Frage von Nikita1807, 5.751

Versorgungsamt, Bypass-OP, Schwerbehinterenausweis?

Hallo zusammen,

nach überstandener Bypass-OP am Herzen (4 Bypässe) hat mein Vater einen Antrag auf einen Schwerbehintertenausweis beim Versorgungsamt gestellt. Vor der Operation hatte mein Vater einen Schwerbehindertengrad von 40%.

Bei der diesjährigen Neubewertung wurden folgende Faktoren einbezogen:

Koronare Herzkrankheit, Herzinfarkt, Bypass-OP, Bluthochdruck

Wirbelsäulensyndrom, Bandscheibenvorfall, Nervenwurzelreizung

Schwerhörigkeit

Heute haben wir den Bescheid bekommen, dass der neue Antrag abgelehnt wurde und es bei den 40 % Behinderung bleibt. Wir sind fassungslos! Das kann doch wirklich nicht wahr sein, oder?

Hat jemand ähneliche Erahrungen gemacht oder weiß, wie man am besten gegen einen solchen Bescheid vorgehen sollte?

Vielen Dank für Eure Antworten im Voraus und viele Grüße Nikita

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Antwort
von bobbys, 5.751

Hallo Nikita,

dein Vater sollte sich unbedingt Hilfe holen ! Geh bitte zum SoVD, das ist ein Verein der sich ganz speziell für solche Menschen einsetzt. Die Jahresgebühr beträgt ca.60 Euro.Das ist auf jeden Fall das Geld wert. Der SoVD legt den Widerspruch ein und geht sogar bis vor das Sozialgericht. Dein Vater sollte sich schnellst möglich kümmern ,da es bestimmte Fristen gibt. Selbstverständlich könnte er auch einen Anwalt nehmen. Ich persönlich habe die Mitgliedschaft nie bereut,weil alle sozialen Belange betreut werden vom SoVD. Auch Ärger mit der KK uvm.

Alles Gute für deinen Vater und ich bin mir sicher ,das der GdB erhöht wird:) LG Bobbys

Antwort
von StephanZehnt, 4.735

Hallo ..,

Du hast nun geschrieben bei der Neubewertung .. - was wurde denn bei der Altbewertung an Faktoren einbezogen? Ich nehme an

  • Koronare Herzkrankheit, Herzinfarkt, Bluthochdruck
  • Wirbelsäulensyndrom, Bandscheibenvorfall, Nervenwurzelreizung
  • Schwerhörigkeit

Nun wird das nicht alles addiert http://landingpages.wolterskluwer.de/media/landingpages/schwerbehindertenver/gdb...

Das heißt wenn ein Arzt auf den Bescheid entsprechend antworten könnte wäre das nicht verkehrt. In Süddeutschland ist eher der VDK mehr vertreten in Norden und Osten eher der SoVD Da sollte man sich an deren Sozialberatung wenden. Mit den entsprechenden Unterlagen.

Wenn es eine Möglichkeit gibt da an dem Bescheid etwas zu ändern sollte man sich an SoVD / VDK wenden. Die können auch klagen.

Man muss aber innerhalb von vier Wochen dagegen (Bescheid) Einspruch erheben. Es besteht die Möglichkeit den Widerspruch zu schreiben mit dem Hinweis Erklärung zum Widerspruch erfolgt später!

VG Stephan

Kommentar von StephanZehnt ,

Es ist allerdings sehr schwer die Entscheidungen nach zu vollziehen. Der GdB kann bei Patienten mit gleichen Problemen sehr deutlich abweichen!

Antwort
von turtlemania, 4.000

Hallo, Nikita! Ja, mittlererweile ist echt echt schwer eine SB zu bekommen...früher war es viel leichter als jetzt! Ich habe auch ungefähr 3 Jahre um eine SB gekämpft und wurde immer mit 30 GdB abgespeist. Ganz wichtig ist, dass alle behandelnden Ärzte über den Antrag bescheid wissen und man mit ihnen darüber spricht. Die Ärzte können schon entsprechend was schreiben. Was auch sehr gut ist und was auch ich gemacht habe ist, dass man selbst ein Schreiben aufsetzt (max. 2 DINA4-Seiten), in dem man seine alltäglichen Beschwerden und Einschränkungen im Leben beschreibt. Erst danach habe ich dann plötzlich 50 GdB bekommen. Es kommt wirklich auch auf den Sachbearbeiter an und durch das Schreiben kann sich dieser ein besseres Bild von den Problemen machen!!! Die Chancen stehen sicherlich nicht schlecht für Deinen Vater...ruhig auf die Tränendrüse drücken...ansonsten ist der Tipp zwecks VdK auch sehr gut :-))

Alles Gute bis dahin und weiterkämpfen!!!! turtle

Antwort
von Mahut, 3.363

Er sollte unbedingt mit hilfe des VdK Einspruch einlegen, ich dücke die Daumen, das es klappt

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