Frage von berna14, 34

Was passiert wenn man 40 antibiotikum nimmt, aber nicht am Tag. Ist das nicht gefährlich? Folgen?

Hallo Leute :-) ich habe eine Frage und zwar geht es wie in der Übberschirft geschrieben um das Medikament Antibiotikum das bei beispielsweise Krankheiten hilft. was passiert wenn man ein Antibiotikum von seinem arzt verschrieben bekommt, das aber nicht geholfen hat, man andere antibiotikum bekommt, womit man dann insgesamt 40 Antibiotikum genommen hat. Was passiert dann? Das ist doch gefährlich? Was können die Folgen sein? Ist das Krebserregend?

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von schanny, 26

40 verschiedene Antibiotika???? Habe ich das so richtig verstanden? Ich hätte spätestens beim vierten mit dem Arzt gesprochen, ob es nicht sinniger wäre, eine Bakterienkolonie anzulegen, um zu ermitteln welches das richtige Antibiotika wäre. Soviel Chemie ist sicherlich nicht gesund, sie werden über die Nieren und Leber abgebaut. Das größte Problem stellt aber sicherlich die Gewöhnung da, Bakterien passen sich dem Antibiotika an und verändern ihre Genstruktur, sie werden resistent und Anitbiotika können schlimmstenfalls nichts mehr bewirken. Sehr problematisch wird es dann, wenn der Organismus von mutliresistenten Keimen (MRSA) besiedelt wird, besonders bei imungeschwächten Patienten. Sie werden dann isoliert und saniert, das kann monatelang dauern und zu großen Komplikationen führen, wenn der Körper nicht in der Lage ist, sich dagegen zu wehren. Ich habe tagtäglich mit solchen Patienten zu tun und muss mich dementsprechend schützen. Ob es krebserregend ist, kann man nicht so behaupten, weil bei einer Krebserkrankung mehrere Faktoren zusammen kommen. Ich hoffe, ich konnte mit meiner Antwort weiterhelfen.

Antwort
von Mahut, 19

Wenn du das Antibiotikum brauchst, musst du auch zur Not 40 Tabletten nehmen, ich denke doch das du Tabletten meinst.

Ich selber habe vor 3 Jahren am Tag 3 x einen Tropf mit Antibiotikum und 3x Tabletten bekommen, und noch einen V. A. C. Verband wo auch Antibiotikum in die Wunde gepumpt wurde. Mir hat es nichts ausgemacht, noch nicht mal der Darm hat darunter gelitten.

Zum Glück hat mir die Therapie geholfen, nach 4 Wochen war ich wieder keimfrei.

Also mache dir mal keine so großen Gedanken, wenn du es brauchst und es hilft ist es ein Segen.

Kommentar von pferdezahn ,

link.springer.com/chapter/10.1007/978-3-642-97657-5_17

Antwort
von Lexi77, 17

Hallo!

Wie die meisten anderen auch, sehe ich da kein großes Problem. Wenn du 40 Tabletten meinst. Wenn man mal überlegt, dass man in der Regel 2-3 Tabletten pro Tag nimmt sind das ja ca. 2-3 Wochen. Das ist doch noch ein überschaubarer Zeitraum. Und wenn ein Antibiotikum nicht hilft und man dann ein anderes bekommt, dann kommt man ja schnell auf diese Menge/diesen Zeitraum.

Ich selber musste dieses Jahr auch häufiger mal ein Antibiotikum bekommen. Im Oktober auch sehr viel und hoch dosiert, da ich eine Blutvergiftung hatte. Als das Anfing und mein Arzt von einem "normalen" Infekt ausging, bekam ich erstmal für eine Woche ein Antibiotikum, da habe ich dann 5 Tage 3x/Tag eine Tablette genommen. Dann war es auch erst besser, das Fieber war weg, aber nach ca. 1 Woche verschlechterte sich mein Zustand wieder. Ich bin dann ins Krankenhaus gekommen und habe dort sofort wieder ein Antibiotikum, diesmal intravenös 3x/Tag bekommen. Als nach 5 Tagen der Erreger bestimmt und auch ein wirksames AB getestet war, wurde das AB nochmal gewechselt und ich bekam dann nochmal 10 Tage 3x/Tag das neue Antibiotikum.

Außer, dass ich davon relativ k.o. und schlapp war (was aber auch mit der Blutvergiftung zusammenhängen könnte), hatte ich sonst keinerlei Probleme.

Gefährlich ist es eigentlich nur dann, wenn man das Antibiotikum nicht nach Anweisung des Arztes einnimmt und z.B. früher mit der Einnahme aufhört, weil man denkt, man braucht es nicht mehr. Dann könnte es sein, dass doch noch Erreger im Körper sind und sich dann Resistenzen entwickeln und dann, wenn du irgendwann das Antibiotikum nochmal brauchst, dieses nicht mehr wirkt. Aber das Antibiotika krebserregend sein sollen, habe ich noch nie gehört.

