Frage von Ffmpower123, 38

Was könnten die Ursachen für meine Wahrnehmungs-bzw Verarbeitungsstörung sein?

Hallo!

Ich bin männlich, Anfang 16, und leide seid etwa eineinhalb Monaten unter dem Problem, Dinge nicht richtig verarbeiten zu können. Mal mehr, mal weniger ausgeprägt.

Konkret: Ich habe aktuell Schwierigkeiten, Texte zu verarbeiten, Symbole richtig zu assoziieren, grundsätzlich nehme ich meine Umwelt etwas weniger bewusst wahr, als würde ich durch eine Glasscheibe gucken.Letzte Woche hatte ich daneben sogar das Problem, Gehörtes nicht richtig verarbeiten zu können! Das ist zum Glück nicht mehr so, dennoch bleiben die anderen Probleme.Anfangs dachte ich, es liegt vielleicht an einem Vitamin- oder Mineralmangel aber meine Blutwerte sind absolut ok!!

Mir macht das richtig Angst weil ich nicht weiß woher das kommt und ich habe ständig die unterschwellige Angst, dass das für immer bleibt und meine ganzen Schul-und Karrierepläne dadaurch platzen!Kann das ein bleibender Schaden einer Hirnregion sein? Als es angefangen hat habe ich zuvor bestimmt keine Substanzen zu mir genommen die potenziell schädlich sind, höchstens ein WENIG Alkohol! Ein Traumatisches Erlebnis liegt auch nicht vor!

Ist das psychisch oder eher physisch? Könnte es etwas irreversibles sein oder ist das behandelbar? Liegt es vllt an der Pubertät?

Ich bin für jede Antwort dankbar!!!Lg

Antwort
von dinska, 21

Ich würde dir erstmal raten zum Hausarzt zu gehen, ihm deine Probleme schildern und dich gründlich untersuchen zu lassen.

Wenn organisch alles ok ist, dann kann schon die Psyche einen Einfluss haben.

Du bist 16 und noch im Reifeprozess, da kann schon sein, dass es mal hier und da Probleme gibt. Versetze dich nicht in Angst und Schrecken, sondern suche dir Dinge die dir und deiner Psyche gut tun.

Es regelt sich nicht alles im Selbstlauf, manchmal muss man einiges dazu beisteuern.

Zuerst eine gesunde Ernährung, ausreichend trinken und ausreichend schlafen. Nach jeder Anspannungsphase, muss auch immer eine Entspannungsphase folgen.

Entspannung muss nicht lange dauern, alle Stunden mal richtig durchatmen, sich nach oben ausdehnen, dabei einatmen und dann beim Ausatmen Kopf und Körper nach unten abrollen, aushängen lassen und dann wieder mit dem Einatmen nach oben ausrichten.

Lockeres Hüpfen auf der Stelle oder einem Trambolin immer weiter ausbauen und immer bis zur Grenze.

Weiterhin gut ist progressive Muskelentspannung, die man gut vor dem Einschlafen machen kann und die für einen erholsamen Schlaf sorgt.

Für das Gehirn ist das Jonglieren gut, es gibt da spezielle Jonglierbälle mit denen man das gut erlernen kann.

Auch wenn du ein Junge bist, würde ich dir zu einigen Yogaübungen raten. Mich haben z.B. die 5 Tibeter wieder gut in Schwung gebracht und mir meine Steifigkeit genommen und den Start in den Tag erleichtert. Auch in Pilates gibt es viele gute Übungen die die Psyche und Physe anregen.

Du musst aber selbst auf die Suche gehen und dir suchen, was dir gut tut. Denn es gibt nichts Gutes, außer man tut es!


Antwort
von Hooks, 20

Du mußt wissen, daß Alkohol die Vitalstoffe Magnesium und VItamin B ausschwemmt. Die Blutwerte sagen darüber allerdings nur herzlich wenig aus. Erstens kann man die meisten gar nicht messen, da sie ernährungsbedingt sind und dadurch schwanken, und zweitens gibt es eine große Spannbreite von "normal", z.B. sagte mir mein Arzt, mein Eisenwert sei ok (12,2 bei einem Referenzwert von 12,0-16,0), für mich allerdings bedeutet das die allerunterste Grenze. Wenn ich dann bei mir Eisenmangelerscheinen feststelle, schließe ich daraus, daß ich trotzdem mehr Eisen brauche. Verstehst Du, wie ich das meine?

