Frage von Mark555, 75

Was kann ich endlich gegen mein Haarausfall mit 18 Jahren tun??? Bitte helft mir!!!

Hallo. Ich bin 18 Jahre alt. Mein Haarausfall hat mit 16 1/2 Jahren angefangen. Ich sehe wie ein alter Opa aus mit 18 Jahren!!!! Ich bin sehr verzweifelt. Ich sehe nun sehr hässlich aus und ich kriege auch Depressionen deswegen. Ich habe ein Blutprobentest durchgeführt. Es war alles in Ordnung. Danach war ich beim Endokrinologen und er hat folgende Diagnosen: Autoimmunthyreopathie, Euthyreote Stoffwechsellage und Verdacht auf kortikotrope Dysfunktion (leider weiss ich nicht was das alles mit dem Haarausfall zu tun haben könnte). Der Tg-AK Wert ist zu hoch (mein Wert: 1454.00 lU/ml, Normwert <20-50), Thyreoglobulin Wert niedrig (Mein Wert: <0.20 µ/ml, Normwert 1.7-55.6) und TG-Wiederfindung ist zu niedrig (mein Wert: 13.63%, Normwert 75-125%). Der Endokrinologe meint, dass es androgenetische Alopezie sei. Zudem war ich noch bei einem Naturheilpraktiker (Hausarzt). Der hat bei mir ein Urin Hg Schnelltest (Quecksilbertest) durchgeführt für 24 Euro. Er hat bei mir 0,05mg/l (50µg/l) Quecksilber gefunden. Er meint es sei viel. Zudem wurde noch im Urin viel Zink und Kupfer gefunden. Ich habe mir für 180 Euro Medikamente gekauft, die dann mein Quecksilber aus dem Körper ausleiten (Vitamin C 500mg Kapseln, Vitamin B-Komplex Kapseln, Selen 200µg Kapseln, Zink 15mg Kapseln, L-Cystein 500mg Kapseln, Biochlorella-Alge Kapseln, Magnesiumkapseln, Kräuterextraktmischung 1-Tr. und Montilo HE-Pulver).Ich weiß echt nicht weiter. Mein Vater hat sogar mehr Haare als ich! Mein Opa väterlicherseits hat Haarausfall und von meinem Vater der Bruder hat Haarausfall. Sonst hat niemand aus meiner Familie Haarausfall. Denkt ihr es ist androgenetische Alopezie oder doch eher wegen dem Quecksilber?

Der Endokrinologe hat zudem eine Beurteilung der Laborwerte aufgeschrieben. Die werde ich euch jetzt hinschreiben: ACTH und Cortisol waren basal normal. Unter CRH grenzwertige Stimulierbarkeit des Cortisol auf 16,9 µg/dl. Bei der grenzwertigen Reaktion kann eine kortikotrope Dysfunktion nicht sicher ausgeschlossen werden. Ein Zusammenhand zwischen dem Befund und dem Haarausfall ist trotzdem fraglich. Ich empfehle zur Sicherheit jedoch die Durchführung eines Insulinhypoglykämietests zur Abklärung, ob eine Hydrocortisonsubstitution indiziert wäre.

Die SD-Stoffwechsellage war weiterhin euthyreot. Der TRAK-Spiegel war im Rahmen der Autoimmunthyreopathie weiterhin hoch. Meines Erachtens handelt es sich nach wie vor um eine androgenetische Alopezie. Bei dem grenzwertigen TSH-Spiegel und der Autoimmunthyeopathie kann versuchsweise eine Therapie mit L-Thyroxin 25 µg 1-0-0 unter Beobachtung der Symptomatik eingeleitet werden.

Zudem habe ich nächste Woche Dienstag ein Termin beim Dermatologen damit er sich das auch mal anschauen kann (nochmal). Ich werde ihn bezüglich einer Haaranalyse ansprechen. Es kostet für mich als Schüler nur 50 Euro (Normalpreis:80 Euro). Denkt ihr die Haaranalyse wird mir helfen? Ein Bild von meinen Haaren ist auch dabei. Bitte helft mir!!!

