Frage von bengel1952muc, 2.948

Welche Medikamente / Tabletten gegen Darmverwachsungen gibt es ? Wo sind diese erhältlich ?

Vor ca. 20 Jahren gab es einen Heilpraktiker oder ähnlich in Starnberg, heute ist er in Rente , ich kenne auch den Namen nicht. Er verschrieb damals Tabletten ( 3 mal eine Hand voll Tabletten ) gegen Darmverwachsungen. Der Patient wurde bis heute geheilt, er hat bis heute keine Beschweren mehr. Damals hatte er mehrere Operationen mit Darmverschluss und Darmverwachsungen. Und entsprechende Schmerzen. Erst mit Einnahme dieser Tabletten war Schluss mit den Verwachsungen und Schmerzen, es folgte keine OP mehr. Kann mir jemand helfen, habe auch Darmverwachsungen. Kann mir jemand helfen, diesen Heilpraktiker zu finden ( falls er noch lebt, bzw. die Bezeichnung der Tabletten gegen Darmverwachsungen zu finden. meine Email: [Adresse vom Support entfernt] . Im Voraus vielen Dank. Mit freundlichen Grüssen

Antwort
von gerdavh, 2.913

Hallo, ich möchte ganz bestimmt nicht gegen Heilpraktiker sagen; gute Heilpraktiker sind für viele Menschen ein Segen. Aber ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass alternative Heilmethoden gegen Darmverwachsungen helfen. Ich habe dennoch mal für Dich gegoogelt, vielleicht findest Du in Deinem Umfeld einen neuen Heilpraktiker oder eine klassisch arbeitende Homöopathin, die Dir helfen kann. Diesen Link habe ich gefunden

http://frag-einen.com/heilpraktiker/homoeopathie_/verwachsungen-2679.html

Die Homöopathie empfiehlt bei Verwachsungen Silicea. Aber eine solche Behandlung muss eine erfahrene Homöopathin durchführen. Alles Gute. lg Gerda

Kommentar von gerdavh ,

Ich kann immer nur einen Link reinstellen, hier ein Beitrag zu Verwachsungen im Bauchraum aus der Homöopathie

http://verwachsungen.matpet.at/index.htm?inhalt=http://verwachsungen.matpet.at/schmerz/schmerz.htm

Antwort
von GeraldF, 2.509

Verwachsungsbeschwerden sind ein mechanisches Problem. Durch entzündliche Prozesse oder auch nach Bauch-OPs kommt es dazu, das Darmschlingen äußerlich aneinander "kleben". Später bilden sich an diesen Verklebungen dann richtig feste bindegewebige Stränge (Briden). Der Darm ist dadurch in seiner Beweglichkeit in der Bauchhöhle mehr oder weniger eingeschränkt. Medikamente, die diese Verwachsungen (Briden) auflösen, gibt es natürlich nicht. Das kann nur ein Chirurg (leider mit dem Risiko, dass sich erneut Briden bilden).

Meist wirken Medikamente, die bei Verwachsungsbeschwerden gegeben werden, entspannend auf die glatte Muskulatur des Darmes und schaffen so Erleichterung, weil der Darm nicht mehr unmittelbar gegen den Widerstand anarbeitet. Die Verwachsung bleibt natürlich bestehen.

Antwort
von Friedelgunde, 2.335

Ich kann mich GeraldF und Gerda nur anschließen: mit Medikamenten alleine kann man gegen Verwachsungen nichts ausrichten. Es gibt Operationstechniken, um Verwachsungen im Bauchraum zu lösen (da wird dann so eine Art Netz unter der Haut angebracht, was ein erneutes Verwachsen verhindern soll). Aber ob das sinnvoll ist ...

Verwachsungen im Darmbereich müssen ja nicht zwangsläufig zu einem Darmverschluss führen. Durch regelmäßige Bewegung, ausreichend Flüssigkeit und ballaststoffreicher Ernährung (alternativ Flohsamenpulver oder Movicol) kann man den Darm meist zuverlässig "durchlässig" halten. Gute Besserung auf alle Fälle!

Was mir noch einfällt: Du schreibst, der Heilpraktiker hätte einem Patienten Tabletten vor 20 Jahren gegeben und der betreffende Patient wäre bis heute geheilt. Das würde ja heißen, dass du den Patienten kennst und noch Kontakt zu ihm hast. Frag doch diesen, vielleicht kann der dir weiterhelfen, was damals genau gemacht worden ist? Viel Glück!

