Frage von netto12, 8

Warum wird Dentin nur im Randbereich zum Zahnmark gebildet zu Lebzeiten ?

Frage steht oben.

Antwort
von manolo, 2

Das Zahnbein (= Dentin; Terminologia histologica: Dentinum; englisch: dentine) wird von den Odontoblasten (Terminologia histologica: Dentinoblastus, Odontoblastus; englisch: odontoblast) gebildet und liegt entweder als Kronendentin zwischen Schmelz und Zahnpulpa oder als Wurzeldentin zwischen Pulpa und Zement. Odontoblasten sind säulenförmige Zellen, die ein mehrreihiges mit Schlußleisten ausgestattetes Epithel ausbilden, der zwischen der Zahnpulpa und dem von ihnen gebildeten, noch nicht mineralisierten Prädentin (Terminologia histologica: Predentinum; englisch: predentine) liegt. Das Zytoplasma der Odontoblasten zeigt reichlich rauhes endoplasmatisches Retikulum und darüber eine Region mit vielen Golgi-Apparaten, reichlich Lysosomen und viele Sekretvesikel. Die zwischen den Odontoblasten ausgebildeten Nexus sorgen für eine elektrisch-metabolische Koppelung der Zellen, die Tight junctions und Gürteldesmosonen sorgen für einen festen Epithelverband. Das zum Dentin orientierte Zytoplasma bildet einen organellenfreien nur einige kleine Sekretvesikel (zur Dentinbildung) und im Anfangsteil Mikrotubuli, dann zusätzlich Aktin- und Intermediärfilamente enthaltenden über 1 mm langen ca. 500 - 700 nm durchmessenden Fortsatz (Terminologia histologica: Procussus dentinoblasti, Processus odontoblasti; englisch: odontoblast process) aus. Dieser wird als Tomessche Faser bezeichnet und zieht über sehr lange Dentin-Kanälchen (Terminologia histologica: Tubulus dentini, Canaliculus dentini; englisch: dentinal tubule) leicht schräg nach oben bis an die Schmelzgrenze. Begleitet wird dieser Odontoblastenfortsatz nur noch von 1 bis 3 maximal 200 nm durchmessenden freien Nervenendigungen. die jedoch nicht in jedem Dentinkanälchen vorhanden sind. Diese sind für die Schmerzempfindung zuständig und ziehen weiter in ein unter den Odontoblasten gelegenes Nervengeflecht (Terminologia histologica: Plexus neuralis subdentinoblasticus; englisch: subdentinoblastic neural plexus). Pulpanah sind die Dentinkanälchen ca. 3,5 µm weit und werden bis zu ihren Enden hin langsam bis zu 1 µm dünn. Im Dentin der Zahnkrone finden sich im Außenbereich um 15.000, im mittleren Bereich ~ 30.000 und in Pulpanähe, wo sie sich auch verzweigen können, ca. 50.000 Dentinkanälchen pro mm². Im Gegensatz zum Schmelz ist Dentin ein lebendes Gewebe, welches ständig umgebaut wird, dabei halten sich Auf- und Abbau etwa die Waage. Wenn bei tiefer vordringender Karies das Dentin erreicht wird, treten Zahnschmerzen auf. Bei weiterem Fortschreiten kann es zum Absterben des Odontoblastenfortastzes kommen. Durch den dann "freien" Kanal kann die Infektion dann bis in die Pulpahöhle vordringen. Siehe: http://www.uni-mainz.de/FB/Medizin/Anatomie/workshop/EM/EMZahn.html

Antwort
von StephanZehnt, 1

Hallo Netto,

das Dentin (Zahnbein) wird nicht nur im Randbereich zum Zahnmark (Pulpa) sondern auch im Restbereich allerdings unterschiedlich stark. Ich weis nicht ob Du das für eine Hausarbeit brauchst - aber hier kannst Du einiges dazu nachlesen. Denn Rest musst Du halt noch erarbeiten

http://sundoc.bibliothek.uni-halle.de/diss-online/03/03H193/t3.pdf

VG Stephan

Kommentar von StephanZehnt ,

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