Was kann man tun, bei Verdacht auf ein Borderline- Syndrom?
Was kann man tun, wenn man den Verdacht hat das der Partner ein Borderline- Syndrom hat, sich aber weigert über seine Gefühle zu sprechen bzw. einen Arzt aufzusuchen? Die Symptome (Selbstverletzung, Impulsivität, Medikamentenmissbrauch, Suizidale Androhungen) sprechen absolut für das Borderline- Syndrom. Die Familie leidet darunter, die Ehe zerbröckelt und es ist nicht abzusehen, wohin diese Erkrankung noch führt. Der Mann ist allerdings schon Mitte vierzig. Gibt es Möglichkeiten ihm zu helfen?
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Liebe Schanny,
leider sprechen nicht viele Männer über ihre Gefühle, wahrscheinlich glauben sie, dass sie das weich macht und das passt wohl nicht zu einem " richtigen " Mann. Dabei würde es vielen Männern gut tun, wenn sie reden würden...
Auch wenn es erstmal nicht verständlich ist, so sollte man einem Borderliner im Moment der Selbstverletzung keine Gefühle zeigen. Weder positive noch negative. Merkt ein Borderliner, dass er durch verletzendes Verhalten Zuwendung bekommt, wird er das immer wieder so anwenden. Deshalb gilt: Sich ausschließlich um die Verletzung / Wunde kümmern ohne ein Gefühl zu zeigen.
Außerdem würde ich empfehlen, dass du dich über diese Erkrankung weiter informierst. Am besten bei Menschen, die entsprechend ausgebildet sind oder du gehst tatsächlich mal in eine Angehörigengruppe. Ich finde es wichtig, dass immer auch die Partner über diese Erkrankung informiert sind. So lässt sich manches unerklärliche Verhalten erklären.
Was das Alter des Patienten angeht, so ist es nie zu spät Hilfe anzufordern. Dazu muß ein Patient allerdings einsichtig sein. Es gibt seit einigen Jahren eine wirklich erfolgversprechende Therapie, DBT genannt. (dehabiviorale Therapie; hoffe, ich hab's richtig geschrieben) Sie wird stationär in der Psychiatrie angeboten.
Ich wünsche dir viel Kraft, schanny. Liebe Grüße von polar66
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das problem ist, dass dein mann selbst einsehen muss, dass er ein problem hat. leider kann das lange dauern und manchmal muss derjenige erst ganz unten sein, damit er hilfe zuläßt. es bringt leider auch nichts, ihn zu bedrängen oder gar zu zwingen, sich behandeln zu lassen. an deiner stelle würde ich mal mit deinem arzt über das problem sprechen. ggfls. kannst du dir als angehörige hilfe holen, damit du tipps bekommst, wie du mit der situation umgehen sollst. meine idee wäre evtl. ein gespräch mit einem psychotherapeuten oder eine selbsthilfegruppe für angehörige! wenn du gestärkt bist, wirst du auch ganz anders mit deinem mann umgehen und evtl. zeigt ihm das, dass er ein problem hat. leider ist es auch so, dass schlimmstenfalls eine trennung (wenn auch nur auf zeit) notwendig ist, damit der rest der familie nicht auch noch krank wird. pass auf euch auf!!! eine zwangseinweisung ist ganz schwierig. dazu muss schon wirklich was passieren.
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Dem ist nichts hinzuzufügen, so ist es. Ich wünsche, dir schanny und deinem Mann alles Gute!