Frage von syndrom, 1.044

Wann sind Selbstgespräche besorgniserregend?

Ich erwische mich manchmal dabei, ein wenig mit mir selbst zu sprechen. Das kommt nicht häufig vor und beläuft sich auch nicht auf tiefgehende Gespräche;) Ich habe aber auch schon Leute gesehen, die offenbar häufiger Monologe mit sich führen. Ich kann mir vorstellen, dass das eine „Einrichtung“ unserer Seele ist, die einen Zweck erfüllt, frage mich aber, ob das ab einem gewissen Punkt besorgniserregend wird. Was wisst ihr denn darüber?

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Antwort
von Mahut, 999

Ich spreche oft mit meinem inneren Schweinehund, wenn ich irgendwo am Tresen stehe und es so leckere Verführerische Sachen zum Essen gibt, ich aber denke das sie nicht gut für mich sind, fasse ich mir an die Stirn und beschimpfe dann das Teufelchen, meist gewinnt dann das Engelchen,

Die Verkäuferinnen schauen mich dann komisch an, darauf kläre ich sie auf, dann lachen wir herzhaft.

Auch wenn ich in die Küche gehe, das ist bei mir in der Wohnung ein etwas weiterer Weg, dann sage ich mir auch was ich da will, denn manchmal weis ich es nicht mehr, wenn ich es mir nicht laut vorsage. klingt blöd. ist aber so.

Kommentar von Fischkopp ,

Einfach herrlich! :-)))

Antwort
von LucyLai, 893

Irgendwo habe ich mal gelesen, dass jeder Mensch jeden Tag, jede Minute ein regelrechtes Sturmgefecht von Gedanken mit sich herumträgt. Und das stimmt auch. Kaum jemand kann mal fünf Minuten nur stille sitzen ohne dass ihm hunderte von Gedanken durch den Kopf jagen. Gedanken von Dingen die gestern oder einst waren, was wäre wenn, was mache ich bloss wenn.... und so weiter. Und derjenige, der das geschrieben hat, schrieb weiter, dass wir nur zu schnell mit der Meinung bei der Hand sind, dass Menschen die Selbstgespräche führen, doch irgendwie seltsam seien. Aber im Grunde sei das auch nichts anderes als unsere Gedankenstürme. Nur eben laut. Unsere Gedankenstürme sind nur in unserem Kopf laut - aber genauso unsinnig.

Antwort
von atreju, 755

Dazu habe ich etwas gefunden: "Selbstgespräche sind in einem angemessenen Rahmen ganz und gar nicht schlecht". Sie dienten etwa dazu, sich selbst zu organisieren. Mit den Monologen würden Menschen soziale Interaktionen simulieren, etwa im Kopf durchspielen, wie ein anstehendes Gespräch verlaufen könnte oder sich erinnern, was man in einer vergangenen Unterhaltung gesagt und gedacht hat. Quelle: Psychologin Corinna Reichl-Universitätsklinikum Heidelberg

Antwort
von Fischkopp, 610

Hallo syndrom,

hab lange darüber nachdedacht und komme zu dem Schluß: Ohne geht es gar nicht! Jeder, wenn man ehrlich ist, führt Selbstgespräche. Erst wenn die Umwelt damit "belästigt" wird - dann ist es aber auch keine Selbstgespräche mehr - kann es bersorgniserregend werden. Mit freundlichen Grüßen! Fischkopp

Antwort
von elvislebt, 514

Kein Problem. Nur wenn du Selbstgespräche führst und andere es mitbekommen, solltest du mal prüfen, ob du es nicht abstellen kannst. Und besser wäre es natürlich noch, wenn du mit jemand anderem reden könntest. "Reden" kann auch eine Kommunikation per Email oder übers Internet (z.B. in Foren wie hier) sein.

Antwort
von bobbys, 473

Das ist Stress bedingt, der Körper verarbeitet bzw. bereitet sich vor auf eventuelle Konfrontationen z.B .Bewerbungen ,es ist nicht krank sondern sogar gesund ,weil man damit Stress abbaut.

LG Bobbys :)

Antwort
von kathi47, 458

Ich muss ganz ehrlich sagen, mir passiert das auch öfters, und oft nicht unbewußt. Manchmal brauche ich das einfach. Grad wenn ich ein bisschen unruhig und nervös bin, dann lenkt es mich ab. Für mich es es schon eine Einrichtung der Seele.

Allerdings mache ich das nur, wenn ich allein bin, z.B. während ich die Hausarbeit mache, oder am Grab meines Vaters, da tut es mir besonders gut.

Antwort
von walesca, 404

Hallo Syndrom!

Schau bitte mal in diesen Link. Ich glaube, dort findest Du die Antwort auf Deine Fragen.

ttp://www.welt.de/gesundheit/psychologie/article112937624/Wann-Selbstgespraeche-krankhaft-werden.html

Alles Gute wünscht walesca

Antwort
von cyracus, 359

Zu Hause rede ich auch hörbar mit mir selbst. Besonders dann, wenn ich meinem Unterbewusstsein etwas mitteile, es um Hilfe bei etwas bitte.

Für unterwegs habe ich mir angewöhnt, mit mir mit geschlossenen Lippen = stumm zu sprechen. Das klappt sehr gut.

Antwort
von pferdezahn, 321

Ich rede gerne mit meinen Hunden, und bin manchmal erstaunt, dass sie mich verstehen.

Kommentar von Fischkopp ,

Sie sind nicht erstaunt! Sie sprechen nur eine andere Sprache.

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