Frage von FlyingAngel, 52

was soll ich jetzt machen?!:0

Guten Abend, ich bin 15 Jahre alt und leide seit 6 Jahren an ednos (Mischung aus mager-,essbrech-&esssucht) . Vor zwei Wochen hatte ich schmerzen beim Schlucken die nach einer woche so schlimm war dass ich zu meim arzt ging. Er meinte jedoch dass es nur besser wird wenn ich aufhöre mich zu übergeben... das hab ich jetzt fast 2 wochen geschafft was für mich ein rekord is (normalerweise breche ich mehrmals täglich) jedoch hatte ich heute einen Rückfall... jetzt sind die schmerzen wieder da und schlimmer als vorher... aber was soll ich denn jetzt machen? ich bin in therapeutischer behandlung aber so lange schaffe ich es einfach nicht ohne zu brechen...

Danke schonmal :)

Ps:Bitte keine unnötigen kommentare...ich bin mir über meine Krankheit und deren folgen bewusst und befinde mich seit jahren in behandlung

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Expertenantwort
von StephanZehnt, Community-Experte für Schmerzen, 51

Hallo FlyingAngel,

es ist unheimlich schwer Dir da denn wirklich guten Rat zu geben der Dich zum Ziel führt! Denn Du weist längst was Du ändern musst, dies braucht Dir Niemand mehr zu sagen.

Das Ganze ist aber wie eine Sucht, wenn man Dir nun schreiben würde OK das war ein Rückschlag. Jetzt versuchen wir ob Du es einmal zwei Wochen und zwei Tage durchhältst. Ich fürchte selbst Deine Mutter odgl. hätte nicht die Kraft Dich davon abzuhalten. Das Einzige was Dir indem Fall helfen kann bist Du selbst.

Wir könnten Dir jetzt natürlich sagen so wie Du Deine Schleimhaut Mund usw. und Zähne schadest. Genau so schadest Du auch Deinen Organen. Deine Antwort wäre ja das weis ich selbst ganz genau.

Das heißt wir können nur schlicht an Dich appellieren, wenn wir sehr viel Glück haben sagst Du Dir OK ich versuche es einmal mit dem Hinweis es kann einmal einen Rückschlag geben aber ich möchte das ändern! Oder bei Dir heißt es ich schaffe es halt ihr könnt mich alle einmal - ja und irgendwann bist Du nicht nur mit dem Gewicht so weit unten das nichts mehr geht.

Ja das ist eigentlich nicht viel was man Dir dazu sagen kann - nur schlicht das Du Dir versuchst Ziele zu setzen. Ja und jetzt nicht sagst es hat sowie so keinen Sinn mehr. Sondern OK ich hatte jetzt einen Rückschlag aber ich mache trotzdem den Versuch weiter von der Geschichte los zu kommen.

Man könnte nun den Versuch einmal machen das Du Dir so einen Plan ausdruckst (Anhang) der ist zwar für Schmerzpatienten aber da könntest Du einmal notieren wie nah Du dran bist zur Toilette zu gehen sehr nah wäre die 10 und gar nicht halt die 1 wie Deine Laune udgl. dabei ist und das Ganze einmal notieren ohne zu schummeln.

Man könnte Dir auch noch diese Homepage nennen http://www.hungrig-online.de/forum/index.php

(die Homepage wird zur Zeit gewartet man kann erst am 5.Januar das Angebot wieder nutzen!!). Du könntest Deine Psychologin odgl. fragen ob z.B. eine Selbsthilfegruppe in Deinem Fall sinnvoll wäre. Ich weis nicht wie die Ärzte usw. jetzt nun in Deinem Fall entscheiden? Ob sie nun in dem Fall sagen da bleibt nur noch eins ....?

Wir kennen nur Deine wenigen Zeilen hier!

VG Stephan

Kommentar von StephanZehnt ,

Siehe auch Ednos bei Wikipedia (kurze Zusammenfassung.

