Frage von nanochip, 120

warum habe ich manchmal das gefühl das ich wie bekifft bin?

hallo, ich bin depressiv-schizophren erkrankt, mein vater hatte schon Schizophrenie und ich habe ca. 6 jahre fast regelmäsig canabis zu mir genommen, doch ich hatte bereits bevor alldem Momente wo ich dachte dass ich in einer anderen welt leben würde ! das kiffen hat es verstärkt!

bin dan vor ca. 3 jahren erkrankt und nehme seit dem keine Drogen mehr! habe starke medikamende bekommen, doch bis jetzt langsam reduziert (vom Arzt aus) !

mir geht es eigentlich auch besser, nahe zu wie bevor ich gekifft habe ! doch ich merke, das ich ab und zu das gefühl habe wie bekifft zu sein ! mal stärker, mal schwecher, vorallem wenn es zu weihnachten oder größere Veranstaltungen geht, oder wenn es viel stress auf einmal aufkommt !

auch in meinen träumen erlebe ich die wildesten dinge (weltundergang, Tod von menschen, aber auch in anderen welten etc....) wenn ich dann aufwache komme ich mir bekifft vor, als wenn ich es real erlebt hätte !

hoffe es kann einer mir was dazu schreiben !!!

Antwort
von HlLFESUCHERlN, 76

Toll, dass du es geschafft hast, die Drogen abzusetzen!

Du hast ja schon eine längere Vorgeschichte, da ist es schwer, aus der Ferne deine Erlebnisse einzuschätzen. Konkret sprichst du darüber am besten mit (d)einem Therapeuten.

Ganz allgemein lässt sich vielleicht sagen: (Fast) jeder Mensch hat irgendwann "surreales Erleben", wie z. B. das Gefühl, die erlebte Szene von aussen zu sehen oder dabei "zu schweben". Andere sehen im Halbdunkeln plötzlich schemenhafte Gestalten. Dies sind im Grunde "normale" Ereignisse, die besonders bei starker Übermüdung, im Fieber oder kurz vor dem Einschlafen/nach dem Aufwachen auftreten. Auch die verrücktesten Träume können ganz "normal" sein, selbst wenn sich ein eigenartiges Gefühl noch in den Tag zieht.

Die Grenzen zum Krankhaften sind jedoch fliessend und hängen weniger davon ab, WAS man erlebt, als WIE man damit umgeht, bzw. ob man sich noch bewusst ist, dass es sich um surreale Empfindungen handelt, oder ob man sie für wahr hält oder sogar seine Handlungen danach richtet.

Ich weiss nicht, wie es ist, bekifft zu sein, aber auch ich kenne das Gefühl wie "entrückt und unbeteiligt" zu sein, so dass die Erlebnisse wie in einem Film vorüberziehen. Dies vor allem, wenn ich bei starkem Schlafmangel in einer grösseren Veranstaltung sitze. Ich denke, daran ist an sich nichts krankhaftes...Abhilfe schafft frische Luft und etwas Bewegung...und natürlich genügend Schlaf ;)

Wenn deine Erlebnisse jedoch zunehmend auftreten und dich z. B. im sozialen Umgang hemmen oder sonst wie beeinflussen oder du beginnst, dich in Hinblick darauf dauernd zu beobachten, spätestens dann solltest du dringend einen Therapeuten aufsuchen. Und natürlich auch, wenn jemand dich auf komisches Verhalten ansprechen würde oder die "Symptome" im Rahmen eines Medikamentenauslassversuches auftreten.

Fände es spannend, noch andere Meinungen hierzu zu hören.

Liebe Grüsse und Alles Gute

Antwort
von Senfbrot, 29

Das kenne ich gut, ich habe selbst jahrelang gekifft und bin selbst schizophren.

Es könnte die Schizophrenie sein, aber auch Nachwirkungen vom Kiffen.

Wenn jemand an einer Schizophrenie erkrankt dann kann er so allerhand seltsame Geisteszustände bekommen.

Ich habe auch furchtbare Alpträume fast jede Nacht, ich weiß leider auch keine wirklichen Rat, ich kann nur sagen, dass das alles so nichts aussergewöhnliches ist bei einer schizophrenen Erkrankung.

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