Frage von ElPatricio, 91

Weiteres Vorgehen nach Knieschmerzen?

Hallo!

Zu meiner Person: männlich, 38 Jahre, Bürojob, 190 cm, 75 kg. Neben der wenig körperlich fordernden beruflichen Tätigkeit aber sportlich sehr aktiv. Vorweg: das ist nichts neues mit dem Sport, das betreiebe ich seit Jahren. Anfangs nur Laufen, jetzt ergänzt durch Schwimmen und Radfahren.

Bei einem Triathlon-Wettkampf vor vier Wochen stellten sich im Bereich Knie Schmerzen ein, die stärker wurden. Laufen musste ich daher abbrechen. Nach dem Wettkampf hätte ich eh eine Pause der Regeneration wegen gemacht. In dieser hoffte ich würde das wieder in Ordnung kommen. Leider Fehlanzeige. Wenn ich versuche, locker zu laufen geht das anfangs noch. Mit der Zeit kommen die Schmerzen aber wieder und werden stärker. Danach ist dann z.T. normales Gehen im Haus nur unter großen Schmerzen möglich, Treppen muss ich dann auf einem Bein hoch oder runter hüpfen. Beim Radfahren geht es mit den Schmerzen (außer wenn ich aus dem Sattel muss), hinterher beim Absteigen und danach aber das selbe wie nach dem Laufen.

Seit vier Wochen also nun Trainigspause (nur unterbrochen von kurzen Rad-/Laufversuchen um zu schauen ob es wieder geht). Dazu mit Voltaren-Salbe bzw. Traumeel-Salbe behandelt. Regelmäßig gekühlt.

Nun auch einen Sportmediziner aufgesucht. Er hat ein Röntgenbild gemacht, diverse Bewegungen getestet und abgetastet. Seine Diagnose: Patellaspitzensyndrom. Therapie: Enelbin-Salbe und 5 Sizungen á 10 Min. Ultraschall. Wirkung: Null, keine Besserung.

Ergänzend einen Physiotherapeuten / Osteopathen aufgesucht: Er sagt, die Diagnose des Sportmediziners sei Unsinn. Niemals habe das mit der Patellasehne zu tun sondern mit dem Wadenbeinköpchen. Dieses könne er wieder mobilisieren und mir zeiegen, wie ich das selbst auch machen kann. Und dann könne ich auch wieder langsam und bedacht ins Training einsteigen. Wirkung: Null, keine Besserung.

Wenn ich jetzt Laufschuhe anziehen würde um einen weiteren Versuch zu unternehmen wäre ich wieder den Rest des Tages "schachmatt" auf einem Bein am hüpfen. Fortschritt gleich Null gegenüber vor vier Wochen.

Beim Orthopäden könnte ich einen Termin im Januar bekommen. Bei anderen Orthopäden sieht es nicht besser aus.

Ratlosigkeit, Verzweiflung, Hilflosigkeit. Was würdet ihr raten? Vorab Danke!

Antwort
von amy96, 91

Hallo, wie wäre es wenn du in deiner Nähe einen Chirurgen aufsuchen würdest? Habe ich damals nach meinem Hausarzt Besuch auch gemacht, auch wenn ich nicht die gleichen Symptome habe wie Sie. Hat mir das sehr weiter geholfen, denn im Endeffekt kam raus das ich eine zu kleine Kniescheibe habe.

Bist du irgendwie vor dem Ersten Vorfall, gestürzt? Oder hattest dir was verstaucht oder verrängt?

Könnte auch evtl. mit den Bändern zusammen hängen.

Hoffe konnte irgendwie weiter helfen.

P.S. wenn nicht einen Kniespezialisten aufsuchen.

Kommentar von ElPatricio ,

Danke! Nein, kein Sturz, auch nicht verdreht oder ähnliches. Hatte im Eingangspost "Sportmediziner" geschrieben, sorry, mein Fehler. Der Arzt, den ich bereits aufgesucht hatte ist Chirurg und Sportmediziner.

