Frage von 1602Haferstroh, 23

Welche Früchte kann man am ehesten mit Fruktoseunverträglichkeit essen?

Bei mir besteht der Verdacht auf eine Fruktoseunverträglichkeit. Ich habe des öfteren Bauchweh, Blähungen, Durchfall und das ganze eben besonders nach süßen Speisen. Welche Früchte kann man dennoch am ehesten mit so einer Fruktoseunverträglichkeit zu sich nehmen?

Antwort
von Mahut, 12

Wie sieht die Therapie aus? Steht die Diagnose fest, schickt Gastroenterologe Leodolter die Betroffenen zu einem Ernährungsexperten. So geraten sie nicht in Versuchung, in Eigenregie Verbotslisten zu erstellen und damit zu experimentieren. „Mancher versucht, den Fruchtzucker gänzlich vom Speiseplan zu streichen“, sagt Ernährungsberaterin Buder. Dies sei erstens nicht nötig (einzige Ausnahme: hereditäre Fruchtzuckerunveträglichkeit, siehe Kasten), zweitens fehlen auf Dauer wichtige Nährstoffe. Ein Ernährungsfachmann geht mit Ihnen Ihre Essgewohnheiten durch und sagt Ihnen, wie Sie sich zunächst und langfristig ernähren sollten. Die Therapie beginnt mit einer zwei- bis vierwöchigen Phase, in der Sie weitestgehend auf Fruktose verzichten. In einem Ernährungstagebuch dokumentieren Sie, was Sie gegessen haben und wie Sie sich danach fühlen. „Die Beschwerden sollten sich in dieser Zeit deutlich verbessern“, meint Buder. Anschließend beginnt die Testphase. Sie nehmen langsam wieder fruchtzuckerhaltige Lebensmittel zu sich – zunächst solche, die wenig davon enthalten. Nun gilt es, die Lebensmittel zu erkennen, die Sie gut vertragen und die Ihnen Probleme bereiten. Wieder hilft hierbei ein Esstagebuch. Danach überprüfen Expertinnen wie Uschi Buder, ob Sie mit Ihrer angepassten Ernährung alle Nährstoffe ausreichend abdecken oder ob Ihnen etwas fehlt. Tipps: Richtig essen bei Fruchtzucker-Unverträglichkeit • Zu den Lebensmitteln, die viel Fruktose enthalten, gehören Äpfel, Birnen, Mangos, Trauben, Trockenfrüchte, Honig, Birnendicksaft, Apfelkraut, Frucht- und Gemüsesäfte. Haushaltszucker besteht zu gleichen Teilen aus Trauben- und Fruchtzucker. Damit kommt in allen Süßigkeiten reichlich Fruktose vor. „Achten Sie auch bei Light-Produkten, Gemüsekonserven und Softdrinks auf die Zutatenliste“, rät Buder. Sie werden oft mit dem fruchtigen Süßungsmittel versetzt. Gehen Sie mit diesen Lebensmitteln sparsam um. • Viele Obstsorten gelten als gut verträglich, weil sie wenig Fruchtzucker enthalten oder gleichzeitig Glukose in einem günstigen Verhältnis vorliegt. Hierzu gehören unter anderem Bananen, Aprikosen und Beerenfrüchte. „Glukose, also Traubenzucker, erleichtert die Fruktoseaufnahme im Darm“, merkt Buder an. Alternativ können Sie etwas Traubenzucker dem Obst beimischen. • Essen Sie Obst nicht pur, sondern zu einer Mahlzeit (etwa als Nachtisch) oder zusammen mit Milchprodukten. Fett und Eiweiß bewirken, dass der Fruchtzucker langsamer aufgenommen wird. Das erleichtert dem angeschlagenen Darmtransporter die Arbeit. • Zuckeraustauschstoffe wie Sorbit, Xylit und Mannit behindern die Aufnahme von Fruchtzucker aus dem Darm. Essen Sie diese möglichst selten. Sie finden sich zum Beispiel in Kaugummis, zuckerfreien Bonbons und Diabetikerprodukten. Haben Sie mit Hilfe eines Ernährungsexperten festgestellt, welche Lebensmittel und welche Menge Fruchtzucker Ihnen keine Probleme bereiten, dann können Sie in vielen Fällen ohne Beschwerden leben. Wichtig: Es gibt keine allgemeinen Tipps und Verbote. „Sie dürfen das essen, was Sie persönlich vertragen“, sagt Buder. „Testen Sie zudem immer wieder die Verträglichkeitsschwelle aus“, empfiehlt Leodolter. Manchmal erholt sich das lädierte Transportsystem im Darm und Sie können sogar einen Apfel oder etwas Honig ohne Reue essen.

Sonderfall hereditäre Fruktose-Intoleranz Die hereditäre, also erbliche Fruchtzucker-Unverträglichkeit kommt nur sehr selten vor und ist angeboren. Hierbei fehlt dem Körper ein spezielles Enzym, weshalb er Fruktose nicht abbauen kann. Der Zucker reichert sich in der Darmwand, in den Nieren und in der Leber an. „Unbehandelt kann diese Unverträglichkeit zu schweren Leber- und Nierenfunktionsstörungen führen“, warnt Leodolter. Die erbliche Form äußert sich meist schon bei Babys. Nehmen sie das erste Mal Fruchtzucker zu sich, reagieren sie mit Beschwerden wie Erbrechen und Durchfall. Der Arzt kann die Unverträglichkeit durch einen Bluttest feststellen. Wer an der hereditären Fruktose-Intoleranz leidet, muss sein Leben lang komplett auf Fruchtzucker verzichten.

nachzulesen: www.apotheken-umschau.de/fruchtzuckerunvertraeglichkeit

Kommentar von pferdezahn ,

Ein schoener Artikel, bei dem aber auch nicht alles stimmt. Wenn Buder Traubenzucker mit Obst zu vermischen empfiehlt, und Obst nicht pur, sondern zu einer oder nach einer Mahlzeit zu verspeisen, dann zeigt das Ahnungslosigkeit. Gewiss kann man Obst zu oder nach einer Mahlzeit oder mit Milchprodukten verspeisen, aber richtig ist dies nicht. Rohes Obst laesst sich nur mit rohes Gemuese kombinieren, aber Gemuese mit allem. Google Mal, wie Obst richtig verspeist werden sollte, ohne dass es im Verdauungstrakt gaert, blaeht, Alkohol (billigen Fusel) entwickelt und in Faeulnis uebergeht.

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