Frage von Melking, 78

Was genau sind "schwere Träume"?

Hallo, Ich habe eine wenig über depressive Verstimmungen recherchiert (da ich das laut Arzt ja habe) und bin auf ein Symptom gestoßen, wo ich mir nicht ganz sicher bin, ob das nicht vielleicht auch auf mich zutrifft, da ich ganz komische Träume in letzter Zeit habe und die sehr "intensiv" (kann man das so sagen?:D) sind. Und zwar der Begriff "schwere Träume", was genau kann ich mir darunter vorstellen? :)

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Antwort
von dinska, 78

Schwere Träume sind, dich belastende Träume. Meist kann man im Traum sich nicht bewegen, wird bedrängt oder findet sich nicht zurecht und ist oft in einer auswegslosen Lage. Nach dem Aufwachen, fühlt man sich nicht erholt, sondern eher erschöpft. Eine Möglichkeit da raus zu kommen, wäre viel Bewegung an der frischen Luft sowie Progressive Muskelentspannung, damit mehr Sauerstoff ins Blut kommt. Das hilft auch gegen depressive Phasen.

Antwort
von Anne41, 76

Wie andere schon schrieben,sind für mich schwere Träume auch Albträume.Eine andere Form von Träumen die mich belasten sind,wenn ich von meinen verstorbenen Eltern träume.Meistens hängen diese Träume mir den ganzen Tag nach und ich bin dann auch oft traurig,aber nicht depressiv.Und ja,Träume können mitunter sehr intensiv sein.Aber das passiert nicht nur depressiven Menschen.Deswegen würde ich da nicht unbedingt auf eine Depression schliessen.Und zwischen depressiver Verstimmung ,die sicherlich jeder irgendwann mal hatte,und echten Depressionen liegen auch Welten.

Antwort
von gerdavh, 69

Hallo, unter dem Begiff "schwere Träume" verstehe ich "Albträume". Das kann soweit gehen, dass man beim Erwachen sich nicht sofort orierentieren kann, man beim Erwachen starkes Herzklopfen hat und dieser Traum einem noch Stunden nachhängt. Hier ein Link dazu

http://www.welt.de/wissenschaft/article1558364/Alptraeume-lassen-sich-baendigen....

Das muss nicht unbedingt mit Deinen depressiven Verstimmungen zu tun haben. Ich habe keine Depressionen und trotzdem ab und zu mal Albträume, wo ich froh bin, wenn ich in meiner vertrauten Umgebung aufwache. lg Gerda .

Antwort
von Mahut, 54

Oh ja schwere Träume kenne ich auch, es kommt vor das ich wach werde und ich irgendwie durcheinander bin, weil mich was verfolgt hat, oder sich mir Grimassen zeigen, wenn ich dann aufstehe fühle ich mich etwas desorientiert, nachdem ich wieder im Bett bin, träume ich in Serie das Gleiche, darum habe ich mir angewöhnt, an was schönes zu denken bevor ich einschlafe, seitdem sind diese Träume vorbei.

Antwort
von charlotte7, 49

Schwere Träume sind belastende Träume, die ängstigen und beunruhigen können. ich würde diese Träume aufschreiben und mit einem Psychologen besprechen. Insbesondere Hypno-Therapie kann dabei helfen, diese Träume los zu werden. ich selbst werde im Falle eines schweren Traums zwar schnell wach, kann mich dann aber leider selten an was erinnern. Was meinen Schlaf vor allem stört ist eher: "denk ich an .....in der Nacht, bin ich um den Schlaf gebracht". Da ist einiges offensichtlich noch nicht voll verarbeitet. Mitunter dauert das eben etwas länger.

Kommentar von charlotte7 ,

Wenn Albträume zum nächtlichen Dauerschreck werden, kann das problematisch sein: "Die Störung des REM-Schlafes führt zu nichterholsamem Schlaf. Insbesondere leidet darunter die psychische Leistungsfähigkeit am Tag", so Fietze. Die Folge sind Gedächtnisprobleme, Konzentrationsstörungen, verminderte Lernfähigkeit und Geschicklichkeit. "

Alpträume belasten aber durch den Weckreiz und das erschreckte Aufwachen auch das Herzkreislaufsystem."

Wer regelmäßig unter Alpträumen leidet, kann vorbeugen. "Hilfreich sind feste Schlafrituale", empfiehlt Pilz. Ein heißes Entspannungsbad am Abend, ein schönes Buch lesen anstatt den aufwühlenden Thriller im Fernsehen schauen und immer ungefähr zur gleichen Zeit ins Bett gehen: "Das wirkt beruhigend auf den Geist und mindert Stress." Auch ein Traumtagebuch ist hilfreich, um die Träume zu verarbeiten.

