Frage von JustSports95, 44

Was tun bei Schulterschmerzen nach Krafttraining?

Hallo Community Ich habe vor ca. 1/2 Jahr mit Krafttraining angefangen. Ich trainiere 3x die Woche und bin anfangs zugegeben vielleicht ein wenig zu naiv an die Sache rangegangen. Ich hatte anfangs manchmal schwache Schulterschmerzen nach dem Training, gingen aber nach 1-2 Tagen von alleine wieder weg. Nun bin ich seit 2 Wochen am Pausieren, denn die Schulterschmerzen wollen nicht weg. Ich achte generell auf saubere und langsamere Ausführungen und kann mir keinen Reim dazu machen woher die Schmerzen kommen. Die Schmerzen sind hauptsächlich so zu verstehen: Wenn ich den betroffenen Arm ausgestreckt seitlich hochhebe (mit Gegengewicht) schmerzt es ab ca. Schulterhöhe. Schmerz ist lokal mittig an der äusseren Schulter.

Kennt jemand ähnliches oder hat Erfahrung damit? Habe mal was von Impingement Syndrom gelesen, will aber keine voreiligen Schlüsse ziehen. Beim Arzt war ich bisher nicht.

Antwort
von Winherby, 25

Also meiner Kenntnis nach kommen zwei mögliche Ursachen in Frage.

Entweder hast Du Dir zuviel zugemutet und hast Dir eine Schleimbeutelentzündung zugezogen.

Oder der Musculus serratus anterior hat zuwenig Kraft. Denn beim Heben des Armes kommt kein (normal gebauter) Mensch über die Waagerechte hinaus. Das liegt an der Anatomie der Knochen. 

Der Gegenspieler des Serratus ist des M. Subscapularis. Wenn er zu stark verkürzt ist, dann hat der Serratus kaum eine Chance, der Oberarmschaft stösst dann an der Außenkante an das Acromion.

Die Oberarmkugel gleitet ja in der sanften Kuhle des Acromion (Schulterdach). Hebst Du den Arm seitlich hoch, dann stösst bei 90° der Oberarmschaft an den lateralen Teil des Acromion-Randes. 

Da dieses Acromion ein Ausläufer des Schulterblattes ist, muss nun das Schulterblatt eine Bewegung nach seitlich-vorne ausführen, wenn der Arm höher als 90° gehoben werden soll. Und dies macht der 
M. serratus anterior, - oder eben nicht.

Exakt an der von Dir beschriebenen Schmerzstelle haben wir einen Schleimbeutel sitzen, er gibt die Schmiere ins Gelenk, dient aber auch als Anschlagpuffer. So eine "Bursa" wird schnell mal zur Bursitis, wenn sie überreizt wird.

Tipp: Geh zum Arzt, lass Dich checken. Falls es die Bursitis ist, lass Dir eine Kortisonspritze geben, dann ist die Entzündung schneller weg. Oder pausiere halt solange, bis der Körper sich selbst geholfen hat. 

Diese Selbsthilfe kannst Du unterstützen. Sehr gut gegen Entzündungen aller Art ist der Wirkstoff Astaxanthin. Da sollte man die Gelkapseln (keine Steckkapseln aus Gelantine!) nehmen, denn der Wirkstoff verfällt unter Luftsauerstoff, muss also luftdicht isoliert sein. Hier ein Link über Astaxanthin:

http://aesirsports.de/2015/12/ratgeber-astaxanthin-einnahme-dosierung-wirkung/

Hier eine gut gemachte Seite zur Anatomie des Schultergürtels und sonstiger Muskeln:

http://stura.uni-leipzig.de/sites/stura.uni-leipzig.de/files/fsr-spowi/dokumente...

Alles in allem kann ich als Fazit nur vermuten, dass Dein Training nicht sehr ausgewogen gestaltet ist. Entweder hat Dein Trainer nicht soooo viel Ahnung von den Muskeln, oder die Geräte sind schei....  .Trainiere möglichst nicht isoliert. Isoliertes Training eines einzelnen Muskels lässt zwar ein größeres Gewicht für den trainierten Muskel zu, aber die Mitspieler bleiben aussen vor, - und da ist nicht gut, wie man an Dir sieht. LG


Antwort
von dinska, 22

Ich würde dir empfehlen, zum Arzt zu gehen, schon um bestimmte Dinge auszuschließen.

Wenn es keine krankhaften Ursachen sind, dann kann es Überbelastung sein oder auch Verspannung.

Was machst du zur Entspannung deiner Muskeln? Es ist wichtig Muskeln auch zu entspannen. Das kann durch Wärme geschehen, Körnerkissen, Rotlichtlampe, Sauna einmal die Woche, das wäre passive Entspannung.

Aktiv entspannen kannst du mit progressiver Muskelentspannung, kann man gut nach einer CD ausüben und erlernen. 21 Tage täglich, am besten abends, dann eine Weile einmal die Woche und dann nur noch bei Bedarf und dann nur noch die Schultern nach dem Training.

Wichtig ist auch immer eine optimale Körperhaltung beim Krafttraining.

Wirbel aus dem Steiß nach oben ziehen, den Bauch flach nach oben mitnehmen und leicht nach innen ziehen. Dagegen die Schulterblätter nach unten ziehen, als wolltest du die Schulterblätterspitzen in deine hinteren Hosentaschen schieben.

Auch das Atmen ist wichtig, Anstrengungen immer mit dem Ausatmen, am besten durch den Mund und dabei den Nabel zur Wirbelsäule ziehen. Das entlastet den Schultergürtel.


Antwort
von MariaK2016, 8

Zunächst ist jene Belastung, die die Probleme ausgelöst hat, zu vermeiden. Außerdem sollte ein Arzt der Ursache auf den Grund gehen. Um die Strukturen im Inneren der Schulter zu beurteilen, hat sich die Ultraschall- und MRT-Untersuchung etabliert. Geringfügige und nur vereinzelt auftretende, kurzfristige Beschwerden können gut lokal mit Schmerztabletten, kühlenden Salben und/oder gezielten entzündungshemmenden Spritzen behandelt werden. Bei länger anhaltenden Problemen helfen zusätzlich Krankengymnastik und spezifisches Muskelaufbautraining. Bei konsequenter Behandlung sollten Sie 2 bis 4 Wochen pausieren. Erst wieder trainieren, wenn Sie 1 Woche beschwerdefrei sind.

Antwort
von Sunnybee, 14

Geh zum Arzt und lass dich durchchecken. Damit ist nicht zu spaßen. 

Keine passende Antwort gefunden?

Fragen Sie die Community