So ist Benommenheit zum Beispiel aufgezählt in der Liste der Mangelsymptome von B1 im vitalstoff-lexikon.de B1-MAngel kommt durch vermehrte Aufnahme von KH, Stärke, Zucker, die brauchen das zum Abbau, oder durch vermehrtes Trinken von Kaffee oder Tee, weil die einen Thiaminhemmden Faktor haben (ATF). Schwitzen und Alkohol schwemmen aus. Magnesiummangel verstärkt das, weil Mg die B-Vitamine aktiviert.

Durch Stress wird alles schlimmer, weil durch die vermehrte Nervenaktivität mehr Mg und B verbraucht wird, da muß man mehr tanken sozusagen. Klausurenhäufung z.B., Ferienplanung...

So, nun schau mal, ob Du mit diesen Infos was anfangen kannst.

Alles Gute für Dich!

Ach so, was war vor anderthalb Monaten? Besonderer Stress? Krank? Antibiotikum?

Kommentar von Ffmpower123 ,

Hallo,

Danke erstmal(:

also, vor der starken Wahrnehmungsstörung und auditiven Verarbeitungsstörung usw hat sich das ganze mit kurzen apathischen Episoden ca. Ab 1 Monat vorher angekündigt.

 Ganz wichtig: Die besagte Apathie sorgte lediglich dafür, dass ich quasi Gefühlstaub war, wie in Watte gepackt, allerdings konnte ich da noch Informationen aus meiner Umwelt, Texte und audiovisuelle Informationen tadellos verarbeiten und war somit im Schulalltag uneingeschränkt.

ein richtiges Protokoll oder so habe ich natürlich nicht geführt aber ich weiß, dass danach mein Schulpraktikum begonnen hat und das war 3 Wochen lang.

nach dem Praktikum war zunächst noch alles ok. Wann es genau angefangen hat weiß ich nicht mehr, Aber es waren höchstens 1-2 Wochen danach, vielleicht noch früher. Es begann damit, dass ich alle Informationen aus meiner Umwelt nicht mehr richtig verarbeiten konnte. Das blieb dann auch so, mal ganz schwach, mal ganz stark ausgeprägt.

 dann kam es später auch dazu, dass ich Musik anders wahrnahm, sowie gesprochenes nicht richtig erfassen konnte.

das ist zum Glück mittlerweile vorbei, Aber das Grundproblem bleibt. Nicht einmal, wenn ich vor dem Fernseher sitze und mir zb. Talkshows oder Serien etc angucke, kann ich den Inhalt richtig verarbeiten, ich kann ihn nicht "entschlüsseln".

ausserdem ist es so, dass ich eine Extreme Antriebslosigkeit entwickelt habe, keine Leidenschaft mehr für nichts, zudem eine lähmende Unfähigkeit, die mich daran hindert die banalsten Dinge auszuführen.. Wie soll es da erst im anspruchsvollen Schulunterricht werden...! (ich habe noch Ferien)

ich dachte ja bisher es ist bestimmt was physisches Aber mittlerweile bin ich da nicht mehr so sicher.

übrigens: Bei mir wurde schon im Kindesalter leichtes ADS diagnostiziert, mein Vater hat eine psychische Erkrankung(geht angeblich aus einem Gutachten hervor, behauptet meine Mutter). Er soll also Schizophrenie haben, merkt man ihm aber keineswegs an(unauffällig, sehr erfolgreich, integriert)

meine Oma väterlicherseits soll ebenfalls eine psychische Erkrankung haben.

hängt es vielleicht mit einem der o.g. Dinge zusammen?

Vor Beginn der Wahrnehmungsstörungen gab es keinerlei außergewöhnliche Vorkommnisse, was zb. Eine Psychose eher unwahrscheinlich macht. (glaube ich?)

sorry für den langen Text (;

LG

Antwort
von rueju, 12

Eine Konzentrationsschwäche ist in dem Alter nicht ungewöhnlich, weil sich dein Körper und speziell das Gehirn noch in der "Umstellungsphase" befinden. Wenn du einen stressigen Schulalltag hast, kommt meistens noch Schlafmangel hinzu, der die Symptome ebenfalls begünstigen kann. Ich würde nicht gleich von einem Hirnschaden ausgehen, aber um dich zu beruhigen würde ich dir auch empfehlen nochmal mit deinem Arzt zu reden. 

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