Frage von Harald23, 386

Was ist von Trinkwasseraufbereitungsanlagen zu halten?

Hallo,

ich überlege mir, ob ich eine Trinkwasseraufbereitungsanlage kaufen soll. Genauer gesagt: eine Umkehrosmoseanlage. Habt ihre eine Meinung dazu?

Antwort
von Winherby, 386

Hallo Harald23,

ich kann Dir nur dringlichst raten, vom Erwerb dieser Anlage abzusehen. Ich denke, es gibt wesentlich preiswertere Möglichkeiten, um sauberes Wasser zu trinken. Die Hysterie einiger Zeitgenossen wegen der Mineralien im Wasser ist nicht nachzuvollziehen, wenn man seriösen Quellen vertrauen darf. @Rappelkiste hat Dir einen sehr guten Link empfohlen, ich empfehle zusätzlich diesen zu lesen: http://www.nam.de/calcium.htm
Da kannst Du lesen was es mit Calcium so auf sich hat was unsere Gesundheit betrifft. Wenn Du in der Browserzeile das calcium durch magnesium ersetzt, findest Du alles Wichtige über Magnesium, es ist im Kontext zum Calcium unerlässlich.

Noch mal zu Schluss: Alle Lebewesen trinken seit es Lebewesen gibt Wasser incl. den darin gelösten Mineralien, also ein völlig natürlicher Vorgang. Der gesamte Zellaufbau bei Flora und Fauna ist auf Mineralien zwingend angewiesen. Deshalb ist es ungesund Wasser ohne Mineralien zu trinken.

Vertreter von diesen Osmose-Anlagen sind diejenigen im Net, die das Gegenteil behaupten. Weil sie nur unser Bestes wollen, nämlich unser Geld. LG

Kommentar von pferdezahn ,

Diesmal liegst Du total falsch, >Deshalb ist es ungesund Wasser ohne Mineralien zu trinken< Google Mal, wie viel Millionen Menschen destilliertes Wasser, also ohne den anorginischen Mineralien, trinken? Da muessten die ja alle nach deiner Meinung krank sein, aber das Gegenteil ist der Fall. Destilliertes Wasser wurde schon in U-Booten getrunken und wird auch in der Pharmaindusrie, Kosmetik und der Medizin verwendet, wo es auf hoechste Reinheit ankommt.

Kommentar von Winherby ,

Untersuchung zur ernährung-sphysiologischen Bedeutung von Trinkwasser in Deutschland – von Prof. Dr. Helmut Heseker, Universität Paderborn

“Bioverfügbarkeit” von Mineralstoffen. Um für den Organismus verfügbar zu sein, müssen Mineralstoffe in löslicher Form — entweder ionisiert oder komplex gebunden — vorliegen. Die Absorptionsrate ist außerdem stark abhängig von der angebotenen Menge: geringere Zufuhrmengen werden im Vergleich zu hohen Zufuhrmengen signifikant besser absorbiert. Die Bioverfügbarkeit wird für Calcium mit 25 bis 45 % und für Magnesium mit 35 bis 70 % angegeben (Schaafsma, 1997). Die Bioverfügbarkeit von Mineralstoffen aus Wasser wurde lange Zeit als eher gering angesehen. Mit modernen Tracermethoden (= Verabreichung stabiler Isotope) durchgeführte Untersuchungen am Menschen haben für Calcium ebenfalls eine Bioverfügbarkeit von 25 bis 45 % aus Wasser ergeben. Damit ist die Bioverfügbarkeit für Calcium aus Wasser ebenso hoch wie aus Milch (Heaney und Dowell, 1994; Couzy et al., 1995; Wynckel., et al., 1997). Calcium und Magnesium sind lebenswichtige Mineralstoffe. Der Bedarf ist u. a. abhängig vom Lebensstil. Körperliche Inaktivität erhöht den Calciumbedarf. Die wichtigsten Calcium und Magnesiumquellen sind feste Nahrungsmittel und Milch.In Wässern vorkommende Mineralstoffe verfügen über eine hohe Bioverfügbarkeit.”

