Frage von ThoSche, 4.368

Was bedeutet mein Befund HWS

Hier der Befund und die Beurteilung:

Abgeflachte Cervicallordose. Unauffälliges Signal der abgebildeten Halswirbelkörper. Myelon regelrecht. Keine Myelopathie.

HWK3/4: Mediane Bandscheibenprotrusion mit Aufhebung des Epiduralraumes ventral und Myelonkontakt. Keine neuroforaminale Einengung.

HWK5/6: Geringfügige mediane Bandscheibenprotrusion.

HWK6/7: Abflachung des Zwischenwirbelraumes und bilaterale Uncovertebralarthrose mit beidseits deutlicher ossärer Neuroforameneinengung und Kompression von C7 im neuroforaminalen Verlauf beidseits.

Beurteilung:

Subligamentärer Bandscheibenvorfall bei HWK3/4 mit Myelonkontakt.

Osteochondrose Unkovertebralarthrose bei HWK6/7 mit ossärer Neuroforamenstenose beidseits und Kompression von C7 beidseits im neuroforaminalen Verlauf sowie Myelonkontakt. Leichte rechts paramediane Abflachung des Myelons. Abgeflachte Cervicallordose.


Mein Orthopäde will mich jetzt erst mal zum Neurochirurgen schicken bevor er weitere Behandlungen machen will, da er der Meinung ist ich solle dies besser Operieren lassen.

Meine Beschwerden sind neben starken Schmerzen im Hals, Schultern und beiden Oberarmen öfteres Taubheitsgefühl in beiden Armen und eingeschränkte Bewegung des Kopfes oft mit Geräuschen verbunden (knacken der Knochen).

Was kann bei so einer OP alles passieren, bzw was könnte passieren wenn ich mich gegen eine Op entscheide?

Wie sicher ist es dass eine OP die Beschwerden beseitigt?

Ich bedanke mich schon mal im voraus für die Hilfe.

Antwort
von anonymous, 2.781

Hallo Thorsten,

zuerst einmal zur Beurteilung

Bandscheibenvorfall bei HWK3/4 mit Myelonkontakt.

  • Subligamentärer - unter einem Band liegend

  • Myelon ist das Rückenmark

  • Osteochondrose - Da die Bandscheibe ihre Aufgabe nicht mehr erfüllen kann kommt es zu einer vermehrten mechanische Belastung der angrenzenden Grund- und Deckplatten der Wirbelkörper. Diese werden nun in den degenerativen Prozess mit einbezogen.

  • Unkovertebralarthrose - ist die Arthrose der Halbgelenke der Halswirbelsäule.

  • HWK - Halswirbekkörper

  • Neuroforamenstenose - Zwischenwirbellöcher durch die im Normalfall die Nervenwurzeln laufen. Diese Zwischenwirbellöcher sind verengt .

  • Myelonkontakt - Kontakt zum Rückenmark

  • Paramedian - neben der Mitte gelegen

  • Cervicallordose. - im Normalfall hat die Wirbelsäule eine Doppel - S Form (Cervical = Hals) bei Dir ist sie im Halsbereich überstreckt.

  • Epiduralraumes Spaltraum ziwschne der Dura Mater (Hirnhaut hier Haut des Rückernmarkes

  • Ventral = Vorderseite // Bandscheibenprotrusion - Bandscheibenvorwölbung// Ossär - den Knochen betreffend Zu Deinen Fragen

In diesem Fall würde wahrscheinlich Jeder sofort sagen lasse das operieren eine künstliche Bandscheibe.... Dies kann aber nur ein Arzt vor Ort klären ob dies Sinn macht da er die entsprechenden Bilder usw. hat.

Das Du in dem Fall sehr starke Schmerzen hast ist klar, genau so das Knacken der Knochen. Vor einer OP wird man aufgeklärt was es unter Umständen für Komplikationen geben kann! Bei solchen OPs .

Es ist bei Dir eine Abwägung zwischen den Schäden die Dein jetziger Befund noch mit sich bringen kann und den Komplikationen die eine OP mit sich bringt. Man wird Dir sagen das der jetzige Befund sich nicht unbedingt bessert .....

Es muss aber Deine ALLEINIGE Entscheidung sein ich lasse mich operieren oder nicht. Wenn Du Dich gegen eine OP entscheidest könnte sich das Ganze noch verschärfen (starken Schmerzen im Hals, Schultern und beiden Oberarmen öfteres Taubheitsgefühl in beiden Armen und eingeschränkte Bewegung des Kopfes).

Ich würde mir hier unbedingt eine Zweitmeinung holen Der Arzt schreibt KEINE Myelopathieso bezeichnet man eine Schädigung des Rückenmarks, die durch Kompression, Durchblutungsstörungen oder ionisierende Strahlung hervorgerufen wird.

Eine OP wird die Schmerzen beseitigen ,das Taubheitsgefühl und die Bewegungseinschränkung. Man schreibt aber das auch die Halbgelenke (Unkovertebralarthrose) betroffen sind. Also fast wie neu wird es nicht. Also Zweitmeinung (Arzt ) aber auch einmal mit dem Physiotherapeuten darüber sprechen. Ja und dann wenn es darum geht ich entscheide mich für die OP lieber 500 Kilometer entfernt in eine Klinik als danach massive Probleme. Es gibt da so ca. fünf Kliniken die wirklich Erfahrung haben. Ich weis nicht wo Du im Moment.. Ich oder hier ... könnte Dir zwei , drei Kliniken nennen falls....

http://www.montazem.de/deutsch/html/halswirbelsaule.html

Alles Gute Stephan

Kommentar von StephanZehnt ,

Es kam wieder der Elefant - da steht Jemand auf der Leitung - und schon war ....

VG Stephan

Kommentar von Zweimal ,

Und ich dachte, du wärst jetzt auch auf "Gast" umgestiegen ;-)

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