Antwort
von dinska, 83

Zuerst würde ich dir empfehlen, deine sportlichen Aktivitäten deinem Leistungsvermögen anzupassen. Leistungssport tut selten gut, weil es oft die Leistungsträger überfordert. Warum muss man Wettkämpfe bestehen, doch nur um sein Ego zu bestätigen. Man muss sich fordern, doch man darf sich nie überfordern. Anspannung und Entspannung müssen sich immer die Waage halten, wenn man gesund bleiben will. Tue das, was dir gut tut, alles andere lass bleiben. Höre auf die Signale deines Körpers und die signalisieren dir, stopp, du hast es übertrieben. Was würde ich dir weiter empfehlen? Lass Triathlon, Triathlon sein und versuche dich mal in Entspannungsübungen und vorsichtigen Dehnübungen. Man treibt Sport, um gesund zu bleiben und nicht um krank zu werden!


Kommentar von ElPatricio ,

Ich passe meine Aktivitäten dem Leistungsniveau an. Ich weiß, was ich kann und was ich eben nicht kann. Nein, eben nicht nur wegen des Ego macht man Wettkämpfe.
Aber mit der Argumentation könnte man Bundesliga, Olympia etc. ja alles sein lassen.

Ich höre ja auf die Signale des Körpers: warum sonst mache ich derzeit kein Training, habe einen Arzt gesucht und suche nach Abhilfe?

Ich treibe Sport der Gesundheit wegen und nicht um krank zu werden. Wenn man letzteres aber ausschließen will muss man selbst auf Kreisliga-Niveau den Sport "verbieten". Bänder reissen sich nicht nur Sportler in den Top-Ligen, Stürze passieren nicht nur bei der Tour de France sondern auch auf dem Radweg vor der haustüre.

Wenn ich dieses Risko auf Null minimieren will bleibe ich besser zu Hause auf der Couch.

Kommentar von dinska ,

Du hast Recht, mit der Argumentation kann man Bundesliga, Olympia etc. sein lassen. Sie bringt auch für die Gesundheit wenig, dafür sind die Gefahren für die Gesundheit hoch. Ich betreibe moderaten Sport und mache viel Gymnastik, bei mir sind dabei noch keine Bänder gerissen und meine Gesundheit ist besser geworden, wie mein Bewegungs- und Halteapparat. Du siehst, es geht auch außerhalb der Couch, Verletzungen zu umgehen. Auch wenn es deiner Ansicht widerspricht, Verletzungen stammen immer von Überforderung, zuviel Ehrgeiz, zu großem Risiko und falschem Training!

Kommentar von ElPatricio ,

Danke für deinen Input! Auch wenn ich hier nach wie vor das eine oder andere gänzlich anders sehe.

Wer sagt denn, dass ich nicht auch moderat Sport betreibe? Die Dosis macht es doch. Auch swim-bike-run kann moderat gemacht werden.

Bänderriss war nur ein Beispiel, hatte ich einmal, Jahre her. Kam aber vom Fußballspielen. Letzte Verletzung (vor der Sache mit dem Knie) war eine Steißbeinprellung nach Sturz treppabwärts im Haushalt. Aber auch nur das am Rande.

"Verletzungen stammen immer von Überforderung"

-> Ersetze das "immer" mit "oftmals" und ich stimme dir zu. Aber dass das so nicht richtig ist dürfte dir auch bewusst sein, oder?

"zuviel Ehrgeiz" -> das kann bei sehr ehrgeizigen Leuten zugegeben passieren, ja. Da wären wir aber wieder bei der Definition von "Ehrgeiz" bzw. zu viel Ehrgeiz, was ist das?

"zu großem Risiko" -> ja, durchaus möglich

"und falschem Training!" -> das betrifft sicher aber öfter Anfänger

Kommentar von Winherby ,

Hallo dinska, ich gratuliere, Du hast es super geschafft meine -mal wieder lange- Antwort mit wenigen Worten zu rezitieren. Ich bin da voll Deiner Meinung, das der FS es mit seinem Sport übertreibt. Man will es ja nicht wahrhaben, dass man älter wird. Triathlon ist was anderes als fit halten. Allein die Marathon-Distanz ist Mord, zumindest für einige Anteile des Bewegungsapparates. Dein letzter Satz trifft das Thema voll, lG

 Man treibt Sport, um gesund zu bleiben und nicht um krank zu werden!

Antwort
von Winherby, 74

HalloElpatricio,

ich bin sicher, dass Dir meine Antwort nicht gefallen wird, aber das bin ich in 40 Berufsjahren gewöhnt, und ich meine das im Ernst auch wg. 40 Jahren Berufserfahrung.

Es gibt Grundsätzliches zu wissen wie: 

Ein Grundsatz: Es gibt körperlich-sportliche Betätigungen, die kann man einteilen in gesundheitserhaltenden Sport und in Selbstverstümmelung auf Raten. DerTriathlon gehört nicht zum Sport.

