiden Anabolikern wie Testosteron, HGH o.ä bin ich noch nie in Kontakt geraten und habe es auch nicht vor.

Seit einem Jahr begann sich schleichend bei einem gleichbleibenden Alltag eine immer ansteigende Müdigkeit zu entwickeln, ich schlief 7-8h und war den ganzen Tag lang schlapp und gereizt, auch nach 2,3 Tagen pause. Meine Lipido sank, mein Muskelwachstum stagnierte und meine Erektionsfähigkeit schränkte sich ein. Meine Erste Reaktion war ein Besuch beim Urologen, der bei einem Bluttest einen Testosteronwert von 2,8 ng/ml (Messeinheit bis 0 - 16, wenn ich mich nicht irre) feststellte, und mich zu einem Endokrinologen weiterschickte. In der Zwischenzeit besuchte ich meinen Hausarzt um meine Blutwerte checken zu lassen..war alles perfekt. Bei dem darauf folgenden Termin bei dem Endokrinologen wurde mein Hoden gescannt, meine Schilddrüse und nochmal die Ergebnisse einer zweiten Blutuntersuchung vorgelegt. Ergebnis: Alles i.O außer der immernoch niedrige Testosteronmangel (dieses mal 2,5) und leicht erhöhte Leberwerte. Für die Endokrinologin ein klares Zeichen einer vergangenen Testo oder Wachstumshormonkur. So sehr ich es auch versuchte gelang es mir in keinster Weise die Ärztin davon zu überzeugen, dass ich noch nie damit in Kontakt geraten bin. Als ich fragte ob es sinnvoll wäre meinen Wert auf einen normalen anzuheben wurde sie unfreundlich und sagte, das mein Körper die Eigenproduktion auf nahe 0 runterfahren würde und ich nie wieder Kinder zeugen könnte. Was nicht gänzlich falsch ist. Also ging ich nur mit dem Rat ,,ich solle meine Lebensweise überdenken" nachhause. Denn irgendetwas sei daran falsch. Einen genetischen Mangel könne ich nicht haben denn sonst würde ich nicht so muskulös aussehen.

Ich bin ehrlich gesagt ziemlich Ratlos. Das einzige was mir als möglich erscheint sind: - Übertraining und einer damit verbundenen signifikanten Senkung von Testosteron (da sich eventuell der Gegenspieler Östrogen vermehrt gebildet haben sein könnte..habe aber kein Drüsenwachstum) -HGH und Antibiotika in billigem Fleisch im Dauerkonsum - Testosteron o.ä in Eiweißsshakes (Mehr Supplementiere ich nicht)

Was ist eure Meinung dazu?

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Antwort
von Hooks, 20
Übertraining

Ich habe mal gelesen, daß das auch von zuviel Sport kommen kann.

Wenn Du weiter so aktiv sein willst, nimm doch einfach natürliches Testosteron. Knoblauch (geringe Mengen riecht man nicht), Ingwer,  Kurkuma, Curry, Muskat, Datteln... unter Verzicht auf Östrogen,  wie in Soja (Eiweißshakes?), Salbei, Holunder (Hugo!), Bier, Leinsamen, Sonnenblumenkerne....

Meide unbedingt die Pflegeprodukte "for men", sind meist total östrogenhaltig!

Hast Du übrigens mal den Vitamin-D-Wert messen lassen? D sei der Ursprungsstoff für Geschlechtshormone, las ich mal.

Kommentar von FinnH ,

Danke für die schnelle Antwort.

Natürliches Testosteron, also das Hormon durch Gemüse etc. zu sich zu nehmen ist unmöglich. Jedoch gebe ich dir insofern Recht, dass diese (und andere Lebensmittel wie Zwiebeln, Brokkoli, Blumenkohl) die Testosteronproduktion ankurbeln sollen. Dies wird oft hoch gepriesen..ist im Endeffekt aber entweder garnicht, oder nur bei Ratten und Nagern nachweißbar getestet und erwiesen. Und da ich kein Nager bin, dürfte das Ergebnis solcher eher ernüchternd ausfallen. Nichts desdo trotz habe ich mir besagte Lebensmittel gekauft und werde alle jeden Tag in Maßen zu mir nehmen, sowie mein Training von 5-6x auf 3x die Woche reduzieren. Als sofortige Maßnahme werde ich eine Pause von 4 Tagen einlegen.

Vitamin D habe ich messen lassen, kein Mangel feststellbar.

( Anzumerken ist, das der Markt von Natürlichen Tesosteronboostern nahezu überschwemmt wird. Im Endeffekt nachweisbar und wirkungsvoll ist aber irgendwie garnichts, weder Tribulus Testeri bis hin zu D-Asparaginsäure, die wohl nach einigen Tests sogar den T-wert gesenkt haben sollen. )

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