Das Osmosewasser, wie auch destilliertes Wasser sind in ihrer Entmineralisierung gleich. Es ergibt sich bei beiden genau die gleiche Bedenklichkeit beim Verzehr. Flüssigkeiten mit unterschiedlicher Sättigung streben immer danach einen Ausgleich herzustellen. Destilliertes Wasser ist hervorragende geeignet, für Bügeleisen und Autobatterien. Das Wasser aus einem Umkehrosmose Filtersystem wird auch in der Aquaristik für besonders empfindliche Fische eingesetzt. Der PH-Wert des „Trinkwasser“ wird bei dem Umkehr-Osmose-Verfahren auf ca. 5,8 bis ca. 4,5 gesenkt. Wasser hat, wie schon erwähnt die Eigenschaft bzw. das bestreben, sich immer wieder zu sättigen und kann somit den Säuren-Basen-Haushalt des Organismus ins Ungleichgewicht bringen, was seit Jahrzehnten in der Wasserforschung nachgewiesen wird, auch durchaus zu Krankheiten führen.

Deshalb raten Umweltbehörden und Wasserforscher jedem davon ab seinem Körper, Umkehrosmose – Wasser auf Dauer zuzuführen. “Einer der (bei weitem) geistreichsten Männer der jüngeren Zeit, Dr. med. Hans Nieper, war gegen die Langzeiteinnahme von destilliertem Wasser, weil es keine Mineralstoffe enthielt, die ihm eine “Ladung” verliehen hätten, und auf diese Weise reinstes H2O darstellte (das so in der Natur nicht vorkommt). Es gibt (eine ganze Reihe) Forschungsarbeiten darüber, dass sich der Bedarf an Mineralstoffen, der durch den Konsum großer Mengen mineralstofffreien Wassers entsteht, selbst durch mineralstoffreiche Nahrung nicht mehr abdecken lässt.”

Antwort
von Rappelkiste, 352

Ich persönlich habe keine besondere Meinung dazu. Aber hier wird ziemlich eindringlich davor gewarnt: https://www.wasserklinik.com/umkehrosmose-filter-warnung/

Antwort
von pferdezahn, 270

Darueber wurde in "gesundheitsfrage.net" schon des oefteren diskutiert. Ich glaube, dass ich einer der ersten war, der Wasseraufbereitungsanlagen fuer gut hielt, und deswegen auch schon so einige Schlachten hinter mir habe. Nun, ich habe mich durch niemanden beirren lassen, und trinke schon seit ueber 30 Jahre destilliertes Wasser. Angefangen habe ich mit Dampfdestillierer, und die Geraete waren einfach zu bedienen, und was bei ihnen gut war, ich konnte immer erkennen, wie verschmutzt und kalkhaltig das Trinkwasser war (im Raum Hessen). Einem Freund in Bayern, dem ich auch ein Dampfdestilliergeraet empfohlen hatte, benoetigte dieses nicht, da er keinen verschmutzten und kalkhaltigen Niederschlag im Destiller fand. Spaeter erfuhren wir, dass Bayern die beste Trinkwasserqualitaet von der Bundesrepublik, ja sogar von Europa, besitzt. Was andere sagen und die ganzen Berichte und Links ueber Wasser interessieren mich nicht, denn ich weiss, wie ein Kaffee oder Tee mit destillierten Wasser schmeckt. Bei einem Tee kann man den Unterschied sofort erkennen, da dieser bedeutend heller ausfaellt, als ein Tee mit Wasser aus der Leitung. Meine Frau kocht sogar mit destilliertem Wasser. Fuer einige Unwissende muesste ich schon laengst gestorben sein, weil ich totes Wasser trinke, aber ich bin noch quicklebendig und gesund.

Kommentar von pferdezahn ,

Musste leider Mal kurz unterbrechen.- Ich lebe nun seit fast 10 Jahren auf den Philippinen, habe die erste Zeit mein Wasser hier ebenfalss dampfdestilliert, bis ich erfahren habe, dass man hier destilliertes Wasser kaufen kann, welches sogar sehr viel getrunken wird. Es gibt hier genuegend Wasserlaeden, die es selber herstellen und sogar in 10 Liter Behaelter anbieten. In den USA und in vielen arabischen Staaten haben Osmoseanlagen sich millionenfach bewaehrt. Die Leitungswasserqualitaet in Deutschland ist zwar gut, und meist sogar besser als das Mineralwasser, aber man kann schliesslich nicht alle Unreinheiten herausfiltern. Ausserdem ist der enthaltene Kalk im Wasser (Calcium- und Magnesiumverbindungen) kein organischer Kalk, sondern anorganischer Kalk, welcher fuer unseren Koerper nutzlos ist, und sich nur im Organismus als Ablagerungen oder Schlacken ansammelt, weil er nicht total ausgeschieden werden kann. Bevor Du dir ein Aufbereitungsgeaet besorgen solltest, solltest Du dich erst gruendlich informieren, und auch Testberichte lesen, welche Geraete tauglich dafuer sind. Google Mal gruendlich darueber nach, auch ueber die Trinkwasserqualitaet oder besuche gute Buchhandlungen (Hugendubel), da findest Du guten Stoff ueber Trinkwasser.