Wenn man gut in Englisch ist http://www.myproana.com/index.php/forum/56-ednos-discussions/

Expertenantwort
von gerdavh, Community-Experte für Schmerzen, 51

Hallo, Du hattest das jetzt zwei Wochen durchgehalten; das schaffst Du bestimmt auch wieder!! Ein einmaliger Rückfall ist kein absoluter Rückschritt. Dein Körper sagt Dir jetzt bereits, dass Du Dir durch das ständige Erbrechen geschadet hast. Rufe doch heute mal bei Deinem Therapeuten an und frage, ob er Dich nicht - da es sich um eine Ausnahmesituation handelt - diese Woche zusätzlich einschieben kann. Wurde denn mal untersucht, ob Du Ösaphusvarizen hast?? Das sind Krampfadern der Speiseröhre - das ist leider bei Bulimie durch das häufige Erbrechen nicht selten. Die Gefahr bei Ösophagusvarizen ist, dass diese anfangen können zu bluten. Ich frage das, weil Du schreibst, Du hättest so starke Schmerzen. Vielleicht sollte man mal eine Untersuchung der Speiseröhre machen (Gastroskopie). -- Gibt es in Deiner Umgebung denn keine Selbsthilfegruppen für Essgestörte? Erkundige Dich mal - das könnte zusätzlich zu Deinen Besuch bei Deinem Therapeuten eine große Hilfe für Dich sein. Du googelst einfach unter dem Stichwort Selbsthilfegruppen für Bulimiekranke und gibst dann Deinen Städtenamen ein. Ich kenne Selbsthilfegruppen aus eigener Erfahrung; mir hat das mehr gebracht, als alles andere. Ich wünsche Dir alles Gute. lg Gerda

Antwort
von evistie, 52

Du hast es doch bereits zwei Wochen geschafft, und Du wirst es wieder schaffen! Ein Rückfall ist kein Grund, alles in Frage zu stellen. Oder anders gesagt: hinfallen ist nicht schlimm - nur liegenbleiben!

Du weißt inzwischen, dass eine Kausalität besteht zwischen dem Erbrechen und Deinen Schmerzen. Du willst die Schmerzen nicht! Du willst gesund werden! Morgen ist ein neuer Tag, und Du wirst Dir selbst beweisen können, dass Du stärker bist als die Sucht, Dich kaputtzumachen. Vielleicht hilft es Dir, wenn Du statt "nie mehr" von Tag zu Tag denkst? "Heute werde ich nicht erbrechen, und morgen entschließe ich mich neu..."

Alles Gute für Dich!

Kommentar von gerdavh ,

Das ist ein sehr guter Rat. So funktioniert das auch bei Süchten. Entscheidungen nur für einen Tag treffen und eines Tages stellt man fest, dass man das schon ein paar Monate durchgehalten hat und aus Monaten werden dann Jahre. Ich (über)lebe schon seit über 25 Jahren auf diese Weise.

