Frage von CollieBuddz, 28

Vor Monaten bewusstlos - Seitdem Schwindel, Panik, Herzrasen

Hallo, ich habe meine "Geschichte" schon auf der Partnerseiter gutefrage.net vorgestellt, aber ich denke ich bin hier besser aufgehoben.

Zu mir: Männlich, 22 Jahre, 70KG.

Im November 2013 bin ich beim späten Abendessen für 2 Minuten bewusstlos gewesen. Meine Mutter sagte ich wäre total verkrampft gewesen und hätte die Augen zurückgerollt, aber nicht gezuckt oder dergleichen. Nunja, dann sind wir von Arzt zu Arzt gerannt. Habe ein EEG und eine Ultraschalluntersuchung der Blutgefäße gemacht, beides war in Ordnung. Im Dezember 2013 ging es mir eigentlich ganz okay, ab und zu hatte ich mal für ein paar Minuten diese leichte Angst und Schwindel, aber dann war es auch okay und hatte nur immer den Gedanken daran im Kopf. Bin dennoch einigermaßen zurechtgekommen und auch raus gegangen usw. Mitte Januar hatte ich dann sowas wie eine Panikattacke auf der Arbeit, und bin nach Hause gegangen. Hatte Herzrasen, Schwindelgefühle, Angst, Brustenge und starke Kopfschmerzen. Bin zum Arzt gegangen wo mir Blut abgenommen wurde. Blutbild und Schilddrüse + Nieren in Ordnung laut Ärztin. Zwei Tage später schwollen bei mir Lymphknoten im Nacken, Leiste und unter der Achsel an. Daraufhin bin ich wieder zur Ärztin, woraufhin ein großes Blutbild gemacht wurde, welches laut Ärztin auch in Ordnung wäre. Mein Blutdruck war zu der Zeit auch immer leicht erhöht -> 135/90. Ab diesem Zeitpunkt war es so,das ich mich noch mehr geschont habe als davor und garnicht mehr rausgegangen bin und nur noch im Bett lag. Ich bekomme schon nach ein paar Minuten draußen Herzrasen und habe mir dann daraufhin eine zweite Meinung geholt. Diese hat nur Herz abgehört und Blutdruck gemessen, der hier auf 150/105 war. Man muss dazu sagen, dass ich davor 3 1/2 Stunden voller Angst und Panik im Wartezimmer gesessen habe. Sie sagte es wäre nur Angst vor einem Kontrollverlust und verschrieb mir leichte Betablocker, die ich aber nicht nahm, da diese mich total schlapp und müde machten.

Vor kurzem wurde ein 24h EKG gemacht, wovon ich das Ergebnis aber noch nicht habe. Beim Kardiologen war ich ebenfalls vor kurzem. Dort wurde ein Belastungs-EKG gemacht, welches ich nach 4 Stufen abgebrochen habe, weil meine Beine nicht mehr konnten. In der Ruhephase blieb der Puls bei 150. Die Ärztin sagte es wäre nicht schlimm und müsste auf die Nervosität zurückzuführen sein. Dann wurde ein Herzultraschall gemacht, welches auch gut aussah.

Ich bin einfach total ratlos.Vor diesem Ereignis hatte ich nie solche Probleme, mir war auch nie schwindelig.Ich hatte alle paar Monate mal kurzzeit Herzrasen für 1-2 Stunden, aber verfiel nicht in Panik dabei. Die Kardiologin sagte mir mit solchen Ohnmachtsanfällen könnte ich 102 Jahre alt werden...und sie denkt auch das es psychischer Natur ist und ich einfach durch die Panik und Angst so gestresst bin.

Es ist bereits eine reine Qual um zum Arzt zu gehen, der nur ein paar hundert Meter entfernt ist und dort im Wartezimmer zu sitzen. Ich fühl mich einfach erschöpft und schwach.

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Antwort
von expermondo, 5

Hallo CollieBuddz,

Schau mal bitte hier:
Angst Herz

Antwort
von Universalo, 27

Als ich deine Geschichte so gelesen habe dachte ich auch, dass das ganze wohl eher psychischer Natur sein wird. So ein junger Mann wie du, nicht übergewichtig und nichts dergleichen, der hat noch keine körperlichen Beschwerden. Nicht vom Stoffwechsel her meine ich. Du solltest dich wirklich an den Gedanken gewöhnen, dass deine Psyche Hilfe braucht und du dich nach einem Therapeuten oder einer psychosomatischen Klinik umschauen solltest. Die Klinik halte ich in deinem Fall eigentlich für sinnvoller. Da bist du dann mal eine zeitlang komplett unter "Aufsicht" und wirst betreut. Ich wünsche dir gute Besserung.

Antwort
von Sachsenmadel, 23

Leider sind viele Leiden nicht organischen Ursprungs oder Gott sei Dank. Trotzdem hat man die gleichen Probleme wie andere. Wenn die Ärzte nichts gefunden haben, dann kann man davon ausgehen, dass es an der Psyche liegt. Es sind sicher Probleme, die dir zu schaffen machen. Da kann nur ein Psychologe helfen. Und den sollte man ohne Bedenken alles erzählen. Ich wünsche dir gute Besserung!

