Frage von Peterle,

Was kann ich selbst gegen Hämoriden tun?

Ein leidiges Thema, denn seit Jahren leide ich unter Hämoriden. Mir wurden in den letzten Jahren schon so viele Hämoriden entfernt und immer wieder tritt eine neue auf. Kann man eigentlich selbst etwas gegen die Hämoriden tun oder müssen sie auf jeden Fall im Krankenhaus oder vom Arzt in der Praxis behandelt werden?

Antwort von Auskunft,
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Da informiert onmeda recht ausführlich:

"Die Beschwerden bei vergrößerten Hämorrhoiden (Hämorrhoidalleiden) können Sie dauerhaft lindern, wenn Sie im Laufe der Therapie einen weichen, geformten Stuhlgang erreichen, den Sie ohne Pressen entleeren können.

Verstopfung entgegenwirken

Einem zu harten Stuhlgang oder Verstopfung können Sie zum Beispiel durch folgende Punkte entgegenwirken:

  • Achten Sie auf ausreichend Bewegung.

  • Ernähren Sie sich ausgewogen und ballaststoffreich und essen Sie viel Gemüse und Obst.

  • Vermeiden Sie blähende Speisen.

  • Achten Sie darauf, ausreichend zu trinken, mindestens 1,5 bis 2 Liter am Tag.

Bei dauerhaften Verstopfungsbeschwerden hilft es in vielen Fällen, täglich Weizenkleie mit viel Flüssigkeit einzunehmen. Auf Analhygiene achten

Eine gründliche Analhygiene ist bei vergrößerten Hämorrhoiden (Hämorrhoidalleiden) wichtig, um die Beschwerden zu lindern. Sitzbäder und Umschläge mit Kamille können hilfreich sein. Auf Seife, feuchte Tücher oder Kosmetika sollte man lieber verzichten, um die Analregion nicht zusätzlich zu reizen.

Bei leichten Beschwerden

Leichtere Beschwerden kann man meist erfolgreich mit Hämorrhoidalsalben oder -zäpfchen behandeln.

Einige enthalten Kortison, andere werden auf Basis eines natürlichen Wirkkomplexes aus inaktivierten Mikroorganismen, dem Zusatz von Lidocain zur akuten Schmerzlinderung oder auch mit Hamamelis hergestellt.

Diese Präparate sind ohne Rezept in der Apotheke zu erwerben.

Sie lindern die Entzündung, bekämpfen akute Schmerzen und stillen den Juckreiz.

Bei anhaltenden Beschwerden oder wenn Hautreizungen auftreten, sollte man diese Salben und Zäpfchen allerdings nicht unkontrolliert und dauerhaft ohne Rücksprache mit dem Arzt anwenden.

Seit 5. Mai 2010 sind Medikamente mit dem Wirkstoff Bufexamac in Apotheken nicht mehr erhältlich. Bufexamac ruft nämlich Nebenwirkungen hervor, die den Symptomen der ursächlichen Beschwerden so sehr gleichen, dass sie gar nicht als Nebenwirkungen erkannt werden. Das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte kam deshalb zu dem Schluss, dass der mögliche Schaden Bufexamac-haltiger Arzneimittel nicht vertretbar ist. Die Zulassung wurde wegen des erhöhten Risikos von Kontaktekzemen widerrufen."

(http://www.onmeda.de/krankheiten/haemorrhoiden-therapie-1258-8.html)

Bei stärken Beschwerden hilft nur der Gang zum Arzt:

"Bei stärkeren Symptomen kommen verschiedene Therapiemöglichkeiten in Betracht.

Hämorrhoiden der Grade I und II können mit der sogenannten Sklerosierungstechnik verödet werden. Hierbei spritzt der Arzt an den Gefäßzuflüssen der Hämorrhoiden ein Mittel, welches das Gewebe schrumpfen und verfestigen lässt (z.B. fünfprozentiges Phenolmandelöl).

Auch die sogenannte Gummibandligatur (Ligatur = Abbinden) kann bei Hämorrhoiden helfen. Bei dieser Methode schnürt der Arzt die Hämorrhoidalknoten mithilfe eines Gummibands ab. Die Knoten sterben innerhalb weniger Tage ab, sodass der Körper sie abstößt.

Eine weitere Behandlungsmethode ist die Infrarotkoagulation, bei der der Arzt die Hämorrhoidalknoten durch eine Infrarotsonde verödet.

Zeigen diese Verfahren keine Erfolge oder liegen Hämorrhoiden im weiter fortgeschrittenen Stadium vor, müssen die Knoten in der Regel operativ entfernt werden.

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