Antwort
von PedramCarriere, 31

du weisst seit 6 jahren was los ist, wie es heisst und alles logische darüber. Aber trotz schmerzen ist ein innerer drang, ein innerer befehl, der stärker wirkt als die angst vor den schmerzen. Wenn nichts körperliches das erbrechen bewirk, dann stell dir vor jemand wird von einem showhypnotiseur hypnotisiert und bekommt den posthypnotischen befehl:" wenn du in zukunft x siehst oder y fühlst musst du dich übergeben, wenn ich dich aufwecke wirst du vergessen, dass ichs gesagt habe" nun solange dieser moment des einpflanzen des posthypnotischen befehls nicht gefunden wird, kämpft die person gegen sich oder einen befehl, der ihn ohnmächtig macht. Dieser moment, wo der befehl eingepflanzt wurde kann gefunden werden und entmachtet werden. Und das kann sehr sehr schnell gehen. Manchmal war es einfach ein moment, wo die person halb beim bewusstsein war u dieser befehl wurde unwissentlich nebenbei gesagt. Manchmal sind solche befehle im mutterleib eingepflanzt worden. Z.b. eine mutter ist schwanger, morgen übelkeit usw. Der vater sagt "was ist los". Die mutter "ich, weiss auch nicht! ich muss mich einfach übergeben. Ich habe auch nichts gegessen, ich weiss nicht warum"... die elemente sind alle da. Kotzen müssen, nichts essen, und nicht wissen warum. Die kombinationen sind unendlich, aber diese momente haben ähnlivhkeiten u so kann man sie finden. Und entmachten. Oft braucht es weniger als 2 tage (6std am tag) Manchmal aber auch bis zu 5 tagen um solche momente zu finden. Normale verhaltenstherapie sucht nicht nach sowas, psychodynamische wie psychoanalyse oder tiefenpsychologisch fundierte methoden leider auch nicht. Aber genauso ging meine eigene migräne weg, den ich zwischen 12.und 20. Lebensjahr hatte inklusive kotzen und allem

Kommentar von evistie ,

Eine wunderschöne Theorie, die den Menschen zudem noch von Eigenverantwortlichkeit freispricht. Deine Patienten sind bestimmt begeistert. Aber: auf dieser Plattform geht es um hilfreichen Rat und nicht darum, Kunden zu akquirieren...

Kommentar von PedramCarriere ,

Du hast sicher recht, wenn du sagst, dass die menschen, die das gemacht haben begeistert sind. das sind sie wirklich. Ich würde aber sagen du hast, nur theoretisch recht mit der annahme es wäre nur eine theorie und es würde nicht die eigenverantwortung anheben. ich habe weder meine migräne 8 jahre lang "theoretisch" gehabt, noch ist sie seit 22 jahren "theoretisch" verschwunden. Zusätzlich dazu habe ich mich mehr mit der materie beschäftigt u helfe auch anderen. In meiner privatzeit, beruflich und gewerblich in meiner praxis trotz psychologie studium als heilpraktiker psychotherapie damit, weil ich sehe wievielen damit geholfen werden kann, nicht nur viel gründlicher sondern auch wie schnell. Und nicht nur auf symptom oder rein verhaltens ebene, sondern auf der ebene, wo entscheidungen entstehen.

PS: Keine angst ich bin nicht so ein allgemeinspezialist wie du. Ausserdem ist weder mein deutsch noch mein groß-kleinschreibung mit dir messbar. Deine erfahrung und stellung auf dieser plattform bleibt durch meine anwesenheit unangetastet. Du kannst beruhigt deine krallen wo anders ausfahren.

Kommentar von PedramCarriere ,

Um evtuelle missverständnisse zu minimieren: Es geht mir darum, dass du das bekommst, wonach du fragst: schneller u mit weniger gefahr auf rückfälle. Da du sowieso schon länger bei einem pyschotherapeuten bist, ging es mir darum, dass du die wirkprinzipien verstehst und dann deinen therpeuten fragst, ob er/sie methoden hat, die das ansprechen oder leute empfehlen kann, die es machen. Das wonach du fragen musst, ist einer der methoden, die geeignet sind eine hypnose rückgängig zu machen. Alles in der richtung kann helfen. Ich hoffe jetzt ist es klarer.

Ps: übrigens, nur weil ich in diesem bereich ausgebildet bin und seit ca. 20jahren mit leidenschaft arbeite und meine arbeit sehr liebe, heisst es nicht, dass ich auf dieser plattform auf kundenjagd bin. Ich bekomme meinen festgehalt. Die "kunden" sind selbstzahler (und volljährig) und kommen aus der nähren umgebung!

Antwort
von dustywoman88, 25

din arzt sollte dich in eine spezialklinik mit psychologischer behandlung schicken.

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