Antwort
von Nic129, 1.962

Hallo,

Verwachsungen, sogenannte Adhäsionen, entstehen vor allem nach Operationen. Es ist nicht gesagt, dass man Beschwerden haben muss. In vielen Fällen haben sie keinen Krankheitswert, der Patient ist oft beschwerdefrei. Nur in wenigen Fällen sind die Verwachsungen auch tatsächlich Auslöser von Beschwerden. Auch Darmverschlüsse aufgrund von Verwachsungen kommen nicht allzu häufig vor. In den ganzen Jahren in der Chirurgie hatte ich zwei Patienten, deren Darmverschluss durch Verwachsungen hervorgerufen wurden - ein sogenannter Bridenileus.

Zudem müssen Sie eines bedenken. Wenn Sie eine Operation hatten, müssen die Beschwerden nicht auf Verwachsungen zurückzuführen sein - wie oben genannt. Bei operativen Eingriffen werden generell kleinere Gefäße und Nerven verletzt, das lässt sich nicht abstreiten. Nicht nur oberflächlich. Auch hier kann es zu einem späteren Zeitpunkt zu Folgebeschwerden kommen, eben auch Schmerzen. Eines, von vielen Beispielen.

Verwachsungen werden Sie durch Medikamente nicht lösen können. Die einzige Therapiemöglichkeit wäre die Adhäsiolyse, das Lösen von Verwachsungen. Es wird kein Fremdmaterial eingebracht (also kein Netz), wie es hier anders behauptet wurde. Die Verwachsungen werden gelöst, anschließend Kontrolle der Organe, Naht. Das war's.

Sie können sich aber sicher sein, dass nach einem solchen Eingriff höchstwahrscheinlich wieder Verwachsungen entstehen werden. Immer und immer wieder. Es hat also nur einen geringfügigen Sinn und Zweck. Oftmals ist es auch so, dass ein erneuter Eingriff es nicht unbedingt besser machen wird. Es sollte immer abgewogen werden.

Es wird gerne immer übertrieben. Aber akute Beschwerden aufgrund von Verwachsungen halten sich überschaubar.

Kommentar von Lexi77 ,

Aber akute Beschwerden aufgrund von Verwachsungen halten sich überschaubar

Hier muss ich Nic129 leider aus eigener Erfahrung widersprechen. Ich hatte Anfang des Jahres stärkste Bauchschmerzen, für die zunächst keine Ursache gefunden werden konnte. Die Schmerzen waren so stark, dass sie mit hochdosierten Morphinen behandelt werden mussten. Ich war sogar über 5 Wochen in stationärer Schmerztherapie. Nachdem mehrere Ärzte dann der Meinung waren, es könnten nur Verwachsungen sein, habe ich mich zu einer (erneuten) OP entschieden, denn es gab für mich sonst keine Alternative. Und seit dieser OP, bei der "multiple Adhäsionen" gelöst wurden, bin ich schmerzfrei!!!

Kommentar von Nic129 ,

Ich weiß nicht, warum lesen so schwer ist:

Aber akute Beschwerden aufgrund von Verwachsungen halten sich überschaubar.

Sie sind nicht alltäglich! Es wurde nicht gesagt, dass es nicht vorkommen kann. In der Regel bedeutet auch nichts anderes. Bis heute haben Verwachsungen nur selten einen besonderen Krankheitswert. In den meisten Fällen werden sie vom Patienten noch nicht einmal bemerkt.

Aber ist ja klar, wegen eigener Erfahrungen ist natürlich die Erfahrung aus hunderten Patienten nichtig. Man ist ja mit einem einzelnen Vorfall deutlich in Überzahl. Für mich zählen die Fakten. Einzelfälle können vorkommen, sind aber dennoch nicht die Regel.

Kommentar von Lexi77 ,

O.k., dann habe ich das "überschaubar" falsch verstanden. Ich habe das so verstanden, als ob sich das auf die Stärke der Beschwerden bezieht. Und die Stärke war eben nicht mehr "überschaubar" (so kenne ich es auch von anderen). Aber offensichtlich war es hier vom Schreiber (Nic129) auf die Häufigkeit des Vorkommens bezogen. Ich wollte hier nicht die Erfahrung eines Arztes in Frage stellen, wie gesagt, ich hatte die Aussage falsch verstanden!

Antwort
von AllesGute, 1.757

Hallo, ich selber kenne den Arzt nicht. Durch eine Blinddarm-OP hatte ich jahrelang Verwachsungen. Ich wurde 2 mal operiert. Wie die meisten wissen, muss man normalerweise immer wieder operiert werden. Ich gehe deshalb schon seit 10 Jahren zu einem Osteophaten. Der massiert mir meine Verwachsenen, so dass diese ganz weich sind und ich keine Probleme mehr habe. Das funktioniert super. Such dir einen guten Osteophaten (sollte im Verband der Osteophaten stehen) dann hast du einen richtigen. Gute Besserung.

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