 

Ein weiterer Grundsatz: Schmerz ist unser Freund - und nicht unser Feind, aber er ist so unangenehm, wie ein echter Freund es manchmal ist, -sein muss. Der Schmerz teilt uns auf seine freundschaftliche Art mit, dass wir etwas falsch machen.

Ein weiterer Grundsatz: Wir werden alle nicht jünger. Mit dem Älterwerden nimmt unsere Leistungsfähigkeit völlig natürlich bedingt ab. Da nützt es auch nichts, dass wir unser Lauftraining nun noch um die Disziplinen Schwimmen und Radfahren erweitern. Der Zahn der Zeit nagt an uns, je mehr wir den immer älter werdenden Körper belasten, umso früher merken wir die Spuren, die der Zahn genagt hat.

Zu Urzeiten der Menschwerdung war der Mensch im Vorteil, der (auf der Jagd nach Essbarem) am schnellsten Rennen konnte, am weitesten oder am längsten Laufen konnte, wer den Speer am weitesten warf, wer das schärfste und treffsicherste Auge hatte, wer die Streitaxt am sichersten schwang, wer die stärkeren und leistungsfähigeren Muskeln hatte, usw, usf.. Unser gesamter Organismus, mit all seinen Fähigkeiten, ist auf solche körperlichen  Hochleistungen ausgelegt, da diese Fähigkeiten einst das Überleben sicherte, die Individuen mit schlechteren Befähigungen starben früh und vermehrten sich nicht mehr (Evolution nannte das Darwin). Der menschl. Körper erreicht auch heute noch seine Höchstleistungsfähigkeit im Alter von 19 bis ca. 25 Jahren, danach geht´s wieder bergab. Das ist genetisch bedingt, das muss man einfach wissen und muss es akzeptieren. Und wir dürfen nun nicht versuchen den körperlichen Abbau durch entsprechend intensives Training und Sport aufzuhalten. Das kann in begrenztem Maße gelingen, aber dann kommt das Ende (der Leistungsfähigkeit)  oft plötzlich und meist schmerzhaft, - aber wem erzähl ich das. 

Was unseren frühen Vorfahren einst zum Überleben diente, nennen  wir heute  Sport, siehe Motto des Olympischen Gedankens (höher, schneller, weiter) . Aber ist denn diese Höchstleistung heute zum Überleben nötig? Wohl kaum. Damals wurde Luzie und Co.nur 20 bis höchstens 30 Jahre alt. Und heute soll diese Höchstleisterei (Sport im Wettkampf) gesund sein und ein längeres, gesundes Leben ermöglichen? Für mich ein vollkrasser Widerspruch. Denn unsere Gene sind noch fast die gleichen wie vor  2 bis 1 Million Jahren und die noch exakt gleichen Gene wie in der Steinzeit, bis vor ca. 5000 Jahren. Das bedeutet, unsere Knorpel an Sehnen, Bändern, Gelenken und WS ist für eine Lebensdauer von ca 30 bis 35 Jahren ausgelegt. Ähnliches gilt für alle anderen Bausteine unserer Körper. Damit sollte man also besser mal pfleglich umgehen, - p f l e gl i c h ! 

Und nicht 42 Km am Stück rennen, 180 Kilometer am Stück Radrennen fahren und auch noch 3,8 Kilometer am Stück schwimmen, - und das alles ohne Pause direkt hintereinander. Und dann will jeder der Teilnehmer auch noch gewinnen, jeder gibt alles, welch ein Wahnsinn, -sorry. Selbst die "kurzen“ Distanzen des olympischen Triathlon sind der Gesundheit nicht förderlich.

 Nun merkst Du längst worauf ich hinaus will: Mach Sport ohne Wettkampf auch nicht Kampf gegen den eigenen Schweinehund und nicht Kampf gegen die eigene Uhr. Hör auf die Signale Deines Körpers, mach Sport um fit zu bleiben und nicht um zugewinnen. Mach Sport der Spass und Freude bringt, statt Schmerz und Arztbesuche. Du wirst jetzt denken, ich mach doch Triathlon mit Spass und Freude. Ja klar, aber dieser Spass  und Freude findet ausschließlich nur in Deinem Kopf statt. Deinem Körper bringt diese Belastung keinen Spass und Freude, das hat er Dir jetzt in Form eines Schmerzes mitgeteilt.   Es nützt auch nix zum Doc. zu rennen und Sälbchen auf die schmerzende Stelle zu schmieren, auch der Physio kann da bestenfalls nur kurzfristig helfen, gegen die Vorgabe der Gene hilft das auf Dauer alles nichts.

