Frage von neverill13,

Welche Heilungsmöglichkeiten gibt es bei Gebährmutterhalskrebs?

Sollte man sich die Gebährmutter entfernen lassen bzw. ist es wahrscheinlic, dass dies zur Bekämpfung des Krebs nötig ist? Was kann man sonst zur Behandlung machen?

Hilfreichste Antwort von Borg13,
4 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

Das hängt vom Stadium der Erkrankung ab.

  • Chronische Krebsvorstufen an der Zervixschleimhaut und kleine Tumoren, die nicht oder nur sehr wenig ins tiefer liegende Gewebe eingedrungen sind:

Eine Möglichkeit der Behandlung für Tumoren, die die Gebärmutter und den oberen Scheidenanteil überschritten haben, ist eine sogenannte Konisation, bei der nur ein kleiner Gewebekegel aus dem Gebärmutterhals ausgeschnitten wird. Reicht die Konisation zur Entfernung des veränderten Gewebes nicht aus, besteht aber Kinderwunsch, kommt unter Umständen eine Teilentferung der Gebärmutter infrage, eine sogenannte Trachelektomie. Besteht kein Kinderwunsch oder gibt es Risikofaktoren, die auf ein hohes Rückfallrisiko hindeuten, kann zur größeren Sicherheit auch die Gebärmutter ganz entfernt werden. Ob dabei Lymphknoten mit entfernt werden, hängt von der tatsächlichen Ausbreitung der Tumorzellen ab und kann unter Umständen erst beim Eingriff selbst beurteilt werden.

  • Tumoren, die die Gewebegrenzen deutlich überschritten haben, aber nicht über den Gebärmutterhals hinaus gewachsen sind:

Diese Erkrankungen können mit einer Konisation nicht mehr ausreichend behandelt werden. Die meisten Frauen müssen mit einer Entfernung der Gebärmutter rechnen, der Eingriff wird als Hysterektomie oder Uterusexstirpation bezeichnet. Auch Lymphknoten werden entfernt, um die mögliche Ausbreitung von Tumorzellen einschätzen zu können. Ob es möglich ist, bei Kinderwunsch zumindest einen Teil der Gebärmutter zu erhalten und nur eine so genannte Trachelektomie durchzuführen, hängt von der Größe des Tumors ab und davon, ob sich aus den begleitenden Befunden ein ausreichend niedriges Rückfallrisiko herleiten lässt.

  • Tumoren, die über den Gebärmutterhals hinausgewachsen sind und den oberen Scheidenanteil und/oder den Halteapparat der Gebärmutter befallen, sich aber nicht ins Becken ausgebreitet haben :

Unter Umständen kann auch hier eine Operation durchgeführt werden: Die Gebärmutter sowie auch umliegendes Gewebe bis hin zum oberen Anteil der Scheide werden entfernt (erweiterte Hysterektomie), auch müssen mehr Lymphknoten entnommen werden als bei früheren Krankheitsstadien. Kommt für eine Patientin keine umfangreiche und belastende Operation infrage, etwa weil ihr Allgemeinzustand gegen einen großen Eingriff spricht, ist eine Bestrahlung oder eine kombinierte Strahlen- und Chemotherapie eine Alternative. Zeigt sich, dass Lymphknoten befallen sind, macht eine Operation nur selten Sinn, da sie sehr umfangreich sein müsste und eventuell Blase oder Darm mit beträfe. Da davon auszugehen ist, dass sich Krebszellen noch weiter verbreitet haben, wird den meisten Patientinnen eine Bestrahlung oder eine kombinierte Strahlen- und Chemotherapie empfohlen.

  • Tumoren, die die Gebärmutter und den oberen Scheidenanteil überschritten haben :

Eine kombinierte Radiochemotherapie, bei der sowohl eine Bestrahlung wie auch Zytostatika eingesetzt werden, kann das Tumorwachstum aufhalten. Unter Umständen ist erst in einer vorgeschalteten Operation das Tumorstadium genau einschätzbar. Auch kann versucht werden, den Tumor bei einer solchen Operation zumindest zu verkleinern. Nur in Ausnahmefällen ist eine sehr umfangreiche Operation anstelle einer Radiochemotherapie sinnvoll, bei der auch Blase und/oder Enddarm entfernt werden, wenn sie vom Tumor befallen sind (Exenteration). Hat eine Patientin schon einmal eine Bestrahlung im Beckenbereich erhalten, wodurch eine erneute Radiotherapie wegen der zu erwartenden Gewebeschäden nicht möglich ist, kann diese ausgedehnte Operation allerdings trotz der Folgen (künstliche Harnableitung und/oder künstlicher Darmausgang) eine Möglichkeit darstellen.

(dies und weitere seriöse Informationen findest du beim Krebsinformationsdienst: http://www.krebsinformationsdienst.de/tumorarten/gebaermutterhalskrebs/behandlun...)

Bitte laß dich nicht auf obskure Heilmethoden ein - dazu ist die Krankheit zu ernst!

Antwort von alegna796,
3 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

Eine Entfernung des Uterus ist unumgänglich. Eine anschließende Chemo und/oder Bestrahlung wird sich auch nicht vermeiden lassen. Es kommt darauf an, ob die Eierstöcke ebenfalls in Mitleidenschaft gezogen sind.

Antwort von first235,
1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

Hi,

ich weiß ja nicht wie schwer der Fall ist.Aber gleich entfernen zu lassen und dann noch Chemo,da sollten Sie sich genau erkundigen.Es gibt mittlerweile sehr viele Methoden,welche den Krebs sehr gut ohne die Hammermethoden heilen können,auch wenn es quasi in der Breite nicht angewandt wird,einfach weil die Ärzte mit dem Strom schwimmen müssen.Tatsache ist,dass Krebs eine Krankheit des anaeroben Stoffwechsels ist.Wir Menschen sind aber leider von der Schöpfung als aerobe Wesen geplant worden und funktionieren auch nur so.. Tatsache ist:früh genug die richtige Methode angewandt,kann ohne Operation heilen.Allerdings müssen Sie dafür selber was tun und die richtigen Leute im Netz suchen und die Verantwortung nicht abgeben.Die Entscheidung treffen sowieso am Schluß Sie selber,da ja keiner die Verantwortung übernimmt!!

Gruß

Vital Energy

Antwort von first235,

Hi,

Nachtrag zu gestern,mit seiner Methode sind grandiose Erfolge erzielt worden.

http://www.cancerfungus.com/simoncini-krebs-pilz.php Also nicht immer gleich schneiden und Strahlen..

Gruß

Vital Energy

Kommentar von Borg13,

Wo sind diese grandiosen Erfolge belegt?

In der einschlägigen Presse/Literatur ist darüber nichts zu lesen.

Kommentar von Lena101,

Ich würde gern eine Studie sehen, die diesen "grandiosen" Erfolg untermauert.

Kommentar von Borg13,

Hier wird offenbar irgendwas einfach ins Blaue hinein behauptet.

Das hilft dem Fragesteller nicht weiter und kann sogar schädlich für ihn sein!!

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