Frage von Strenwanderer, 2

Warum kann ich nicht Trauern?

Hallo ihr lieben,

Wir konnten nicht zum Grab, weil es eine Seebestattung war und wir von dem Tot erfuhren, wo uns der Nachlass Gericht anschrieben. ich bekam den Brief der Nachname stimmte. aber nicht der Vorname. ich bin durch die Wohnanlage gegangen, weil ich dachte das noch eine Mieterin mit dem selben Nachname gibt. Ich habe sie aber nicht gefunden.vor meinem Fenster machte ich noch mal den Brief auf und lass alles vorher lass ich nur den Namen.Die Person die da drauf stand, hab ich einige Jahre kein Kontakt. wie auch nicht zum verstorbenen.da stand alles. wie auch das meine Mutter das erbe abgelehnt hat. es ist alles nicht so einfach.für alle nicht.schon alleine den wie die Person gestorben ist.

ein sehr nahe liegender Familien Mitglied ist verstorben, aber ich kann nicht trauern.wo ich es erfahren habe, hab ich am selben tag oder den Tag darauf die ganze Zeit geweint.Zu dieser Person empfinde ich Hassliebe.das heißt als Mensch hasse ich die Person und als Familien Mietglied liebe ich ihn.wie ich auch für diese Person auch den Tot gewünscht habe.um wieder leben kann.alles leichter gesagt, als getan.ich nehme an, das ich von mir zu viel erwarte.wie wunder oder so.wie: jetzt werde ich gesund.okay, der druck in mir wurde weniger, aber so einfach wie es aus sieht ist es alles nicht.ich verspüre auch, das ich mich stark ändere.aber mit der Psyche, das ist was anderes.es ist vieles leichter, aber nicht weg.

mein Ehemaliger Therapeut sagte mir: wenn Thema Trauma nichts mehr ist, müsste ich in ein paar Wochen Psychisch mich wieder auf die Reihe bekommen.kann ja auch stimmen, aber ich kann nicht Trauern. wenn ich in mir rein horche, spüre ich lehre.ich kann es kaum beschreiben, wie ich mich fühle.ich weiß das ich weinen sollte, ich kann es aber nicht.ich kam auf die Idee was zu suchen, wo ich Hilfe bekomme. nur wo und wie. wo ich ja nicht ohne Hilfe raus kann.die Idee war zu Telefonieren.mein Betreuer meinte die Not Seelsorge.schön und gut, aber das macht mich nicht reicher und hilft mir nicht bei der Verarbeitung.was war und ist.in mir fühle ich mich gequellt. ich wollte wo ich stabiler bin und so, mit der Person reden was war und so. nun wurde es mir genommen.viele sagen mir schöne Worte oder geben mir Rat.nur es löst sich trotzdem nicht.ich rede mit einer anderen Person in der Familie darüber.es löst sich nicht.

sorry, wenn es durcheinander geschrieben ist und so. mir fällt es echt nicht leicht darüber zu schreiben.aber ich hoffe es ist lesbar und man kann es verstehen.

Danke für Eure Hilfe und Geduld

Eure Strenwanderer

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von walesca, 1

Hallo Sternwanderer!

Wenn ich es richtig verstanden habe, bist Du mit dem Verstorbenen eng verwandt, aber Du verbindest mit ihm auch eine traumatische Erinnerung, die es Dir schwer macht, jetzt mit Trauer auf seinen Tod zu reagieren. Du schreibst aber auch, dass jetzt der Druck durch diese Person bei Dir weniger geworden ist und Du nun wieder leben kannst. Du meinst, dass Du trauern solltest, kannst es aber nicht. Liebe/r Sternwanderer, Du solltest Dir wegen des Todes dieses Verwandten kein schlechtes Gewissen einreden. Nur, weil Ihr Verwandte seid, bist Du nicht dazu verpflichtet!!! Es wird schon seine triftigen Gründe haben, warum Du jetzt nicht trauern kannst. Dein Therapeut wird mit seiner Vermutung Recht haben. Nun ist es Dir vielleicht möglich, das entstandene Trauma besser zu verarbeiten - und dann wird es Dir auch besser gehen!! Vielleicht kann es Dir im Moment ein wenig helfen, mal für ein paar Tage "Bachblüten-Rescue" anzuwenden (die gibt es auch als Lutschbonbons). Die beruhigen Deine angespannten Nerven ganz ungemein und helfen auch dabei, so ein Schockerlebnis besser zu verarbeiten. Aber man sollte sie nur im Notfall anwenden, nicht aber zur Dauertherapie! Probier es einfach mal damit aus.

Alles Gute wünscht walesca

Kommentar von walesca ,

Ganz herzlichen Dank für das Sternchen! Schön, dass ich Dir helfen konnte. Ich hoffe, Du hast inzwischen Deinen inneren Frieden wiedergefunden. LG

Antwort
von gerdavh, 1

Hallo Strenwanderer, Dein Text liest sich zwar etwas verwirrend, aber ich glaube ich verstehe, was Du uns mitteilen willst. Du machst Dir anscheinend Vorwürfe, dass Du nicht weinen kannst. Wenn Du mit dem Verstorbenen nicht zurecht kamst, muss man eben nicht unbedingt weinen. Was noch lange nicht heißt, dass man im nachhinein nicht bedauert, dass der Betreffende gestorben ist und man eventuell bereut, sich mit demjenigen nie verstanden zu haben. Du betrauerst anscheinend die Tatsache, dass Du niemals wieder in der Lage sein wirst, da etwas zu ändern. Nur weil Du mit dem Betreffenden verwandt warst, musst Du noch lange nicht über seinen Tod so traurig sein, dass Du emotionale Gefühle hast. Plötzliche Todesfälle sind immer ein Schock, bedeuten immer ein Trauma. Ich würde mir an Deiner Stelle keine Vorwürfe machen, dass Du nicht weinen kannst, nur weil "man" das üblicherweise tut. Wenn Dir der Verstorbene Dir in Deinem Leben nicht fehlen wird, besteht dazu auch kein Anlaß. -- Ich hoffe, ich habe Deinen Text jetzt richtig verstanden und konnte Dir mit meinem Beitrag ein bißchen helfen. Alles Gute. lg Gerda

Antwort
von Alois,

Meine liebe "Strenwanderer",

wenn ich mir Deine Worte so durchlese, so habe ich den Eindruck, Du hast ganz einfach Angst davor Gefühle zuzulassen - nicht nur Trauer, sondern auch Wut, Schuldgefühle etc.

Mit den Gefühlen ist das aber nun so eine Sache: Haben sie ihre Funktion erfüllt, so lassen sie normalerweise recht rasch wieder nach; werden sie jedoch verdrängt, so werden sie unterirdisch immer stärker, was man wiederum nicht zulassen will - ein Teufelskreis, aus dem man nur schwer wieder herauskommt.

Mein Rat: Du musst in einem längeren Prozess lernen, Gefühle zuzulassen - und das geht nur mit psychotherapeutischer Hilfe, die ich Dir hiermit ans Herz legen möchte.

Lieben Gruß vom Alois

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