So, nun hab ich Dir hoffentlich genug ins Gewissen geredet, mach das Beste für Dich daraus, alles Gute wünscht Winherby

 

Kommentar von ElPatricio ,

Ja, ganz ehrlich: deine Antwort gefällt mir nicht. Aber wir sind Menschen, haben unterschiedliche Meinungen. Und du hast dir Zeit genommen, deine Meinung darzulegen, deine Sicht der Dinge. Und die Hilfsbereitschaft ist sicher nicht selbstverständlich.

Gänzlich unkommentiert will ich es nicht lassen:

"Selbstverstümmelung auf Raten", sorry, da weiß ich nicht ob ich lachen oder den Kopf schütteln soll. Natürlich wird ein Orthopäde das nicht alles so prima finden, was ich mache. Mein Hausarzt als Allgemeinmediziner hingegen findet sonstige Parameter jedoch immer 1A. Vielleicht nicht das beste für den Bewegungsapparat aber Herz-Kreislauf sind austrainiert. Und das Riskio das ich gehe bin ich gerne bereit zu gehen. Schau dich in deinem Bekanntenkreis um, wie viele Leute sich regelmäßig bewegen, wie viele wie selbstverständlich zu Alkohol, Zigaretten etc. greifen.

Da halte ich es vermessen, mit einem Sportler zu "schimpfen", er sei unvernünftig.

Könnte und würde sicher gerne noch das eine oder andere mehr kommentieren aber das sind ja nur grundsätzliche Dinge, außerdem Ansichtssache und nicht der Sache an sich dienlich.

Kommentar von Winherby ,

Vorab: Ich habe nicht geschimpft, das steht mir nicht zu.Ich habe Dir nur erklären und insgewissenreden wollen, habe es nur gut gemeint.

 Ja, wir sind Menschen mit Meinungen, oft sind diese Meinungen unterschiedlich. Meinungen basieren immer auf Wissen, ohne ein Wissen (zu einem bestimmten Thema) zu haben, kann man keine Meinung haben, -jedenfalls keine sinnvolle. Hättest Du an meiner Stelle, meinen Beruf ausgeübt, ich wette, Du hättest die gleiche Meinung wie ich, ich wette, Du hättest Dir die gleiche Antwort geschrieben.

Ich habe viele Jahre in einem Institut für Sportrehabilitation gearbeitet. Daher haben wir neben vielen „normalen“ Patienten, -die sich beim Radeln vor der Haustür die Bänder gerissen haben-, eine enorm große Anzahl junger Menschen, die an der SpHo studieren, durch deren Rehabilitation begleitet. Auch die Spieler des Saturn Köln (Bundesligabasketballverein) waren lange Zeit unsere„Stammkunden“.  Später habe ich in einer ambulanten Rehaeinrichtung in Gummersbach Spieler des VFL (Bundesligahandballverein)  mitbetreuen dürfen.

Wenn ich da beobachtete wie die Bundesligapieler, aber auch die Kölner Sportstudenten, ihre Körper mit sportlichem Ehrgeiz sinnlos „verheizten“, da kann ich nur den Kopf schütteln. Einige der SpHo-Studenten haben es bitterlichst bereut, sie mussten ihr Sportstudium dann aufgeben, weil die Verletzungsfolgen weitere sportl. Betätigungen auf erhöhtem Niveau nicht mehr zuließen. Tja, hinterher ist man immer schlauer.

Die „Selbstverstümmelung auf Raten“ ist ein absolut treffender Titel. Das hängt mit der Bewegungskette, mit der Muskelkette, mit Kompensationsschäden und anderen Dingen zusammen. Der Versuch dies zu erklären: Es fängt ein Überlastungsproblem z.B. am ISG an. Aber Du merkst es nicht! Warum? Weil das Hirn die ersten Feinsignale des ISGs unterbewusst verarbeitet und eine sofortige Kompensation einleitet, also noch deutlich bevor das ISG bewusst schmerzt. Diese Kompensation geschieht indem ein verändertes Bewegungsmuster eingeleitet wird. Diese Kompensation entlastet also das ISG, belastet aber dabei logischerweise andere beteiligte Stellen des Körpers wie z.B. das Knie. Ist das Knie nun feiner enerviert, dann wird Dir das Knie schmerzen, obwohl Du an anderer Stelle das wahre Problem hast. Dann kann der Arzt, oder der Physio das Knie behandeln bis sie blaueLippen haben,   e s  w i r d   n i c h t s   n ü t z e n  !! 