Kommentar von Winherby ,

@pferdezahn:

Seit Urzeiten trinken Tiere und Menschen Wasser aus Seen, Bächen und Flüssen. Dort ist aber kein entmineralisiertes Wasser drin. Das Wasser hat immer einen Mineraliengehalt, nur unterschiedlicher Ausprägung je nach Gegend. Ausnahme ist wohl das Regenwasser, das als destilliertes Wasser vom Himmel fällt. Sobald dieses "leere" Regenwasser in den Erdboden eindringt, löst es völlig natürlich Mineralien aus den Steinen und Böden und nimmt es mit. Daher ist es völlig natürlich, dass Lebewesen mineralisiertes Wasser zu sich nehmen, ohne daran zu erkranken. Diese Osmoseumkehranlagen sind eine Erfindung der Neuzeit und mMn zur Trinkwasserbereitung unnötig. Für hochempfindliche Zierfische soll es gut sein sagen Aquarianer.

Wenn Mineral haltiges Wasser so ungesund wäre, wie Du immer so schreibst, dann ist es doch höchst erstaunlich, dass es die Menscheit bis heute durchgehalten hat.

Organische Mineralien gibt es nicht, auch wenn Du nicht müde wirst das Gegenteil zu behaupten. So bleibt Calcium immer Calcium, egal ob es gerade im Wasser herumschwimmt, oder in eine Knochenzelle eingebaut ist, oder in die Zellwände von Brokkolie, Calcium wird nieee lebendig, der Aggregatzustand ist immer fest. Das Gleiche gilt natürlich auch für Magnesium und andere Mengen- und Spurenelemente, Punkt.

Dass es Dir gesundheitlich noch gut geht, obwohl Du seit 30 Jahren nur Bügelwasser trinkst, freut mich und beweisst lediglich, dass Du Dich ausreichend anderer Mineralienquellen bedienst, - soweit meine Meinung dazu, lG.

Kommentar von pferdezahn ,

Mein lieber @Winherby, leider kennst Du immer noch nicht den Unterschied zwischen organische und anorganische Salze, und solltest doch Mal darueber googln. Warum sollen wir denn vermehrt frisches und rohes Obst und Gemuese verzehren, oder warum ist das so gesund? Etwa weil es >anorganische< Salze oder Mineralien enthaelt? Nein, das Gegenteil ist der Fall, weil es lebendige Nahrungsmittel sind, und die Mineralstoffe >organisch< sind. -Dass die Menschheit bis heute durchgehalten hat-, bestreitet niemand, aber "WIE." Woher kommt denn Rheuma, Arthritis oder Verkalkungen, Steifheit der Gelenke, Verknoecherungen, um nur Mal einige zu nennen, da gebe ich dir voellig recht, von anorganischem Kalk. Buegelwasser oder Wasser fuer elektrische Geraete (aus dem Baumarkt oder Drogerien) haben mit destillierten Wasser nichts am Hut. Waere dies so, dann ginge es Millionen Menschen uebel und waeren sehr krank. Ausserdem hat Wasser nicht die Aufgabe, uns mit genuegend Mineralien zu versorgen, denn die bekommen wir aus einer gesunden und lebendigen Ernaehrung, wie es rohes Obst und Gemuese sind, und nicht aus einer erhitzten, verarbeiteten und denarurierten Nahrung.

Kommentar von pferdezahn ,

Und noch etwas. Warum gibt es denn, vor allem in Apotheken zweiwertige Mineralsalze in Form von organischen Chelate, wie z.B. Eisen-Glukonat, Zink-Picolinat, Magnesium-Citrat, Calcium-Gluconat? Weil sie eine gute Bioverfuegbarkeit und bessere Substitution haben, als die billigen anorganischen Mineralien aus der Drogerie oder dem Supermarkt.

