Frage von kleinecat, 52

Was ist der Unterschied zwischen den pychischen Störungen?

Hi, ich bin Cathleen, 24 Jahre, aus München. Mir liegt eine Frage auf dem Herzen und ich hoffe, ihr könnt mir helfen.

Mit 19 war ich das erste Mal in der Psychatrie, da ich aufgrund vieler äußerer Einflüsse einen emotionalen Zusammenbruch erlitten habe. Ich befand mich dort dann ungefähr 3 Wochen. Man hat eine "leichte" emotional-instabile Persönlichkeitsstörung (nach ICD-10: F60.31) festgestellt. Eine Therapie wurde mir jedoch nicht angeboten. Ich habe mir mehrere Bücher zu meiner Krankheit gekauft und gelesen.

Mit der Zeit ging es mir dann immer besser, ich habe meinen Freund kennengelernt und bestimmte Eigenschaften meiner Krankheit entfachten einen eskalierenden Streit. Ich wurde dann vor ein paar Wochen wieder in eine Psychatrie eingewiesen, wurde jedoch zwei Tage später mit einer anderen Diagnose "Anpassungsstörung" (F43.2) entlassen. Wieder habe ich recherchiert, diesmal im Internet. Dabei habe ich in Erfahrung gebracht, dass die F60.31 und F43.2 sehr ähnlich sind. Die ist F60.31 latent oder nicht latent immer vorhanden ist und die F43.2 nur nach belastenden Ereignissen, das weiß ich. Jedoch nicht, worin sonst der Unterschied besteht. Könnt ihr mit helfen?

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von bethmannchen, 40

Ich habe mir mehrere Bücher zu meiner Krankheit gekauft und gelesen.

Wieder habe ich recherchiert, diesmal im Internet. Dabei habe ich in Erfahrung gebracht, dass...

Lass dich nicht verrückt machen! Stell dir vor, du sitzt in einem Cafe, lernst dort jemand kennen, unterhältst dich mit der Person eine halbe Stunde lang. Kennst du die Person dann schon so genau, dass du mit absoluter Sicherheit sagen kannst, wie dieser Mensch tickt?

Andererseits kann man sich selbst auch kaum diagnostizieren. Dazu kennt man sich selbst und das eigene Leben wiederum zu gut. Man wird immer wieder zu Ansichten kommen wie: es könnte auch das sein... und das wäre auch möglich... Mit noch so schlauen Büchern kommst du allen da auf keine gerade Linie.

Wenn du da 2 Tage in der Klinik gewesen bist, dann kann einfach keine mit Sicherheit zutreffende Diagnose gestellt worden sein.

Es gibt verschiedene Störungen, die einer Anpassungsstörung auf den ersten Blick ähneln, so z. B. die Bindungsstörung, Borderline, der Autismus, das Asperger-Syndrom und die schizoide Persönlichkeitsstörung...

Eine Unterscheidung zu anderen Störungen ist häufig nur möglich, wenn sich der Betroffene **nicht** in einem Heim, einem Krankenhaus oder einer Anstalt befindet, also nicht in einem Milieu, das den Hospitalismus fördert. Wird der Betroffene in ein „normales" Milieu gebracht, ändert sich das Verhalten häufig und manchmal sogar sofort...

Auch damals mit 19 warst du in einer Ausnahmesituation. Da konnte in den 3 Wochen in der Klinik auch nicht mit absoluter Sicherheit definitiv etwas konkretes unumstößlich festgelegt werden.

Wenn du dir Helfen lassen willst, dann lässt du dich am besten von keinem Therapeuten im Vorfeld auf irgend eine frühere Diagnose festlegen. Lass den unvoreingenommen am Anfang anfangen.

Antwort
von doktorhans, 35

Es geht um anlassabhängige Verhaltensstörungen einerseits und um andauernde Persönlichkeisstörungen andererseits.

Kommentar von kleinecat ,

oje, dann hab ich also echt beides... :/

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