Würdest Du nun das Knie weiter belasten unter Zuhilfenahme von Schmerzmitteln (Du glaubst ja nicht wieviele Sportler dies so machen) , dann hättest Du bald ein weiteres Problem z.B. am Sprunggelenk, oder nach oben an der Lendenwirbelsäule. Bei einigen geht die Kompensation nunmal nach oben ab, bei anderen eben nach unten, - ach man weisses vorher nicht. Das meine ich mit „auf Raten“; ein Teil des Bewegungsapparates nach dem Anderen werden in Mitleidenschaft gezogen und geschädigt, nicht selten irreparabel. Und noch bevor einem selbst dies so in vollem Umfang bewusst ist, ist es passiert, man ist mit etlichen „Baustellen“ Sportinvalide. Gab es bei Dir eine „Vorgeschichte“ , also vor dem Knie?

Überleg, wo hattest Du zuvor ein (leichtes?) Problem, das dann aber „von allein“ wieder weg war?  Am unteren Rücken vielleicht, oder an der HWS?  Oder war das Sprunggelenk mal schmerzhaft, hat sich aber wieder gelegt?  Das sind übrigens für den guten Orthopäden wichtige Hinweise. Ein guter Arzt doktort dann nicht am Symptom, sondern sucht den Ursprung der Beschwerde, ich wünsch Dir einen solchen Orthopäden, leider sind die dünn gesät. Wenn es Dein Budget zulässt geh mal zu einem Osteopathen, die suchen immer nach dem Auslöser eines Problems. Oft wird dann, genau wie in der Manuellen Therapie, schmerzfern behandelt. 

Fortsetzung im nächsten Komm.

 

Kommentar von Winherby ,

In Deinen Kommentaren zu Dinskas und meiner Antwort schreibst Du viel Wahres, die Du allerdings anders herum siehst. Ja, es ist völlig richtig, Bundesliga und Olympia, etc.  braucht kein Mensch wirklich, es gäbe sehr viele Sportinvalide weniger ohne diese und sehr viele andere Sportevents. Und Du hörst eben nicht auf die Signale, denn Du pausierst nur, weil Dein Freund der Schmerz Dich dazu zwingt. Denn Du suchst hier auf Gf, beim Arzt und Physio nur deshalb um Abhilfe, um dann mit Triathlon wieder weiter machen zu können, stimmts?. Ganz ehrlich: ist das so richtig schlau?  Und es ist richtig, dass man auch beim Radeln zum Bäcker verunfallen und sich die Bänder reissen kann, oder das Genick brechen. Reicht das denn noch nicht? Muss man wirklich noch eine TdF oder einen Giro fahren, um Unfälle mit Verletzungen zu provozieren? Und Dein Herz-/Kreislauf-System kannst Du auch erheblich körperschonender trainieren, da brauchts keinen Triathlon für. Dir ist doch bekannt,dass der allererste Marathonläufer tot umfiel? Und Du bist bereit das (gesundheitliche?)  Risiko (des Triathlon?) zu gehen? Aha, ja das glaube ich, das waren sehr viele andere vor Dir auch. Und alle haben es früher oder später bereut, - Ausnahmen mögen diese Regel bestätigen.

Ich wiederhole mich: Ich meine es gut, ich will nicht schimpfen, bevormunden odersonst was, Du bist 3x7 Jahre alt und musst wissen was Du tust. Aber dazu mussich nunmal Klartext reden.

Warum glaubst Du einem Menschen mit viel Berufserfahrung nicht?  Warum müssen die bereits xmal gemachtenErfahrungen anderer immer wieder, immer wieder wiederholt werden?

Kommentar von ElPatricio ,

Nicht falsch verstehen bitte! Das Wort "schimpfen" hatte ich schon sehr bewusst in Anführungszeichen gesetzt.

Ok, ich verstehe deinen Background nun ein wenig besser denke ich. Auch wenn ich das nicht könnte wäre es ja legitim, ist ja deine Meinung.