Oft sind Eltern verunsichert, wenn ihr Nachwuchs plötzlich schreiend aufwacht. "Kinder haben wesentlich mehr Traumschlafphasen als Erwachsene und werden nachts häufig wach", sagt Pilz. Eine tröstende Umarmung, ruhige, besänftigende Worte – mehr können Eltern jetzt nicht tun.

"Meistens schlafen die Kinder schnell wieder ein und erinnern sich am nächsten Tag nicht mehr an den Alptraum."

http://www.welt.de/wissenschaft/article1558364/Alptraeume-lassen-sich-baendigen....

Antwort
von PedramCarriere, 27

ich kenne die verbindung zwischen schlaf und depression auch. meist werden aber eher schlafstörungen oder die veränderte REM (traum) schlafphase betrachtet. das einzige was ich kenne über den inhalt der träume sind untersuchungen von einem New Yorker Psychiatrieprofessor, Milton Kramer:

die REM phase ist bei "...Depressiven intensiver und länger und treten bereits viel schneller nach dem Einschlafen auf. Zudem unterdrücken die stimmungsaufhellenden Antidepressiva den REM-Schlaf, und ein selektiver REM-Schlaf-Entzug tut Depressiven gut. Seltsamerweise können sich Schwermutkranke aber deutlich seltener an Träume erinnern, auch wenn man sie mitten im REM-Schlaf weckt. Die Traumberichte sind kürzer als bei Gesunden, und die charakteristische, negative Tönung der Träume nimmt mit zunehmender Schlafdauer gegen Morgen zu.

Die Szenerie des Traumes ist bei Schwermutkranken auffallend häufig auf vertraute, gleich bleibende Orte beschränkt. Außerdem spielen die nächtlichen Visionen öfter in der persönlichen Vergangenheit. Das Traumuniversum wird überwiegend von Verwandten und nahe stehenden Personen bewohnt. Dreimal so häufig wie bei Gesunden macht das Traum-Ich Depressiver die Erfahrung, sich schlecht, schuldig oder abgelehnt zu fühlen. Psychotherapeuten sehen darin eine "masochistische" Orientierung."

oder in dem lied "schwere träume": ...Siehst Du am Morgen die schweren Träume sie wachen über uns beide Und tief verborgen in unsrer Sehnsucht sind sie wirklich wahr von Sarah Brightman

um es "genau" sagen zu können wäre der genauere kontext hilfreich, aber generell würde ich keine störungsbezeichungen hinterher rennen. ich bin eher ein anhänger des ebnen-models von Dr. Rajan Sankara: Die Ebenen hat er nach ihrer Tiefe geordnet:

  1. Krankheitsname: Pathologie, Diagnose (z.B. Neurodermitis)
  2. Fakten: Modalitäten der Lokalsymptome (z.B. Juckreiz am Ellenbogen, schlechter nach dem Essen.)
  3. Emotion (z.B. Wut, Angst, Scham...)
  4. Wahnidee: Wie wird die Situation erlebt? (z.B. „Ich fühle mich wie ein Ausgestossener)
  5. Empfindungslevel: Die Übertragung von Energie ins Körperliche. Wie die Energie, ist die zentrale, allgemeine, zugrunde liegende Empfindung Bindeglied zwischen Körper- und Gemütssymptomen. (Wie fühlt sich das an?)
  6. Energie: Die Quelle der Empfindung. Sie ist mit Worten schwer zu beschreiben und wird z.B. durch Gestik ausgedrückt.
  7. Der Raum: Die Leere, auf der sich ein Energiemuster manifestiert. Diese Ebene ist für die Arzneimittelwahl nicht entscheidend, da sie nicht erfasst werden kann. Diese Ebene wird aber von Sankaran als logischer Hintergrund für die weiteren Ebenen aufgeführt.

ich persönlich hätte kurzfristig etwas vitamin B1 genommen, wenn meine gedanken nicht unter meiner kontrolle sind, ob im wachzustand oder schlaf. und auf lange sicht mir jemanden aufgesucht, der mir hilft die unbewussten gedanken, bewusst zu machen damit sie nicht immerwieder ungefragt auftauchen. gedanken bringen keinen um, aber das bewusste/unbewssute festhalten an bestimmten gedanken kann bestimmte emotionen erzeugen, die dann bestimmtes verhalten und körperreaktionen verursachen, die ungesund sein können.

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