Frage von xUnity, 95

Warum atme ich denn in eine Tüte?

Hallo ihr Lieben und guten Abend (:

Die Frage steht oben, aber eine kurze Erklärung liefere ich trotzdem:

Ich habe gestern am späten Abend bzw. in der Nacht schon mehr einen kurzen Trip in die Notaufnahme unternommen, nicht wirklich freiwillig.

Aus irgendeinem Grund habe ich ziemlich schnell geatmet, mir wurde nachher erklärt das man genau das als hyperventilieren bezeichnet. Auf jeden Fall sollte ich dann in eine Art Plastiktüte atmen. Ich war in dem Moment nicht wirklich ansprechbar und hab's dann einfach mal gemacht, die Ärzte sollten ja immerhin wissen, was sie da von mir verlangen. Und dann war ich auch gestern nicht mehr wirklich in der Verfassung nach zu fragen, aber jetzt stellt sich mir die Frage, warum ich denn in eine Tüte geatmet habe? Und warum es dadurch besser wurde? Sprich, ich wieder besser Luft bekam.

Hat das irgendeinen medizinischen Hintergrund, ich bitte euch, klärt mich auf, denn diese Frage lässt mich einfach nicht los :'D

mit freundlichen Grüßen

eure Unity

Euch noch einen schönen Abend, ich bin dankbar für jede Antwort <3

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von Emelina, 95

Bei der Hyperventilation wird sehr schnell geatmet - es kommt mehr Luft in die Lunge hinein und es wird dadurch auch - innerhalb von kurzer Zeit - mehr Luft wieder ausgeatmet.

Bei einer normalen Atmung wird das Blut von der Lunge optimal versorgt. Beim Hyperventilieren wird die Lunge jedoch „über-belüftet“. Dadurch vermindert sich das Kohlenstoffdioxid (CO²) im Blut, da mehr CO² abgeatmet wird.

Durch das mehrmalige Einatmen der eigenen kohlenstoffdioxidhaltigen Atemluft aus der Tüte, steigt die CO²-Konzentration im Blut wieder an. Die CO²-Rückatmung führt dazu, dass das Blut wieder optimal versorgt ist und die Hyperventilation beendet wird.

Kommentar von gerdavh ,

Sehr schön erkärt, dem kann man nichts mehr beifügen.

Kommentar von Emelina ,

Danke für den Stern :-)

Antwort
von rulamann, 64

Menschen, die hyperventilieren, sind sich dessen meist nicht bewusst. Häufig hat die Hyperventilation psychische Ursachen wie Angst oder Panik – dann tritt ein akuter Hyperventilationsanfall auf: Der Betroffene( in dem Fall du) atmet verstärkt Kohlendioxid (CO2) ab, wodurch die CO2-Konzentration im Blut sinkt. Im Notfall wird dir dann eine Tüte über das Gesicht gestülpt und zwar so, dass die Tüte über Nase und Mund reicht und fest auf dem Gesicht sitzt. Dann atmet man in die Tüte ein und aus. Wenn du in die Tüte atmest, wird kein neuer Sauerstoff zugeführt. Du atmest stattdessen Kohlendioxyd ein. Dadurch wird die Konzentration von Kohlendioxyd im deinem Blut wieder erhöht und die Atmung verlangsamt sich. Sollte siwas mal wieder passieren und du hast keine Papiertüte zur Hand, dann atme in die die hohle Hand .

Alles Gute von rulamann

Antwort
von wuzmuz, 60

In die Tüte sollst du atmen, weil durch das hyperventilieren zu viel Sauerstoff ins Blut gelangt ist. Mit der Tüte sollst du den selben Atem nochmals einatmen um so die Konzentration von Sauerstoff zu verringern. Eigentlich ist es ja gut, wenn man Sauerstoff ausreichend hat. Aber beim Hyperventilieren war es einfach zu viel.

Antwort
von strudel, 48

Beim Hyperventilieren nimmt man zuviel Sauerstoff auf und gibt zuviel Kohlenstoffdioxid ab. Wenn man in eine Tüte atmet, verringern sich beide und der Kreislauf fährt somit auch wieder etwas runter und die Atmung reguliert sich.

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