Kommentar von Winherby ,

Woher kommt denn Rheuma, Arthritis oder Verkalkungen, Steifheit der Gelenke, Verknoecherungen, um nur Mal einige zu nennen....?

Diese Erkrankungen entstehen durch eine Stoffwechselstörung und nicht weil der Mensch die Mineralien im Wasser mittrinkt. Die Menschen, die einen solchen suboptimalen Stoffwechsel haben, bekämen auch dann diese Probleme, wenn sie nur entmineralisiertes Wasser trinken würden. Denn die größte Menge an Mineralien führen wir uns über das gegessene Grünzeug zu, da hast Du Recht.

Aber organische Mineralien finde ich, trotz heftigen googlens nur bei dubios erscheinenden Websites wie ZdG und vergleichbaren Sites. Die reden uns diesen Schmufu ein und wollen mit der beim gutgläubigen Leser erzeugten Angst gerne Geld verdienen. Einigermaßen seriöse Webseiten wie z. B. Wikipedia oder http://www.nam.de/themen.htm berichten explizit, dass Mineralien immer anorganisch sind, egal, ob sie sich gerade in Pflanzen, Steinen oder Lebewesen befinden.

Lieber pferdezahn, es tut mir ja leid, dass ich Dir und Deiner These immer wieder mal widersprechen muss, aber der Fragesteller soll halt erfahren, dass es auch andere Meinungen gibt. LG

Kommentar von pferdezahn ,

Lieber @Winherby, da muss ich dir wieder widersprechen. Gewiss soll der Fragesteller erfahren, dass es auch andere Meinungen gibt. Aber anscheinend hast Du nicht richtig gegooglt, und dich nur mit einem Link zufriedengegeben. Ich habe schon in der Grundschule ueber die Bedeutung von organischen Mineralien gehoert, und besitze auch einige Buecher von verschiedenen Wasserforchern, aus denen hervorgeht, wie schaedlich anorganische Mineralien fuer unsere Gesundheit sind. Bragg hat z.B. anhand von Aufzeichnungen (Photos) in einigen seiner Buecher gezeigt, wie verkalkt Skelette von Indianer waren, welche Flusswasser tranken. Nun ohne lange googln zu muessen, habe ich dir Mal zwei Links herausgesucht, die meine These oder Wissen bestaerken, und ueber Ernaehrung (auch Wasser), kannst Du mir nichts Neues erzaehlen. - http://de.wikipedia.org/wiki/Photosynthese

Kommentar von pferdezahn ,

Ebenfalls wa es leicht, diesen Link zu finden. - http://www.zentrum-der-gesundheit-de/calcium.html

Kommentar von pferdezahn ,

Pardon, habe in der Eile einen Punkt unterschlagen. - http://www.zentrum-der-gesundheit.de/calcium.html

Kommentar von Winherby ,
Ich habe schon in der Grundschule ueber die Bedeutung von organischen Mineralien gehoert

Wann war das? Könnte es, u.U., eventuell, möglich sein, dass es seitdem neuere und genauere Erkenntnisse gibt, die Du Dich hartnäckig anzunehmen weigerst, weil Du dann zugeben müsstest, dass Du 30 Jahre lang das Bügelwasser getrunken hast, ohne dass es Sinn machte?

lG, -man wird ja nur mal fragen dürfen ;-))

Kommentar von pferdezahn ,

Wer sich von uns beiden harnaeckig weigert, Erkenntnisse anzunehmen, das duerftest Du wohl sein. Seit meiner Schulzeit, und so lange die Erde schon besteht, hat sich an den Mineralien nichts geaendert. Falls Du den Link von "wikipedia" ueber die Photosynthese gelesen hast, solltest Du nun endlich wissen, was organische Mineralien sind, und in was sie enthallten sind, denn dieser Link ist leicht verstaendlich verfasst worden. Ausserdem glaube ich auch nicht, dass dein Wissen besser ist, als das Wissen einiger Wasserforscher, wie z.B. Prof. Louise Claude Vincent oder Dr. P. Bragg, die ihr Leben damit verbracht haben. Du weisst ja noch nicht einmal, was Buegel(eisen)wasser ist.

Kommentar von hansb ,

hallo erstmal, 

also ich habe auch gelesen, dass das Wasser, welches eine Osmoseanlage produziert wahnsinnig gesund sein soll! 