Antwort
von StephanZehnt, 51

Hallo Mark,

das mit der Androgenetische Alopezie also Anlagebedingten Haarausfall ist erblich bedingter Haarausfall. Wenn der Großvater Deiner Mutter schon deutlichen Haarausfall hatte - ist das die Quelle des Problems. Also die Verwandtschaft i Deinem Umkreis. Nun schreibst Du auch von Autoimmunthyreopathie wenn dies längere Zeit nicht behandelt wird kann dies auch eine Ursache des Haarausfalls sein..

Ja und das Queckslber die WHO gibt einen PTWI-Wert von 5 µg/kg Körpergewicht pro Woche für Quecksilber, gesamt, davon 3,3 µg/kg Körpergewicht pro Woche für Methyl-Quecksilber an. Die Niere scheidet im begrenzten Umfang Schwermetalle die sich im Körper anreichern aus! Nun befinden sich in unseren Lebensmitteln geringste Mengen von Schwermetallen. Selbst für Trinkwasser gelten Grenzwerte, ja und das ist eines der saubersten Lebensmittel die wir haben! Es hat aber nichts mit dem Haarausfall zu tun. Da müssten die Werte deutlich höher sein und andere Symptome dazu auftreten!

  • Blei 10 µg/l
  • Cadmium 5 µg/l
  • Quecksilber 1 µg/l.

Bei Haarausfall sollte der erste Weg zu einer Haarsprechstunde bei einem Dermatologen führen. Es gibt eine Seite wo man evtl. so etwas finden könnte .haar-ausfall.com. Es hat wenig Sinn da irgend etwas teures in die Haare zu schmieren, was an die Haarwurzeln niemals ran kommt.

Also Dermatologe Haarsprechstunde - Hormonprobleme Schilddrüse -Nebennieren abklären lassen. Ob da Handlungsbedarf besteht. Es kaum gelingen schon ausgefallenes Haar wieder neu sprießen zu lassen.

VG Stephan

Kommentar von StephanZehnt ,

Nun Diabetes kann u.U. auch Ursache von Haarausfall sein aber das hätte der Endokrinologe schon gesagt wenn Du Diabetes gehabt hättest.

Kommentar von Mark555 ,

Mein Vater hat sogar mehr Haare als ich und der Opa meiner Mutter hatte nie Haarausfall. Auch der Vater meiner Mutter(mein Opa) hat sogar mehr Haare als ich! Nur von meinem Vater der Bruder hat Haarausfall und mein Opa väterlicherseits hat auch Haarausfall (für seine 76 Jahren ist es normal).

Kommentar von Mark555 ,

Kannst du mir vielleicht sagen was eine Autoimmunthyreopathie ist? Inwieweit hat es Auswirkungen auf den Haarausfall? Bitte hilf mir. Denn nur ihr seid meine letzte Rettung bei meinem Haarausfall. Die Dermatologen haben mich schon aufgegeben ohne richtig auf meine Haare zu schauen. Ich will nicht mehr in der Schule gemobbt werde wegen des Haarausfalls.

Antwort
von gerdavh, 48

Hallo Mark. Ich habe eben deine Frage gelesen. Ich werde mich morgen früh ausführlich dazu aeussern. Habe jetzt nur mein Handy zur Verfügung. Ich werde mich auf alle Fälle melden habe selbst diese Autoimmunerkrankung. Muss wegen deiner Blutwerte erst recherchieren. Bin der Ansicht dass das die Ursache ist. LG Gerda

Kommentar von Mark555 ,

Danke für deine Antwort. Wäre toll wenn ich endlich eine Ursache finde. Denn ich brauche dringend Hilfe!!! Es ist schön zu hören, dass es doch wenige Menschen gibt, die mir helfen können.

