Frage von Lisssel, 76

Weinen und körperliche Folgen

Hallo, Jeder kennt das mit Sicherheit. Man weint manchmal einfach den halben oder ganzen Tag. Kann kaum was essen, außer vlt Schokolade, kann kaum was Trinken. Man weint manchmal so lange, bis man fast hyperventiliert, extreme Kopfschmerzen hat und vor Ohnmachtsgefühl kaum noch laufen kann. Das beste Mittel dagegen ist ja egl schlafen. Aber was wenn man nicht schlafen kann? Ich habe Borderline, eine Angstsörung Depressionen, schaffe es nicht zu meiner Therapeutin weil ich dorthin auto fahren muss (einfach unmöglich gerade) und bei meiner Psychiaterin habe ich erst ende juli wieder einen Termin.

Seit fünf Wochen bin ich glücklich vergeben aber seit einer Woche ist aus dem Ausnahmezustand Altag geworden. Ich weine fast jeden Tag, kann nachts kaum schlafen trotz pillen, Und habe wirklich kaum Kraft zu laufen bzw erst recht nicht zum arbeiten.

Ich brauche ein wunder. Im ernst.. Hat jemand einen guten Rat?

Antwort
von Zweimal, 56

Unter diesen Umständen solltest du über einen stationären Aufenthalt in einer Klinik nachdenken.
Besprich diese Möglichkeit mit deinem Hausarzt oder der Psychiaterin, zu denen du notfalls auch mit einem Taxi fahren kannst.

Antwort
von dinska, 49

Hallo Lissel, ich kenne sowas von früher, als ich noch nicht richtig wusste, was ich wollte und auch nicht wie ich mich optimieren kann. Es ist manchmal ein langer Weg zu sich selbst zu finden und mit sich selbst zurecht zu kommen. Du musst dir ein Stoppschild schaffen. Man kann schon mal weinen, aber dann sagt man halt - stopp, das bringt doch nichts. Ich lache jetzt die Sorgen und meine inneren Ängste einfach fort oder mache dieses oder jenes, was mich wieder aufbaut. Das zu finden ist deine Aufgabe und die kann dir niemand abnehmen, kein Therapeut und auch kein Psychiater. Lerne an dir und mit dir zu arbeiten, dann wirst du auch mit dem Leben wieder zurechtkommen. Man schafft alles, was man wirklich will. Alles Gute!

Antwort
von gerdavh, 60

Hallo, glücklicherweise kenne ich diesen Zustand nicht ("Jeder kennt das mit Sicherheit"). Warst Du nicht schon mehrmals in einer Klinik wegen Deiner Angststörungen und Depressionen? Meinst Du nicht, es wäre besser, Du würdest Dich selbst einliefern? Eine Alternative wäre, wie schon von @friedelgunde vorgeschlagen, dass Dich Deine Mutter dorthin fahren kann, oder geht das nicht? Du schreibst, Du kannst fast nichts trinken, das verschlimmert natürlich diesen Zustand. Allein die Tatsache, dass ein Flüssigkeitsmangel vorliegt, macht schon Kopfschmerzen und wenn Du ständig weinen musst, ist das natürlich einer weiterer Grund. Du solltest mindestens jeden Tag 2 l trinken, meinst Du nicht, Du bekommst das hin? Ein weiterer Grund für Deine Kraftlosigkeit ist natürlich der Mangel an Nahrung. Wenn Du das unter den gegebenen Umständen nicht schaffen kannst, Dich ausreichend zu ernähren und zu genug zu trinken, solltest Du in die Klinik!! Leider kann ich Dir keinen besseren Rat geben. Alles, alles Gute. lg Gerda

Antwort
von Friedelgunde, 31

Kannst du dich nicht zu deinen Therapeuten-Terminen fahren lassen? Falls es mit dem Selbstfahren nicht klappt? Andere Tipps kann ich dir jetzt nicht geben, außer dass du die Termine bei den Menschen, die dir professionell helfen können, einhalten solltest!

Unabhängig davon: deine Krankengeschichte ist ja schon eine längere, aber ist denn sichergestellt, dass keine hormonellen Störungen dahinterstecken? Ich komme deswegen drauf, weil eine gute Freundin von mir jetzt auch gerade so eine Dauer-Heul-Phase mit extrem schlimmen Depressionen durchgemacht hat. Und bei der waren es die weiblichen Hormone (sie ist in die Wechseljahre gekommen). Ihre Ärztin hat recht aufwändig einen genauen Hormonstatus erstellt und sie nimmt jetzt ein entsprechendes Präparat - und die Depressionen und Heulkrämpfe waren quasi über Nacht vorbei.

Kommentar von gerdavh ,

Die Idee mit den starken Hormonstörungen finde ich gar nicht so abwegig - wurde das bei Dir denn jemals untersucht? Die Wechseljahre können wir aufgrund Deines jugendliches Alter ja ausschließen; nichts desto trotz, kann man Störungen im Hormonhaushalt haben - das sorgt früher oder später für starke depressive Verstimmungen. lg Gerda

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