Zum einen soll es so sein, dass Osmosewasser komplett schadstofffrei ist. Einige bemängeln den nachteil, dass anscheinend alle Mineralien auch herausgefiltert werden. Das stimmt zwar, ist aber eigentlich kein Problem, da wir Menschen unsere Mineralstoffe nahezu alle über die Nahrung aufnehmen und nicht über das Trinkwasser. 

Was ich leider nicht verstehe ist, warum ihr destilliertes Wasser zum Trinken kauft anstatt einmal einen Wasserfilter.. Müsste das nicht billiger sein am Ende?

Ich habe mir neulich nämlich Gedanken zu dem Thema gemacht, da meine Frau und ich bald ein Kind erwarten und sie leider nicht stillen kann.. Jetzt ist die Überlegung da, einen Wasserfilter zu installieren weil wir uns so anscheinend die Kosten für das Babybwasser sparen und selbst auch nicht mehr das schadstoffreiche Wasser trinken würden.. Was meint ihr? Und habt ihr irgendwelche Vorschläge bzgl. den Anlagen oder kauft ihr das destillierte Wasser wirklich Kanisterweise?

Vielen Dank euch und ein schönes Wochenende!

Antwort
von anonymous, 202

In dem oben geposteten Artikel wird vor den unseriösen Methoden der Vertreter entsprechender Anlagen gewarnt und nicht vor den Anlagen selbst. Zitat: „ Die Verbraucherzentrale Hamburg und die Hamburger Wasserwerke …. warnen vor unseriösen Verkäufern von Umkehr-Osmose-Wasserfiltern.“ Zudem stammt der Artikel von einem Anbieter von Wasserfiltern, dessen Geräte nicht nach dem Umkehrosmose-Prinzip funktionieren – nicht gerade die seriöseste Quelle.

Zum eigentlichen Thema: Grundsätzlich ist die Wasserqualität in Deutschland im internationalen Vergleich gut. Dennoch kann es auch hier zur Verunreinigung des Trinkwassers kommen. Die Gründe sind vielfältig. In einigen Regionen Deutschlands belastet zum Beispiel eine intensiv betriebene Landwirtschaft das Trinkwasser. Hier können sowohl Düngemittel (Nitrate) als auch Pestizide das Trinkwasser verunreinigen. In Nord- und Ostdeutschland sind auch zum Teil noch Bleirohre verbaut. Verbraucherschützer raten hier, diese entfernen zu lassen, um gleich die Ursache zu beseitigen – aber das ist nicht immer möglich. Auch Medikamentenrückstände mit unerforschten Langzeitfolgen können unser Trinkwasser belasten, wie zum Beispiel die Wirtschaftswoche berichtet: (green.wiwo.de/trinkwasser-so-gefahrlich-sind-medikamentenreste)

Umkehrosmoseanlagen haben den Vorteil, dass sie wirklich alle Schadstoffe herausfiltern – denn Umkehrosmose funktioniert auf molekularer Ebene – man gewinnt mit diesem Verfahren also absolut reines H2O. Sie sind bewährt und werden zum Beispiel in der Gastronomie oder bei Meerentsalzungsanlagen schon lange eingesetzt. Gleichzeitig filtern sie natürlich auch alle Mineralien und Spurenelemente aus dem Wasser heraus – die im Prinzip für den Körper nicht schädlich, sondern sogar nützlich sind. Zudem besteht eine gewisse Gefahr der Verkeimung der Membranen bei nicht ordnungsgemäßem Betrieb.

Ob die Anschaffung einer Umkehrosmoseanlage sinnvoll ist, hängt also davon ab, wie die Trinkwasserqualität Vorort ausfällt. Sind z. B. Bleirohre verbaut? Oder wird massiv Gülle auf die Felder ausgetragen? Manche Anbieter von Trinkwasseraufbereitungsanlagen nach dem Umkehrosmose-Prinzip bieten auch Wassertests an, mit denen man einen ersten groben Überblick über die Qualität des eigenen Leitungswassers erhalten kann. Einer dieser Anbieter ist opuris. Mit dem kostenlosen Teststreifen-Set kann man hier sein Leitungswasser selbst auf die Gesamtmenge der Schwermetalle, den Nitrat / Nitrit Gehalt und die Wasserhärte testen. Zusätzlich besteht auch die Möglichkeit, eine Wasserprobe zur genaueren Untersuchung dem Labor des Anbieters nach Anfrage zuzusenden. http://www.opuris.com/

