Frage von Jonas1985, 61

Was kann ich tun gegen ständige Erschöpfung?

Hallo,

ich wende mich jetzt mal an euch, da ich nicht mehr weiter weiß. Ich bin 30 Jahre alt und leide nun seit etwa einem halben Jahr darunter, dass ich ständig müde und kaputt bin.

Ich bin durchaus vorbelastet, denn seit dem 17. Lebensjahr leide ich an Panikattacken und seit etwa 10 Jahre trinke ich regelmäßig Alkohol. Ob ich Depressionen habe, kann ich nicht richtig einschätzen, aber ich schätze mal schon.

Die Probleme treten seit etwa sechs Monaten täglich in der Form auf, dass ich mich spätestens ab mittag ziemlich erschöpft fühle. Mir ist dann schwindelig und es fällt mir schwer klar zu denken. Manchmal muss ich aufpassen nicht umzukippen. Ich spüre auch eine Art Druck im Kopf, mal mehr mal weniger mit Kopfschmerzen. Nun kam vor vier Monaten noch ein Ohrensausen hinzu, das seitdem rund um die Uhr vorhanden ist. Geräusche tun dann in den Ohren weh und irgendwie hört sich alles gedämpft an. Das alles macht mir schwer zu schaffen. Man sieht es mir auch im Gesicht immer mehr an. Ich bekomme überall rote Flecken und tiefe Augenringe. Irgendwie stehe ich die ganze Zeit unter Stress, da ich mir auch nachts die Zähne kaputtbeiße. Dagegen trage ich nun seit kurzer Zeit eine Aufbissschiene.

Was ich bislang versucht habe... Im Januar eine Alkoholentgiftung in einer Klinik. Da wurde ich mit Tabletten ordentlich vollgepumpt und es ging mir in der Zeit auch richtig gut. Allerdings habe ich da fast den halben Tag geschlafen. Zurück daheim aber gleich wieder angefangen zu trinken. Muss dazu sagen, ich trinke am abend eine Flasche Wein. Das ist viel, klar, aber nicht soviel, dass mich das für den nächsten Tag umhauen würde. Im Februar dann eine Woche komplett auf Alkohol verzichtet, aber besser gings mir nicht. Blutuntersuchungen sind alle ohne Befund, Hirnströme messen ebenfalls. Herz, Leber, Nieren, Magen auch in Ordnung. Blutdruck ist/war etwas hoch 140-150, aber jeder Arzt sagte mir, dass es damit eher nicht zusammenhängt. Seit ein paar Tagen nehme ich auch ein Medikament gegen den hohen Blutdruck und er ist nun nur noch leicht erhöht.

Ich muss sagen, ich bin total verzweifelt, da ich so kein normales Leben mehr führen kann. Der Alkohol muss weg, das ist klar, aber er ist für meine Begriffe nicht der Auslöser für mein Empfinden, er verstärkt das lediglich. Ich trinke hauptsächlich um Schlaf zu finden. Gegen Antidepressiva habe ich mich bislang immer gewehrt, da ich Angst vor den Nebenwirkungen habe, wie zb. starke Gewichtszunahme oder gefühlskalt zu werden und allgemein habe ich Angst vor Nebenwirkungen, da ich kein Vertrauen mehr in meinen Körper habe. Ich war bis vor nem halben Jahr - trotz der psychischen Probleme usw. - an sich ein fröhlicher Mensch und konnte mich für Dinge begeistern. Das alles fällt mir nun immer schwerer. Ich möchte einfach wissen was das ist und dass es aufhört. Ich kann nicht beurteilen, ob es seelisch oder körperlich ist. Aber der Körper reagiert zumindest drauf...

Danke für's lesen.

Antwort
von StephanZehnt, 32

 Hallo Jonas,

um Dir die Frage besser beantworten zu können müsste man wissen wie Dein Tag so verläuft.

Du schreibst von Depressionen von Alkohol udgl..

Also die Frage ist wie ernährst Du Dich insgesamt.  Das zuviel an Alkohol hat auch Einfluss auf die Aufnahme von wichtigen Vitaminen.wie der Vitamine B insgesamt.

Siehe vor allem den unteren Teil  (http://www.gesundheits-lexikon.com/Ernaehrung-Diaeten/Genussmittel/Alkohol.html)

Was den Alkohol angeht sollte der Konsum in etwa so im Höchstfall  aussehen Für Männer liegen diese bei bis zu zwei Gläsern Bier à 0,33 Liter oder zwei kleinen Gläsern Wein a 0,1 Liter pro Tag.Für Frauen liegt die risikoarme Dosis genau bei der Hälfte. An zwei Tagen pro Woche
Du trinkst weit über das Limit hinaus wo man sagen könnte das schadet der Gesundheit nicht  Nur Deinem Alter und das Du noch nicht bei den harten Sachen angekommen bist,(Schnaps udgl.)  ist zu verdanken das Du noch keine gesundheitlichen Probleme hast.

Es wäre aber jetzt wenig erfolgreich Dir zu sagen OK Du  muss da runter. Ich schätze das kann man nur mit Hilfe der https://www.anonyme-alkoholiker.de/  klären.

Ich weis nicht ob Du sonst genügend trinkst. (Flüssigkeitsmenge Wasser usw. 2 Liter)

Dazu kommt das man sich oft bewegt. (Sport)  Jogging odgl. es werden  nicht nur Serotonin oder Endorphine ausgeschüttet.  Wer zu wenig Bewegung hat leidet eher an Müdigkeit.

  Also nur Du weist genau wo Du etwas ändern musst!

Gruss Stephan 

.

Antwort
von Hooks, 12

Laß dringend Deinen Vitamin-D-Spiegel messen! Ich vermute starken Mangel. Gerade in der dunklen Jahreszeit gehen die Pegel zurück.

Und dann nimm in der ersten Woche 1 Mio.IE, um die Speicher aufzufüllen - die Ärzte verschreiben einem oft nur die Erhaltungsdosis und vergessen die Anfangsdosis, die die Speicher erstmal auffüllen muß.

Ich habe mich selbst versorgt bei WLS products, die haben 50.000er Kapseln. Die ersten drei Wochen 1 am Tag (!)

Laß die Aufbißschiene weg, die verstärkt das Beißen (um den Fremdkörper loszuwerden) und nimm stattdessen Magnesium, mindestens 10 mg/kg Körpergewicht täglich, eher mehr. Überdosierung macht Durchfall, dann nimm wieder ein bißchen weniger.

Alkohol schwemmt Magnesium aus, aber auch die anderen Vitalstoffe, wie Kalium und Vitamin-B-Komplex. Letzteren solltest Du unbedingt zuführen, ratiopharm bietet einen guten an (davon aber 3 an Tag). Im Internet zu suchen unter medizinfuchs.de

Antidepressiva laß auch weg, das Zeugs taugt nicht viel und zieht einen Rattenschwanz an Problemen nach sich!

Ohrensausen liegt am Mangel von B und Magnesium, auch D ist im Gespräch.



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