Frage von DarkGasai, 270

Was ist der Unterschied zwischen einem Papillom im Magen und einem Magengeschwür?

Ich (weiblich, 19 Jahre alt) leide seit über einem Jahr an Beschwerden wie Übelkeit, Erbrechen und starke Schmerzen im Oberbau nach der Nahrungsaufnahme sowie manchmal nach dem Trinken. Die Beschwerden sind im Laufe der Zeit immer stärker geworden. Mittlerweile treten die Beschwerden auch bei nüchternem Magen und Nachts auf, hinzu kommt noch, dass ich festgestellt habe, dass ich Kreislaufprobleme habe wenn die Beschwerden besonders stark sind. Ich trinke keinen Alkohol, rauche nicht und würde meine Nahrung und Umgebung als normal einstufen. Meine Hausärztin hat mich auf Zöliakie getestet, jedoch nachdem ich schon über eine Woche auf Gluten verzichtet habe. Ich wurde an einen Gastroenterologen überwiesen, welcher eine Gastroskopie mit der anschließenden Diagnose Papillom durchgeführt hat. Ich hatte vor 2-3 Jahren eine Gastritis für die nur das Helicobacter Bakterium als Ursache in Frage kommt. Daher hatte ich zunächst angenommen, dass ich eventuell unter einem Magengeschwür leiden könnte, da die Symptome schließlich übereinstimmen und Helicobacter das Entstehen von Magengeschwüren begünstigt. Mein Gastroenterologe jedoch sagt, dass durch die Gastroskopie nicht ersichtlich wurde woher die Symptome stammen und möchte deshalb Ende diesen Monats zunächst einen Ultraschall durchführen und im Februar nächsten Jahres einen Test auf Lactose Intoleranz. Mir stellt sich nun die Frage ob ein Papillom soweit unbedenklich ist als dass man nichts dagegen tun muss (Besteht nicht eine erhöhte Gefahr, dass daraus Krebs entsteht? ) und ob es keinerlei Symptome hervorruft, wenn es sich im Magen befindet. Außerdem frage ich mich ob es bei Oberbauchbeschwerden nicht besser wäre Medikamente gegen das Helicobacter Bakterium zu verschreiben. Ich bedanke mich schonmal im Voraus für eure Antworten.

Antwort
von Drusba, 203

Stimmt, ein Papilliom kann sich unter Umständen zu Krebs weiterentwickeln. Vielleicht holst du dir da eine zweite Meinung ein. Helicobacter verursacht allerdings wirklich nur Geschwüre, genauer gesagt Ulcera. Einen Ulcus kann man sich wie eine Wunde in der Magenwand vorstellen, ein Papilliom ist eher eine Art Warze.

Bei einer Spiegelung wird normalerweise eine Probe genommen und auf Helicobakter getestet. Wenn die negativ ist, gibt man keine Medikamente. Das wären ja Antibiotika und die sollte man nur selten präventiv geben.

Du hast vor dem Test auf Zöliakie auf Gluten verzichtet - dadurch kann's sehr gut sein, dass das Testergebnis falsch negativ war, aber das ist dir wahrscheinlich bewusst, weil du extra darauf hinweist.

Kommentar von DarkGasai ,

Ja, ich habe meinen Gastroenterologen auch bereits darauf hingewiesen, dass ich vor dem Test auf Gluten verzichtet habe. Meine Hausärztin war eigentlich auch darüber informiert, allerdings wusste sie anscheinend nicht dass dies das Ergebnis beeinflussen kann. Kann mein Gastroenterologe sofern nichts anderes gefunden wird auch einen Test auf Zöliakie durchführen oder ist das nur beim Hausarzt möglich? 

Kommentar von Drusba ,

Ich denke der Gastroenterologe sollte das auch machen können, ich weiß es allerdings nicht.

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