Frage von sunnyboy666, 15

Was für Medis kann mann wenn man zu Höhenkrankheit neigt einnehmen?

Wir planen eine Reise nach Peru... und haben vor der Höhe Angst. Was kann und darf man denn da als Schutz einnehmen!? Danke für Hinweise

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Antwort
von anton, 14

Vor der Höhenkrankheit kann man sich schützen. Die einfachste und sicherste Prophylaxe ist ein** langsamer Aufstieg**. Allerdings wird dies von den wenigsten Bergwanderern in die Tat umgesetzt, schreibt das Auswärtige Amt. Dabei sind die Regeln einfach. In Höhen über 2500 Meter sollte man pro Tag maximal 300 bis 500 Höhenmeter überwinden, über 3000 Meter maximal 250 bis 300 Meter (jeweils gerechnet vom Schlafplatz). Während des Tages ist ein Aufstieg in höhere Lagen unbedenklich, wenn am Abend die Höhe des Schlafplatzes entsprechend niedriger gewählt wird.

Nach etwa 1000 Metern sollte man eine Anpassungs- und Ruhephase von zwei Tagen einlegen. Außerdem muss man den Flüssigkeitshaushalt anpassen. Pro 1000 Meter sind zusätzlich 1,5 Liter Flüssigkeit angebracht. In den ersten drei Tagen sollte man nicht in Höhen über 3000 Metern schlafen. Für die Akklimatisierung an größere Höhen hilft meist bereits ein mehrtägiger Aufenthalt auf 3000 Meter. Denn die Prävalenz der Höhenkrankheit ist umso höher, je weniger Tage die Bergsteiger zuvor über 3000 Meter verbracht haben.

Einige Höhenmediziner empfehlen Acetazolamid zur Propyhlaxe der akuten Höhenkrankheit - vor allem, wenn durch frühere Touren bereits klar ist, dass der Betroffene empfindlich auf den Aufenthalt in großen Höhen reagiert oder ein rascher Aufstieg in große Höhen zum Beispiel bei Rettungsaktionen unumgänglich ist. Der schwefelhaltige Carboanhydrasehemmer erhöht die Ventilation in Ruhe und unter Belastung, verbessert den Gasaustausch, senkt den Gehirndruck und verbessert die Sauerstoffversorgung im Gewebe. Möglicherweise lassen sich die Symptome der akuten Höhenkrankheit dadurch verhindern. Allerdings wird oft die verstärkte Diurese als Gegenargument angebracht. Diese könne jedoch durchaus wünschenswert sein, weil dadurch der cerebrale Druck gemindert wird, so Berghold.

Eine wiederholte und unkritische Anwendung von Acetazolamid kann allerdings Thrombosen verursachen. Kritiker der prophylaktischen Einnahme der Wirkstoffs befürchten, dass dieser die ersten Symptome einer akuten Höhenkrankheit verschleiert und es dadurch erst recht zu tödlichen Zwischenfällen kommt.

Einer der häufigsten Fehler ist, weiterzusteigen, wenn trotz prophylaktischer Einnahme Symptome einer leichten Höhenkrankheit auftreten. Denn die Substanz kann die Entstehung eines Höhenlungenödems nicht verhindern. Nur wer unter Acetazolamid völlig symptomfrei ist, darf risikolos höher steigen. Prophylaktisch wird eine niedrige Dosierung empfohlen: zweimal 125 mg ab 24 Stunden vor Überschreiten der 3000-Meter-Linie für zwei bis drei Tage, mindestens aber für 24 Stunden nach Erreichen der definitiven Aufenthaltshöhe. Bei Sulfonamidallergie darf das Medikament nicht eingenommen werden. Quelle: Ulrike Wagner, Eschborn (Pharmazeutische Zeitung, Deutschland)

Lies bitte auch den ganzen Beitrag auf: http://www.bergsteigen.com/news/hoehenkrankheit-das-sollte-man-wissen

Antwort
von bobbys, 11

Du solltest diesbezüglich einen Arzt konsultieren, denn es gibt immer wieder Menschen die unterschiedlich auf Medikamente /Nebenwirkungen reagieren. Deshalb ist es nicht Ratsam hier danach zu fragen, sondern sich individuell beraten zu lassen.

LG Bobbys :)

Antwort
von lisamaus, 5

Da musst du vorsichtig sein, denn mit ASS, Diamox, Cortison kannst du die Warnsignale auch ausblenden oder überlisten.... und dann kann es auch richtig gefährlich werden!

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