Aber ganz ehrlich: so extrem du meine Position findest, siehst du deine da nicht auch als extrem an? Ich meine ich mach Triathlon, kein Basejumping, Freiklettern, MMA, Klippenspringen oder Stierkampf. Und wenn ich die Wahl habe zwischen körperlichen Gebrechen des Sports wegen oder organischen Gebrechen mangels Bewegung dann wähle ich ersteres. Wohl wissend, dass es einen Mittelweg gibt. Aber Wassergymnastik, Ausdruckstanz oder ähnliches (nein, ich will das jetzt nicht ins lächerliche ziehen, ehrlich) ist nicht meine Welt.

Nach acht oder mehr Stunden im Büro ist es für mich kaum zu überbieten, bei schönem Wetter eine Runde mit dem Rad zu drehen, oder jetzt im Herbst bei Nebel oder leichtem Regen durchs Herbstlaub zu laufen.

Lebenseinstellung spielt da sicher eine Rolle. Ich habe Spaß am Triathlon gefunden, das gibt mir sehr, sehr viel zurück.

By the way habe ich nie hier Angaben zu Distanzen gemacht: Laufen ist mehr (bzw. weniger) als NUR Marathon und Triathlon ungleich Ironman.

Klar gibt / gab es vorher schon Wehwechen, wer hat die nicht?

Danke für deinen Hinweis bzgl. Osteopathie. Den nächstgelegenen Osteopathen werde ich gleich morgen von der Arbeit aus anrufen bzgl. Termin.

Kommentar von Winherby ,

Na ok, dann hast Du jetzt Deine Aussage

Bei einem Triathlon-Wettkampf vor vier Wochen.....

 aber kräftig relativiert. In meiner Wahrnehmung besteht ein 

Triathlon zumindest mal aus der Halbdistanz für "Weicheier"

 (Iron ie), eher aber in der Langdistanz (Iron man), wie oben in 

meiner Antwort geschrieben. Wenn Du nun die Streckenlängen so 

relativierst, ja dann bin auch ich ein Triathlet, ich laufe, radle und 

schwimme auch ab und an, halt nicht soviel wie Du und nicht direkt

hintereinander und ganz sicher auf niedrigerem Niveau.

Aber der Rest meiner Antwort bleibt gültig, der Schmerz ist ein 

Freund, die Kompensationen, die Genetik, usw.

Und die Klippspringer, Basejumper, usw. die gehören eigentlich in 

die ......., [FSK), der hiesigen Netiquette wegen.

Hoffentlich findest Du einen erfahrenen Osteopathen, er wird Dich 

ca. 1h mit Fragen löchern (Anamnese) und körperlich befunden.

Alles Gute, Winherby


Antwort
von pferdezahn, 46

Du solltest dein Knie schonen und nicht unnoetig belasten und nur radfahren und schwimmnen gehen. Nur eine Kernspintomographie kann Klarheit verschaffen. Kniebeschwerden koenen verschiedene Ursachen haben, von Senk- oder Spreizfuesse, X- oder O-Beine bis Arthrose. Wenn die Kniescheibe keine genaue (exakte) Gleitbewegung mehr im Gleitlager hat, kommt es zur vorzeitigen Abnutzung. Laeuft die Kniescheibe unrund, reibt sie staendig gegen den Knorpel, was mit der Zeit eine schmerzhafte Entzuendung verursacht. Ebenso kann es auch ein Kreuzbandriss oder Meniskusriss sein, was der Beginn einer Arthrose ist (Verschleiss).

Kommentar von ElPatricio ,

Ich schone es bereits! Ich hatte ja bereits geschrieben, dass ich Trainingspause mache. Unterbrochen nur von Tests um zu sehen, wie es sich anfühlt. Und das erstens nicht alle drei Tage und zweitens nicht stupide den Schmerz ignorierend immer weiter.

Der Arzt hat diverse Bewegungen mit dem Knie gemacht und diverses ertastet, so konnte er Kreuzband und Meniskus ausschließen. Röntgenbild hat er auch gemacht. Wenn da was mit Kniescheibe oder Knorpel gewesen wäre hätte er das wohl gesehen.

MRT wird ja nicht gleich bei allem gemacht. Denke wenn ich mich dem Arzt wieder vorselle und berichte, dass da Null Besserung ist wird er das ggfs. als nächsten Schritt anraten.

Keine passende Antwort gefunden?

Fragen Sie die Community