Frage von Elektrokarli,

Was ist gefährlich am Narkosemittel Propofol?

Hallo! Ist Propofol ein gängiges Narkosemittel in deutschen Krankenhäusern? Was ist so gefährlich an Propofol? Was für Nebenwirkungen treten auf? Wie geht es einem nach der Narkose mit Propofol?

Antwort von anonymous,

Bei mir wurde eine Magenspeigelung in der Klinik durchgeführt. Es war kein Narkosearzt meines Wissens dabei und ich wurde auch nicht nach dem Gewicht gefragt. Bekam Propofol und hatte nach der Spiegelung stark eingeblutete Augäpfel und Schwellungen im Gesicht, besonders um die Augen. Juckreiz und Reiben in den Augen. Bekam eine Fenistilinfusion und Fenistil in Tablettenform. Die Beschwerden waren nach ein paar Tagen wieder weg.

Antwort von anonymous,

Der Haken ist nur das in der Regel bei Magen bzw. Darmspiegelungen kein Anästhesist dabei ist. Ich wurde nicht nach Größe noch Gewicht gefragt und es hat sich vor beiden spiegelungen niemand bemüht auch nur den Blutdruck zu messen. Propofol hat einen ganz engen Wirkungsbereich und ist bei Überdosierungen gefährlich, wenn kein Anästhesist zugegen ist der einen dann intubieren oder sonstwie wieder beleben kann. Detr spiegelnde Internist hat ja alle Hände voll mit seinem Endoskop zu tun. Manche Ärzte sprechen davon das bei etwa 55% der gespiegelten Patienten die Sedierung in eine Narkose übergeht. Bei mir ists zweimal gutgegangen, aber Propofol würde ich nach meinem jetzigen Kenntnisstand nur noch zulassen wenn ein Anästhesist dabei ist.

Antwort von myslife,

Es handelt sich um das sicherste Narkosemittel überhaupt. Natürlich müssen Atmung und Kreislauf überwacht werden, damit man ggf. reagieren kann.

Antwort von waldino,

Propofol ist eine gängiges und übliches Narkosemittel in Deutschland. Fast bei jeder Narkose wird es eingesetzt, außerdem zur Analgosedierung bei intensivpflichtigen Patienten.

Es ist ausgezeichnet für ein systemisch appliziertes Medikament steuerbar.

Es wird immer in Kombination mit anderen Arzneimitteln eingesetzt.

Bei bestimmungsgemäßen Gebrauch durch einen Anästhesisten ist Propofol nicht gefährlich.

Antwort von ElIndio,

Hallo Elektrokarli, ich musste mich schon einigen OPs unterziehen und auch bei der Magenspiegelung vor ein paar Monaten hat der Internist Propofol bei mir gespritzt.Nebenwirkungen habe ich keine bemerkt. Propofol ist ein sehr gängiges Narkosemittel nicht nur in Deutschland. Hier ein paar Infos zu Propofol: Propofol aufgrund der kurzen Halbwertzeit(es wird vom Körper schnell wieder abgebaut) gut steuerbar, problematisch ist allerdings die geringe therapeutische Breite. Das heißt: Der Dosisbereich zwischen Unter- und Überdosierung ist relativ gering, die optimale Dosis befindet sich in einem sehr engen Rahmen.

Wird Propofol überdosiert, so können die Folgen dramatisch sein. Nebenwirkungen wie
-Blutdruckabfall -Atemdepression bis atemstillstand - Bradykardie(langsam schlagendes Herz) können einen schweren Verlauf annehmen und zu Koma sowie zum Tod durch Herzstillstand führen. Hierbei gilt es insbesondere zu beachten, dass andere atemdepressive Substanzen, die gleichzeitig verabreicht werden, das Risiko schwerer Symptome oder gar des Todes erhöhen.

Andere typische, wenn auch meist seltene Nebenwirkungen sind: - intensive Träume - Schmerzen und Venenentzündungen an der Injektionsstelle -Muskelzuckungen - Husten -epileptiforme Anfälle - schwere Überempfindlichkeitsreaktionen -Lungenödem - bei paravenöser Infusion schwere Gewebereaktionen.

Das hört sich alles schlimm und dramatisch an, diese Nebenwirkungen treten natürlich nur in Einzellfällen, bei starken Überdosierungen oder durch die Wechselwirkung mit anderen Medikamenten auf. Narkoseärzte kennen sich ja in der Regel aus und man ist als Patient in guten Händen:)

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