Was kostet die Hüftgelenksoperation, keine Krankenversicherung vorhanden
Bin ehrenamtlich in der Sozialberatung tätig und suche für einen Klienten eine (Finanzierungs-)Möglichkeit für doppelseitige OP plus Reha-Massnahmen (evtl. ambulant?) für künstl. Hüftgelenke. Leider besteht keine Krankenversicherung. Der Sozialhilfeträger lehnt die Kostenübernahme ab, es hängt ein Rechtsverfahren an bei Sozialgericht. Bis zur Entscheidung kann aber - auch nach Aussage des Gesundheitsamtes - nun nicht mehr weiter abgewartet werden. Die Degeneration der Hüftgelenke ist in den letzten beiden Jahren des Wartens auf ein unerträgliches Maß fortgeschritten. Bis jetzt bin ich wegen der zu erwartenden Gesamtkosten nicht fündig geworden, angefragte Krankenhäuser antworten (wegen Überlastung???) nicht. Meine Frage: Mit welchen Kosten muss kalkuliert werden? Am besten aufgeschlüsselt in Sachkosten, Arztkosten, stat. unterbringung, Rehakosten .... Dann habe ich eine realistischere Verhandlungsbasis. Und: Kennt jemand einen günstigen und trotzdem guten Behandlungsweg, ein behandlungswilliges Krankenhaus, das für diesen Fall in Frage kommt? Aus einem Spendentopf sind bis jetzt 5000,- EUR für die Massnahme reserviert.
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Ihre Frage nach den Kosten kann ich leider nicht beantwort, aber die angefragten Krankenhäuser antworten nicht aus Überlastung nicht, sondern weil Ihnen niemand eine Kostenauskunft geben kann, der den Patienten nicht gesehen hat.
Wenn man bei einer Autowerkstatt anruft, und sagt dass man ein Auto mit einem Unfallschaden hat, bekommt man auch keinen Kostenvoranschlag, ohne das Fahrzeug vorzuführen.
Wenn Sie eine Kosteneinschätzung haben möchten, ist der einzige Weg, den Patienten auf Privatrechnung bei einer entsprechenden Klinik vorzustellen, dort wird gemäß der Diagnosestellung eine Behandlungsplanung und auch ein Kostenrahmen erstellt.
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Auf den Punkt gebracht, allerdings allgemein gesprochen (unter Außerachtlassung möglicher Komplikationen), die Mindestkosten für eine Standardbehandlung:
- OP-Kosten inklusive Implantat und stat. Behandlung ca. 9.000 € (pro OP!)
- (Das Implantat selbst kostet zwischen 1250 und 2500 €)
- stationäre Reha ca. 3000 €
Damit wäre man bei ca. 21.000 € für eine komplikationslose Standardbehandlung eines ansonsten gesunden Patienten. Die Kosten können Klinikabhängig geringer ausfallen. Allerdings meint mein Orthopäde (Chefarzt), daß man bei einer solchen Standardbehandlung mit Kosten von mindestens 17.500 € rechnen muß.
Bei Komplikationen sollte man (auch laut meinem orthopädischen Chefarzt) mindestens 25% an Kosten draufrechnen, bei Begleiterkrankungen nochmal bis zu 25%. Die Zahlen sind übrigens aktuell.
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Unter http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-67596402.html findet man einen Artikel aus 2009. Dort heißt es: 6400 bis 6800 Euro beträgt die sogenannte Fallpauschale, die das Krankenhaus von den gesetzlichen Krankenkassen für diese Operation erhält. So legt es das neue Abrechnungssystem (DRG-System) fest, dessen Einführung in Deutschland Anfang 2003 begann. Von dieser Pauschale muss das Krankenhaus Prothese, Arztgehälter und die Pflege der Patientin bezahlen - was übrig bleibt, ist der Gewinn. Und der ist beträchtlich.
