Frage von Joshi 17.08.2012

Vor Langstreckenflügen auf Gerinnungsstörungen testen lassen?

  • Hilfreichste Antwort von strudel 31.08.2012
    1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

    ich kann es dir nur empfehlen!!! ich lag mit lungenembolie in folge einer thrombose im krankenhaus. beides folgen einer faktor 5 leiden mutation, einer gerinnungsstörung. auch waren meine antiphospholipid-antikörper erhöht. sollten diese wieder erhöht sein, hieße das lebenslange marcumarisierung. wäre das bekannt gewesen, hätte ich das vermeiden können und habe einen riesen berg glück gehabt, dass ich heute noch hier bin!

    ALSO JA ZUM TEST!!!

  • Antwort von GoodPlan 19.08.2012

    Ach ich glaube, das wäre übertrieben. Das ist sinnlose Diagnostik,wenn du keinerlei Anhaltspunkt dafür hast, dass du eine Gerinnungsstörung haben könntest. Das Problem ist: klar kann man alles abklären. Aber man hat ja nur bestimmte Mittel in so einem Gesundheitssystem zur Verfügung. Und das wäre schade, wenn man die (die man ja selbst einzahlt) dann für unnötiges verwendet. Ausserdem ist das ja auch für den Patienten ein Aufwand, extra deswegen zum Arzt zu gehen.

    Ich glaube, das kann man auch so einfach gar nicht machen, da müsste man erstmal einen Arzt finden, der das machen will.

  • Antwort von bethmannchen 17.08.2012

    Eine Untersuchung verändert ja nichts. Das Thromboserisiko bekommt man nicht so eben mit ein paar Pillen weg wenn es nicht nur auf einer Gerinnungsstörung beruht.

    Durchblutungsstörungen der Venen führen meistens zu einem Blutpfropf, der sich im Körper dann auf den Weg machen und überall stecken bleiben kann. Langes Sitzen wie z.B. auf Langstreckenflügen aber auch schon der Tag im Büro können eine Thrombose bewirken. Hier mehr zu Ursachen von Trombosen und Krampfadern.

    Hier mehr zu Venenschwäche und Krampfadern (Varizen):

    Besenreiser (zu Reisigbesen, wegen des Erscheinungsbildes) sind eine Degenerationserscheinung, die häufig auch mit Cellulite einhergehen. Genetische Veranlagung spielt hier sicher eine Rolle, es muss aber nicht unbedingt von Mutter auf Tochter übergehen.

    Dass sich Krampfadern verändern, dicker und blauer werden ist das Fortschreiten der Ursache. Und es wird mit der Zeit schlimmer.

    Das ganze Adersystem ist ein geschlossener Kreis. Die Arterien sind muskulös und pumpen das Blut mit Sauerstoff und Nährstoffen durch den Körper bis in die feinsten Verästelungen. Der Rücktransport erfolgt über die Venen, die auch das überschüssige Gewebewasser aus den unteren Extremitäten aufnehmen. "Schwere Beine" können hier die Vorboten sein.

    Sie haben keine Muskulatur, dafür aber Venenklappen. Das Blut wird in den Venen durch die Muskeltätigkeit um das Gefäß herum in Richtung Herz befördert und schubweise gegen die Schwerkraft nach oben gepumpt. Der höhere Druck öffnet die Venenklappen, das Blut kann hindurch. Sobald der Druck nachlässt, schließen die Klappen wieder wie Rückschlagventile.

    Mit zunehmendem Alter, aber auch durch andere Ursachen, werden die Venenklappen weniger beweglich, schließen nicht mehr richtig. Dadurch fließt in den Venen ein Teil des Blutes wieder zurück. Das bemerkt man vor allem in den Beinen. Der Rücktransport kommt in den Venen ins stocken.

    Dadurch ist mehr Blut in den Venen als da sein sollte, sie weiten sich. Dies erschwert den Venenklappen die Arbeit noch mehr. Diese geweiteten Venen werden als Kampfadern sichtbar. Salopp gesagt sind es "ausgeleierte Venen“.

    Weil diese weniger leistungsfähigen Venen auch das überschüssige Gewebewasser aus den Beinen schlecht befördern, bleibt dieses nun in den Beinen zurück, was zu Ödemen führt. (Dicke Füße, Wasser in den Beinen etc.)

    Das ist der Mechanismus von Venen und die Ursache von Krampfadern.

    Alles was die Durchblutung der Beine fördert, verhindert die Entstehung von Krampfadern. Dazu gehören Radfahren in der Luft, bewusstes gehen mit Abrollen des Fußes von Ferse bis Zehen, eine gesunde Ernährung, regelmäßiger Sport, Normaler Blutdruck, Verzicht bei Rauchen und Alkohol.

    Um die Venenarbeit zu unterstützen, kann man Stützstrümpfe tragen. Damit wird das ganze Bindegewebe zusammen gedrückt, das Wasser im Bindegewebe kann wieder in die Venen gelangen, die Venen werden ebenfalls verengt, die klappen können wieder schließen, und dadurch ihre Aufgabe wieder besser erfüllen. Die kann ein Arzt bei Bedarf verschreiben.

    In geringem Umfang kann man auch Venen veröden. Dazu wird Salzwasser oder andere Lösungen in eine Vene gespritzt. Sie stirbt ab und wird vom Körper abgebaut. Der Körper bildet dafür meist an anderer Stelle dann eine neue Vene. Die tote Vene wird vom Körper abgebaut.

    Venen können auch "gezogen" werden. Ob und in welchem Umfang das möglich ist, klärt ein Phlebologe.

    Zu Cellulite gibt es hier bereits einen Tipp:

    http://www.gesundheitsfrage.net/tipp/cellulite---eine-degeneration-des-bindegewe...

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