Kommentar von gerdavh ,

Ob ich Dir weiterhelfen kann, weiß ich nicht, aber ich versuche es zumindest. Erst mal zu Deinen Laborwerten bezüglich Schilddrüse. Ich empfinde Deine Werte als ungeheuerlich hoch. Nur mal für Dich als Vergleich meine Werte, als ich meine Diagnose bekam:

  • FT3 RIA. 3,17 pg/ml
  • FT4 RIA. 0,89 ng/dl
  • TSH-basal. 3,53 µU/ml
  • Mikrosomale AK (TPO-AK). 21 iU/ml
  • TSH-Rezeptor (TRAK). < 1,8 iU/l

Ich wurde damals direkt mit 50 µg Thyroxin eingestellt. Ich bin kein Endokrinologe oder Nuklearmediziner, aber mir erscheinen 25 µg Thyoroxin wenig. Will er das einschleichend geben? Hat er dazu was gesagt, ob er nach und nach die Dosis erhöhen will? Ich stelle Dir mal einen Link über diese Erkrankung rein, wo beschrieben ist, dass es durch Hashimoto - so nennt man diese Autoimmunerkrankung der SD - zu weiteren Autoimmunerkrankungen kommen kann, die durchaus mit Haarausafall einhergehen (hier ein Ausschnitt: Häufig besteht eine Assoziation mit anderen Autoimmunerkrankungen (mit bestimmten HLA-Merkmalen):

Alopecia areata (kreisrunder Haarausfall)

http://www.gesundheits-lexikon.com/Schilddruese/Hashimoto-Thyreoiditis/

Wäre ich an Deiner Stelle, ginge ich nochmal zu einem anderen Endokrinologen, um mir eine Zweitmeinung einzuholen. Ich bin kein Arzt, aber ich habe schon oft im Hashimoto-Forum Beiträge gelesen, dass einige Patienten unter starkem Haarausfall litten. Da kannst Du Dich übrigens auch mal anmelden. Da schreiben ausschließlich Patienten mit dieser Autoimmunerkrankung. Ich bin mir ganz sicher, dass Dir da aufgrund von Erfahrungswerten besser geholfen werden kann. Was ist eigentlich mit Deinem Hormonspiegel? Hat der Endokrinologe mal einen Hormonstatus gemacht? Auch ein starkes Ungleichgewicht der Hormone kann ein Grund für Deinen so frühen, extremen Haarausfall sein. Dein Arzt schreibt, dass er glaubt, dass das genetisch bedingt ist. Natürlich gibt es das, aber Du erscheinst mir doch zu jung, für so extremen Haarausfall. Nun zu dem Quecksilber. Die Frage ist, warum sich bei Dir ein erhöhter Quecksilberspiegel im Urin niedergeschlagen hat. Was hat der Heilpraktiker denn dazu gesagt, was hier die Ursache sein könnte? Eine chronische Quecksilbervergiftung kann man durch Amalgamplomben bekommen. Wenn Du diese Plomben hast, musst Du die so bald als möglich entfernen lassen. Ich kann verstehen, dass Du verzweifelt bist und deshalb nochmals zum Dermatologen möchtest. Aber ich habe meine starken Zweifel, dass der hier helfen kann. Wie bereits geschrieben, melde Dich mal im "Hashimoto Forum" an und hole Dir eine zweite Beurteilung eines anderen Endokrinologen. Wie sieht eigentlich Deine Schilddrüse aus? Sind die Schilddrüsenlappen stark verkleinert? Ich hoffe sehr für Dich, dass man Dir helfen kann. lg Gerda

Kommentar von gerdavh ,

Anmerkung: Den Insulinhypoglykämietest würde ich an Deiner Stelle durchführen lassen, habe ich ganz vergessen, da Dein Text ja sehr umfangreich ist. Alles Gute für Dich. lg Gerda

Antwort
von ErikCR, 40

Es liegt höchstwahrscheinlich in der Familie und du hast es geerbt. Es ist anlagebedingter Haarausfall (Androgenetische Alopezie). Du kannst jetzt Minoxidil nehmen (erhöt Kopfhautdurchblutung und fördert damit das Haarwachstum) DHT-Blockierer nehmen wie Finasterid (und die mögliche langfristige Nebenwirkungen in Kauf nehmen) oder eine natürliche alternative wie z.B TRX2 wählen.

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