Antwort
von bobbys, 15

Hallo,

du hast bereits eine Angsterkrankung die sich durch Panikattacken und generalisierte Angst bemerkbar macht. Eine Depression wäre ebenfalls möglich. Leider wirst du ohne professionelle Behandlung diese nicht mehr in den Griff bekommen, da diese doch schon sehr ausgeprägt ist (laut deiner Beschreibung). Und sich auch ohne Behandlung weiter verstärken wird. Deshalb empfehle ich dir wende dich an einen Neurologen/Psychiater dieser wird dich dann sicherlich erst mal Medikamentös einstellen ,damit du erst mal wieder Angstfrei wirst,dann musst du sicherlich auch eine Psychotherapie machen,diese Termine sind sehr schwer zu bekommen,deshalb würde ich dir auch eine Psychosomatische Reha empfehlen ,damit du auch erlernst und begreifst was deine Erkrankung bedeutet und wie man damit umgeht. Du solltest in einer Neurologischen Praxis anrufen oder deine Mutter bitten einen Termin zu machen und sagen das du unter sehr starken Ängsten leidest ,somit könnte der Termin beschleunigt werden. Sollte sich dein Zustand noch weiter verschlechtern, dann solltest du in ein Krankenhaus mit Psychiatrieabteilung. Du solltest jetzt nicht mehr länger warten und etwas für dich tun.

LG bobbys

Kommentar von CollieBuddz ,

Vielen Dank für deine ausführliche Antwort. Ja.. Hinzu kommt das ich mich zurzeit im 2. Lehrjahr befinde und die Bedenken das ich die Ausbildung aufgrund von fehlzeiten verlieren könnte, sind auch da.

Ich muss morgen zu meiner Hausärztin und werde mit ihr mal darüber reden, da die Kardiologin auch die Angst angesprochen hatte. Ich versuche mich seit gestern etwas aufzuraffen. Heute bin ich einfach mal für 30 Minuten alleine spazieren gegangen. Hatte zwar ständig diese Benommenheit bei mir und dieses ganz komische Gefühl in der Brust, aber es ging! Bringt mich selber zum schmunzeln dass ich über 30 Minuten spazieren so stolz bin :-D

Werde morgen dann nochmal berichten!

Kommentar von bobbys ,

es ist Gut so ,das du spazieren gehst. Bitte lass dir von deiner Hausärztin keine Psychopharmaka verschreiben ,diese gehören in Facharzt Hände :)...ich bin erst wieder Sonntag Abend on.LG

Kommentar von CollieBuddz ,

Ja, werde morgen Mittag mit meiner Freundin auch einen etwas längeren Spaziergang machen, vielleicht auch heute noch.

War soeben bei meiner Hausärztin hab ihr alles geschildet, auch welchen Verdacht die Kardiologin hatte. Meine Hausärztin stimmt dem zu und hat mir nun gesagt ich soll mich in Therapie begeben. Wie bereits von dir erwähnt, dauert es anscheinend bis man einen Termin bekommt, aus diesem Grund hat sie mir zusätzlich eine Überweisung zum Neurologen/Psychologen gegeben, der vielleicht zur Sicherheit noch ein MRT des Schädels anordnen soll. Außerdem soll er mit mir die das Thema Angststörung durchgehen und entscheiden ob eine vorrübergehende (leichte) medikamentöse Behandlung neben der Therapie empfehlenswert wäre. Da ich doch recht eingeschränkt bin was arbeiten und sonstige alltägliche Dinge angeht.

Kommentar von bobbys ,

Das ist sehr gut und du bist somit auch auf den richtigen Weg.Ich wünsche dir Alles Gute.Und wenn du Kummer oder Sorgen hast ,dann stell einfach wieder eine Frage :) LG bobbys

Kommentar von CollieBuddz ,

Vielen Dank! Nunja eine große Sorge neben denen der Angst habe ich aber noch. Wie bereits gesagt, ich befinde mich im 2. Lehrjahr und habe jetzt bereits recht häufig gefehlt vorallem in der Berufsschule. Ich habe oft versucht mich doch durch den Tag zu bringen. Meistens geht es garnicht, selten nur einige Stunden :-\ ich mache mir noch zusätzlich sorgen darüber meine Ausbildung zu verlieren aber regelmäßig arbeiten, stellt sich für mich momentan recht unrealistisch dar. Wie soll ich da am besten vorgehen?

Kommentar von CollieBuddz ,

Meine Ärztin sagt ja, ich solle so schon mal zum Neurologen gehen und das ganze medikamentös einstellen lassen. Vorübergehend. Nur bis ich da den Termin habe, dauert es ja bestimmt auch noch einige Tage.

Kommentar von bobbys ,

Deine Ärztin sollte dich unterstützen und eine Überweisung ausfüllen mit Vermerk der Dringlichkeit oder in einer Neurologischen Praxis anrufen und um einen Termin bitten.Das mit deiner Lehre bekommt man auch hin ,wenn es dir dann wieder besser geht solltest du wieder neu anknüpfen ,es werden doch noch mehr ausgebildet in der nächsten Zeit.Das geht alles:). Du solltest diesbezüglich mit deinem Ausbildungsbetrieb sprechen oder auch der Neurologe/Psychiater könnte dir da behilflich sein.Wichtig ist erst mal das man dir hilft .LG

Kommentar von CollieBuddz ,

Habe heute morgen in 2 Praxen mit Neurologen/Psychiatern angerufen. Die eine hat mir unfreundlich klar gemacht, dass sie keine Therapien anbieten und der früheste Termin für ein Gespräch (keine Therapie) Ende Mai wäre. Die andere hat mir direkt gesagt das nichts frei wär. Habe mir noch 3 weitere Nummern rausgesucht, die ich morgen anrufen werde.

Meine Hausärztin hat mir beim letzten Arztbesuch schon gesagt das ich mich selber darum kümmern muss und ich im Internet schauen soll. Ich weiß wirklich nicht wie ich das unter einen Hut bringen soll. Zuhause gibt es natürlich zusätzlichen Druck warum ich nicht zur Berufsschule/Arbeit gehe, weil das ganze nur ja nur Einbildung ist und ich einfach nur raus gehen muss. Dazu dann die langen Wartezeiten auf die Termine, die sich natürlich mit meiner Ausbildung und Lage beißen.

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