Viele Grüße, Lexi

Antwort
von elliellen, 16

Antibiotika sollten immer nur in seltenen Fällen genommen werden, bei vielen Erkrankungen sind sie entweder nicht nötig oder sogar kontraproduktiv. Eine unabhängige Studie hat gezeigt, dass leider viel zu häufig Antibiotika verschrieben werden.

AB vernichten gesunde Darmbakterien und bei häufiger Einnahme können sich Resistenzen bilden, so würden sie in Notfällen nicht einmal mehr wirken.

Wenn Jemand ständig AB nimmt, schwächt das seine Immunabwehr und diese ist wichtig zum Schutz vor Krankheiten. Im schlimmsten Fall könnte das also, wie du schon sagst, auch zu Krebs oder anderen Krankheiten führen.

Antwort
von walesca, 13

Hallo berna14!

Da wird nicht viel passieren! Wenn das erste Antibiotikum nicht ausreichend wirkt, sollte man das Präparat wechseln. Noch besser wäre es natürlich - spätestens dann - mal einen Abstrich zu untersuchen um das passende Mittel herauszufinden. Das Wichtigste ist es aber, wenn schon ein AB nötig ist, dieses konsequent bis über eine deutliche Besserung hinaus anzuwenden und nicht zu früh damit aufzuhören. Ich habe selbst in den letzten 4 Wochen 70 AB-Tabletten benötigt!! Das einzige Problem war dabei gelegentliches Sodbrennen (kann gut behandelt werden). Nach so einer AB-Behandlung sollte man unbedingt dafür sorgen, dass die Darmflora, die ja auch auf die ABs reagiert, wieder hergestellt werden kann. Dazu gibt es auch spezielle Mittel in der Apotheke (z.B. Perenterol).

Alles Gute wünscht walesca

Antwort
von gerdavh, 13

Hallo, das einzige was hier passieren könnte - ist glücklicherweise nicht immer der Fall - dass Du krankhaften Befall des Darms mit Candida albicans bekommst, da durch Antibiotika nicht nur die krankmachenden Bakterien,sondern auch die Bakterien, die ganz normal im Darm vorhanden sind, zerstört werden.

http://www.ernaehrungstyp.com/candid.html

Bei zweimaliger Gabe von Antibiotika bekommt man nicht so schnell Resistenzen und schon gar keinen Krebs. lg Gerda

Antwort
von Anneliese08, 11

Wie hier schon geschrieben wurde, sollte die Einnahme von Antibiotikum nur in Ausnahmefällen erfolgen. Als meine Tochter damals Antibiotika nahm, bekam sie immer prompt danach Blaseninfekte. Unser Arzt ist zum Glück auch davon ebgekommen und verschreibt nur noch selten das Medikament. Erstaunlich, wieviele Alternativen es gibt. Z.B. bei Atemwegserkrankungen und Blaseninfekten nehmen wir kein Antibiotikum mehr. Man bekommt in der Apotheke gute Präparate, die schnell und gut helfen.

Ich glaube aber, dass fast jeder weiß, dass Antibiotika schädlich für die Immunabwehr sind, wer anderes behauptet, macht sich selbst was vor.

Kommentar von gerdavh ,

Das ist schon richtig - aber unsere Fragestellerin schreibt ja nicht, warum sie Antibiotika eingenommen hat. Als ich vor zwei Jahren eine beidseitige Lungenentzündung hatte, war ich sehr glücklich, dass es Antibiotika gibt. Millionen von Menschen verdanken Hr. Fleming mit Sicherheit ihr Leben - deshalb sollte man Antibiotika nicht generell verteufeln.

Antwort
von pferdezahn, 10

Wenn man nicht unbedingt ein Antibiotikum benoetigt, dann sollte man es nicht nehmen. Leider werden heutzutage Antibiotika von Aerzten verordnet, die unter der Herrschaft der Pharmalobby stehen und davon auch profitieren. Antibiotika zerstoert die Darmflora und das Immunsystem vor allem und ist fuer viele Nebenwirkungen verantwortlich. Ich kann dir nur den Rat geben, einmal intensiv danach zu googln. - http://www.tagesschau.de/inland/antibiotika-einnahme-101.html

Kommentar von pferdezahn ,

Hier noch ein Link, den Du aber in den Suchlauf geben musst. - http://www.meta.tagesschau.de/id/91314/studie-deutsche-nehmen-zu-haeufig-antibio...

Kommentar von Anneliese08 ,

Genauso ist es!

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