Frage von Karibik, 5

Wann sind Kinder überfordert?

Eine Bekannte von uns hat zwei Kinder 5 und 4 und die sind fast jeden Tag in der Woche in irgendeinem Kurs. Unsere Kinder haben gar keine "Pflichttermine" bei selbem Alter. Sind Kinder in dem Alter nicht überfordert oder geben wir zu wenig Anregungen?

Antwort vom Psychologen online erhalten
Anzeige

Schneller und günstiger Rat zu Ihrer Frage. Kompetent, von geprüften Psychologen.

Experten fragen

Antwort
von dinska, 5

Den Kindern Anregungen geben, heißt sich mit ihnen beschäftigen und herauszufinden, wo ihre Stärken liegen. Diese kann man dann fördern. Dazu braucht es keine Kurse, höchstens wenn man selbst zu wenig Zeit und Mittel dafür hat. Es sollten aber nicht zu viele sein und das Kind braucht noch Zeit für sich selbst und dass es spielen und toben kann. Frag doch deine Kinder mal, ob sie auch in einen Kurs gehen und womit sie sich gern beschäftigen wollen. Man muss sich immer auf seine eigene Kinder beziehen und auf seine Verantwortung besinnen, was andere machen ist ihr Ding.

Antwort
von elliellen, 4

Hallo!

Das kann man nicht pauschal sagen. Das kommt ganz auf das jeweilige Kind an. Im Allgemeinen ist eine kindliche Förderung gut, wenn das Kind es mag. Am besten ist es, wenn man das Kind entscheiden lässt und das Kind bei den Kursen ein paar Mal die Schnuppertage mitmachen lässt.

Es gibt von Kind zu Kind auch enorme Unterschiede. Einige können gar nicht genug bekommen und anderen sind wenige Kurse bereits zuviel.

Bei meiner Tochter(11) ist es so, dass andere sich immer wundern, wieviel sie mitmacht. Cello, reiten u.s.w. Sie jedoch freut sich auf jedes Programm und jede Herausforderung. Das kommt eben ganz auf das Kind an, egal in welchem Alter.

Antwort
von Dissbensa, 3

Jeden Tag unterwegs zu sein, finde ich zu viel. Es würde genügen einen oder zwei Termine pro Woche auszumachen und den Rest der Zeit entweder mit den Eltern oder mit eigenem Spiel zu verbringen. Immer nur in Aktion zu sein, das ist nicht gesund, weder für ein Kind noch für einen Erwachsenen.

Antwort
von Irene1955, 4

Ich denke, das hängt ganz von den jeweiligen Kindern ab und kann so pauschal nicht beantwortet werden. So spontan halte ich es auch für übertrieben, Kindern fast jeden Tag einen Termin zuzumuten - aber wenn sich die Kinder das evt. selbst ausgesucht haben und - warum auch immer - z.B. zuhause nicht so viel Abwechslung haben, so ist das wohl in Ordnung. Kommt, wie gesagt, auf die Kinder und das dazugehörige Elternhaus an.

Umgekehrt glaube ich nicht, dass irgendwelche Kurse notwendig sind, um einem Kind Anregung zu bieten. Zuhause kann die Entwicklung des Kindes doch genauso gut gefördert werden - mit Basteln, gemeinsamen Unternehmungen, im Spiel, beim Sport, und so weiter ...

Wenn eure Kinder sich also normal entwickeln, gesund und aufgeweckt sind, dann würde ich mich von dem terminlichen Überangebot eurer Bekannten nicht verunsichern lassen :-)

Antwort
von Shivania, 2

Da gibt es grundsätzlich keine Regeln. Die einen brauchen dies, die anderen mögen das… was sagen denn die Kinder dazu? Ist etwas im Verhalten bei den einen oder anderen auffällig? Das könnte eine extreme Unruhe oder auch ein extremes innsich gekehrt sein bedeuten.

Ohne ganz konkrete Angaben um was es sich handelt, welches Naturell die Kinder haben und wie sie konkret auf das Angebot reagieren kann hier niemand eine wirklich hilfreiche oder stimmige Aussage treffen.

Antwort
von bethmannchen, 3

So schnell ist ein Kind nicht überfordert. Alles was es interessant findet, wird es auch begeistert mitmachen, und dann auch "bei der Stange bleiben". Mit etwas das man selber will, kann man nicht überfordert werden. Jedes Kind ist eigentlich begierig darauf, seine Kompetenzen auszubauen, Herausforderungen zu meistern, im weitesten Sinne eben, etwas dazu zu lernen.

Schlimm wäre es nur, wenn ein Kind unbedingt Klavierstunden nehmen muss, weil Mama das gern so hätte oder in den Fußballverein gejagt wird, nur weil Papa seinen Stammhalter für ein Naturtalent hält.

In solchen Gruppen bekommen Kinder Anregungen, die sie zuhause nicht bekommen werden, üben den Umgang mit anderen, entwickeln soziale Kompetenz usw. Früher brauchte ein Kind nur vor die Tür zu gehen, und schon traf es jede Menge Gleichaltrige, mit denen es "was machen" konnte. Selbst auf einem Spielplatz ist die Anzahl der dort spielenden Kinder heutzutage recht gering.

Weil heutzutage in einer Familie kaum mehr als 2 Kinder sind, ist es sicher besser, die Kinder dann mit einer "adäquaten Beschäftigung" zu versorgen, in Gruppen mit Gleichgesinnten in Kontakt zu bringen, als dass sie zuhause dumpf Langeweile schieben. Es muss halt dem Kind gefallen, sonst wäre es "Kinderquälerei".

Antwort
von Tigerlilli, 2

Ich finde auch, dass man in dem Alter noch nicht so viel machen muss, denn das kommt mit zunehmendem Alter von ganz allein. Abwechslung ist schon gut, aber zu viel macht nur hektisch und außerdem lernen den Kinder nicht sich selbst zu beschäftigen oder mit Langeweile umzugehen.

Antwort
von pferdezahn, 2

Wenn sie sich nicht mehr konzentrieren koennen. Dazu gehoeren selbstverstaendlich keine verhaltensgestoerte Kinder.

Antwort
von anonymous, 2

Kinder brauchen Kindsein, Zeit zum langweilen, rumträumen, nein das mit den Terminen ist eine richtige Abart, die armen Kinder, sie werden sich sicher auch als Erwachsene überfordern mit Terminen, denn darauf sind sie dann ja quasi programmiert. Und was die Terminveranstaltungen den Kindern bringen sollen ist fraglich. Denn alles was sie lernen wollen und möchten werden sie sich später auch aneignen, ganz automatisch. Vielleicht bekommen sie nun aber durch den Terminstress eine regelrechte Abneigung gegen gewisse Dinge, der Schuss geht nach hinten los.

Keine passende Antwort gefunden?

Fragen Sie die Community

Weitere Fragen mit Antworten