Und bei gutefrage.net/frage/kosten-fuer-eine-hueftgelenkprothese gibt es folgende Info: TaddhaeusTaddhaeus |05.11.2011 - 17:48 Deine Krankenkasse kostet das Einsetzen einer Hüftgelenksprothese inklusive stationärem Aufenthalt (geschätzt) so um die 7'500 Euro. Dazu kommen noch Kosten für Physiotherapie etc, die da nicht eingerechnet sind.
bild.de/ratgeber/gesund-fit/gesundheit/wann-sie-eine-brauchen-und-wie-lange-sie-haelt-14368276.bild.html sagt: Der Einsatz eines künstlichen Hüftgelenks kostet im Schnitt 7600 Euro und wird von den Krankenkassen übernommen.
In allen Fällen handelt es sich jeweils um Kosten für 1 Hüfte.
Eine REHA dauert ca. 2 - 3 Wochen. Zu den Kosten habe ich leider nichts gefunden.
Obiges sind nur Anhaltspunkte! Nur ein Arzt, der den Patienten untersucht hat, kann abschätzen, was die OPs im konkreten Fall kosten würden. Vielleicht kann der Arzt, der die Notwendigkeit der Hüft-OPs festgestellt hat, etwas zu den Kosten sagen.
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Hallo,
Einen genauen Betrag kann ich dir nicht nennen, aber ich habe bei meiner Mutter durch die Privatrechnungen durchaus eine ungefähre Vorstellung davon, wie hoch die Kosten sind.
Allein OP und Krankenhaus gehen in den 5-stelligen Bereich. Wohl gemerkt für eine Hüfte.
Auch stationäre Reha-Maßnahmen sind leider sehr sehr teuer. Da wäre vielleicht eine ambulante Reha dann kostengünstiger.
Was aber noch eine Möglichkeit wäre, wäre ein ein ambulanter Termin in einer Klinik, die so eine OP durchführt, zusammen mit allen bisherigen befunden, um unnötige Doppeluntersuchungen zu vermeiden. Diese soll dann einen Kostenvoranschlag erstellen.
Viel Erfolg dabei! ;-)
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Hallo! Erst mal Hut ab,ich finde es toll,dass du dich ehrenamtlich für die Sozialberatung engagierst,super!! Also eine Totalendoprothese kostet ca. 8000 Euro.Eine REHA dann nochmal ca.2000-3000 Euro.3 Wochen sollten es mindestens sein,gerade bei den Hüft-OPs sollen die Patienten wieder "alltagsfit"gemacht werden und ich kann sagen,es funktioniert hervorragend.Meine Mutter hatte vor einem Vierteljahr alles hinter sich. Auf jeden Fall solltet ihr nochmal mit den Krankenhäusern kommunizieren über die Grundkosten,die sind nämlich ähnlich bei den Hüft-OPs.Wenn der Patient so starke Schmerzen hat und die OP notwendig wird für ihn,sollte er in Widerruf gehen bei Ablehneng der Kosten durch das Sozialamt!Alles Gute und viel Erfolg
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Antwort von drvoelker 31.05.2012
Sie kostet für Selbstzahler ca. 15.000 € für eine Seite incl. Reha. Aber vielleicht klappts ja noch mit der Kostenübernahme, dann ist es umsonst.
Du hast mit Sicherheit Recht mit Deiner Info, ich befürchte aber, dass es eben die Kassensätze sind, und wohl kaum eine Klinik zu finden sein wird, die einen Selbstzahler nach Gebührenordnung/Kasse abrechnet.
Da ahne ich erheblich höhere Kosten
Das war jetzt nicht als Kritik sondern sozusagen als Zusatzgedanke gedacht
Ich hab auch schon versucht nach den Sätzen zu suchen. Aber das ist nicht so leicht. Allerdings hab ich noch gefunden, dass die Sätze geringfügig von Krankenhaus zu Krankenhaus variieren können. Wobei diese Information nicht mehr ganz frisch ist.