Kommentar von pferdezahn ,

Dass die Mineralien im Trinkwasser, vor allem im Mineralwasser gesund seien und unser Koerper benoetigt, ist ein Trugschluss und stammt von der Mineralwasserlobby. Anorganische Mineralstoffe sind unnoetige Ablagerungen im Koerper, da er nur organische Mineralien einbauen kann. Der Mensch nimmt im Laufe seines Lebens so viel anorganischen Kalk (in denaturierte und erhitzte Lebensmitteln, vor allem Getreide, Mehlspeisen) zu sich, dass er, wenn er keine Nieren haette, eine Kalkstatue werden wuerde.

Kommentar von Winherby ,

Mein lieber @pferdezahn, es ist etwas mühselig und ermüdend mit Dir, aber die Hoffnung stirbt zuletzt. Da auch ich in der Schule einiges gelernt hatte, so z. B. das was Photosynthese bedeutet, hatte ich bis vorhin den empfohlenen Wiki-Beitrag noch nicht gelesen, schien mir unnötig. Da Du den Beitrag nun wiederholt erwähnst, habe ich dies nun doch nachgeholt, - leider umsonst, wie befürchtet. Benenne Du mir doch bitte mal genau die Stelle/n, wo aus diesem Link hervorgeht, dass es organische Mineralien geben soll. Dass Mineralien in Organismen eingebaut sind, und dort für Organismen sogar überlebensnotwendig sind, ist mir schon klar, habe ich ja selbst bereits mehrfach postuliert.

Aber die von Dir fast schon gebetsmühlenhaft genannten organischen Mineralien, habe ich in dem Chlorophyllbeitrag im Wiki nicht gefunden. Könnte es sein, dass wir lediglich ein Problem mit der Definition des Begriffes „organisch“ haben? Für mein Verständnis bedeutet "organisch" im biochemischen Kontext, dass ein organischer Gegenstand Zellen hat, mit allem was eine Zelle ausmacht, vor allem Stoffwechsel und Teilungsfähigkeit. Nach dieser Definition ist es mir unbekannt, dass Mineralien leben oder lebendig werden und sich teilen können, sobald sie in einer pflanzlichen Struktur eingebunden sind. Wenn Du in der Liste der „Systematik der Minerale nach Strunz“ nachschaust, wirst Du nirgends „organische“ Minerale finden.

Eventl. kann aber der Begriff „Mineral“ nicht eindeutig definiert sein. Gemäß dem Mineralienatlas ist der Begriff folgend definiert, Zitat Anfang:

Mineralien und Biogene Substanzen (IMA-Definition) Ein Mineral ist ein natürlich vorkommender fester Körper, welcher durch geologische Prozesse gebildet wurde, entweder in/auf der Erde oder in extraterrestrischen Körpern. Eine Mineralspezies ist eine Mineralsubstanz mit eindeutig definierter chemischer Zusammensetzung und kristallographischen Eigenschaften. Es ist jedoch nicht immer möglich, eine scharfe Grenze zwischen biogenen Substanzen, d.h. solchen, welche durch biologische Prozesse und Mineralien, welche normal durch geologische Prozesse gebildet wurden, zu ziehen. Es wird zum Beispiel immer offensichtlicher, dass viele der mit Diagenese verbundenen Bildungsprozesse, welche bis zu einem gewissen Grad durch bakterielle Aktionen und durch die Biosphäre beeinflusst werden, gewöhnlich als Teil des geochemischen Kreislaufes betrachtet werden können.“ Zitat Ende

Dann habe ich für Dich noch einen erhellenden Link von der Uni Tübingen, genauer von der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Fakultät und dort dem Fachbereich der Geowissenschaften. http://www.geo.uni-tuebingen.de/sammlungen/mineralogische-sammlung/inhalt/minera... Diese Fakultät steht gewiss nicht im Verdacht in Lohn und Brot der Mineralwasserindustrie zu stehen. Dennoch.................., - aber lies es selbst. Ich wünsche einen schönen Restsonntag, lG, Winherby

Antwort
von Lisa1974M, 171

Also es kann schon durchaus Sinn machen wie meine Vorposter bereits erläutert haben. Allerdings empfehle ich auch mal auf diesem Fachportal zu stöbern: http://www.wasserfilter-experten.de/osmoseanlagen/

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