Frage von mariontheresa, 60

Was hilft bei Juckreiz?

Ich habe immer wieder Juckreiz an den Unterararmen, am Oberkörper und auf der Kopfhaut.. Beim Hautarzt wurde eine Allergie gegen einen Duftstoff festgestellt, ich benutze seitdem fast nur noch Kosmetik und Wasch- und Reinigungsmittel ohne Parfüm, soweit es das gibt. Seitdem ist es besser geworden, aber nicht weg. Ich habe beobachtet, dass der Juckreiz hauptsächlich bei Stress auftritt. Ich pflege seit 13 Jahren meinen Mann nach einem Schlaganfall, er ist seit Februar bettlägerig und jetzt wird er zunehmend dement. Mein Hausarzt weiß auch keinen Rat, ausser ich soll mir eine 24-Stunden-Pflegerin nehmen, aber das kann ich mir nicht leisten. Hat hier jemand mit dem Problem Erfahrung und kann mir einen Rat geben?

Antwort
von dinska, 32

Juckreiz hat auch mit den Nerven zu tun, die scheinen bei dir sehr angespannt zu sein.

Ich kenne das von mir selbst auch. Oft hilft es mir, wenn ich am Oberkörper nicht rannkomme, mich an einer Stelle zu zwicken und dann wird der Juckreiz an anderer Stelle ausgelöst, wo ich durch Reiben oder Bürsten eine Weile Ruhe habe.

Was hilft, ist neben Entspannung ein Bad mit Milch und Honig, eine Tüte Milch und eine Tasse Honig ins Wasser und ohne jegliche Zusätze oder Duschgels baden und dann  nach dem Abspülen abtrocknen.

Weiterhin hilft mir die Haut mit Schwedenkräuteressenz abzureiben und mich von oben bis unten mit meiner Spezialcreme einzucremen.

Wegen der Pflege, solltest du dich an die Kasse deines Mannes wenden, welche Pflegestufe er hat. Da bekommst du bei Pflege durch einen Pflegedienst finanzielle Zuwendungen.

Meine Mutter hatte die Pflegestufe 2 und so konnte mich der Pflegedienst entlasten, obwohl natürlich noch sehr viel für mich übrig blieb. Aber ich hatte wenigstens mal Zeit zum Durchatmen und für mich selbst.

Einmal im Jahr habe ich sie auch in die Kurzzeitpflege gegeben, was die Kasse übernommen hat, damit wir in Urlaub fahren konnten. Es gibt auch Tagespflegen. Informiere dich mal genau, was es da alles gibt. Ich weiß, wie schnell man an seine Grenzen kommt und psychisch total überfordert wird. Man braucht auch mal Auszeiten!

Ich wünsche dir alles Gute und dass du Entlastung findest!

Antwort
von sonne123, 36

Hallo Mariontheresa,

13 Jahre der aufopferungsvollen Pflege hinterlassen Spuren und es ist nur eine Frage der Zeit, bis die ersten Symptome der Überforderung eintreten. Nur diese sich auch eingestehen ist verdammt schwer. 

Ich habe ein wenig gegoogelt,ob es nicht eine Möglichkeit gibt über Gelder der Pflegekasse eine Haushaltshilfe oder Pflegehilfe zumindest stundenweise zu finanzieren. Die gibt es und zwar wenn die zustehenden Leistungen der Verhinderungs-, und Kurzzeitpflege nicht im Anspruch genommen werden und das sind immerhin über 2000€ im Jahr. Bespreche das bitte mal mit der Pflegekasse. Vielleicht können sie dir gleichzeitig einen Anbieter vermitteln. Ich denke, das zumindest die finanzielle Seite sich auch für dich im nächsten Jahr verbessern wird durch die Neuerungen im Pflegegesetz, wo gerade demenzielle Erkrankungen stärker Beachtung finden. Hast du einen Pflegedienst als Hilfe? Wenn ja, dann frage bitte auch, ob es Schwierigkeiten geben könnte, wenn PD und Haushaltshilfe/Pflegehilfe gleichzeitig in Anspruch genommen wird. 

Ich kann das sehr gut verstehen. Den letzten Schritt, das Heim möchte man so gut es geht hinauszuzögern bzw. verhindern. Aber manchmal geht es nicht mehr anders .....

Wünsche dir und deinem Mann alles alles Gute und viel Kraft! 

Liebe Grüße

Antwort
von Winherby, 37

Ich habe eine sehr empfindliche und trockene Haut, besonders am Kopf, dort auch eine Kopfschuppenflechte.

Seit ich Alepposeife für Kopf / Haare und ganzen Körper benutze, sind meine Symptome nahezu vollständig weg.

Alepposeife ist prinzipiell eine unserer Kernseife ähnliche Variante, aber die Syrer mischen da noch ölige Zusätze bei. Ich verwende die mit dem  Kreuzkümmel-Öl.

Vielleicht ist das auch für Dich eine praktikable Lösung.

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Hast Du Dich mal bei Agenturen für 24Std-Hilfe aus Polen, Tchechien, usw. schlau gemacht wegen der Kosten? 

Habe ich wegen meiner Mutter, die nun langsam aber sicher gebrechlicher und unselbstständiger wird (90 Jahre alt) gemacht und war erstaunt.

Das ist garnicht soooo furchtbar teuer. Das kommt so auf ca. 1200€ plus Kost und Logis. Das Geld der entsprechenden Pflegestufe, für Deinen Mann vermutlich PS III (nächstes Jahr anders),  plus die Rente wird dafür in den meisten Fällen reichen. 

Das größere Problem ist da für viele Leute, die Unterbringung innerhalb der Wohnung, da fehlt oft ein Zimmer, falls kein ehemaliges Kinderzimmer vorhanden ist. LG

Antwort
von mageo, 5

Natürlich kann Stress oder eine Allergie diesen Juckreiz verursachen, aber ich würde mal einen Blutzucker beim Hausarzt machen lassen, denn Du hast sicher Deine Gesundheit in den letzten Jahren vernachlässigt. Kein Wunder, Du hattest ja keine Zeit an Dich zu denken...

Ich wünsche Dir noch viel Kraft... ich weiß, was Du leistest, habe es selbt hinter mir....aber dennoch mußt Du auch an Dich denken... Was ist, wenn Du ausfällst?? Also geh zum Arzt und doktere nicht rum...

Diabetes ist mit starkem Juckreiz verbunden,,..

Liebe Grüße

Antwort
von Leongo, 9

Vielleicht hilft dir Physiogel Hypoallergenic. Mir hat es bei meiner Allergie gegen Hausstaubmilbenkot (Pruritus bei Haustaubmilbenallergie) sehr geholfen: 

http://www.physiogel.com/de/hauttypanalyse.html

Antwort
von GuenderGesund, 7

Ich würde erstmal zum Arzt gehen und schauen was die Ursache für den Juckreiz ist denn es könnte auch ein Pilz sein und dafür brauchst du spezielle Cremen etc.

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