Frage von labella 17.12.2011

Veranlagung für Epilepsie?

  • Antwort von Tatzee 17.12.2011
    1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

    Zitat aus: http://www.epilepsie.at/php/ist_epilepsie_erblich,12356,942.html

    Nicht Epilepsie aber die Anlage ( Disposition ) dazu ist erblich.
    Anfallsbereitschaft und das erhöhte Risiko dafür sind je nach Epilepsieform unterschiedlich.

    Um zu verstehen, welche Rolle die Vererbung bei der Entstehung einer Epilepsie spielt, muss man einige grundsätzliche Dinge dazu wissen. Wichtig ist, dass es zu epileptischen Anfällen in der Regel dann kommt, wenn bei einem Menschen bestimmte endogene und exogene Faktoren zusammentreffen. Unter endogenen Faktoren versteht man die erbliche Veranlagung zu einer erhöhten Anfallsbereitschaft. Bis auf wenige Ausnahmefälle (sehr selten vorkommende Erbleiden wie Neurofibromatose oder tuberöse Hirnsklerose) werden die meisten Epilepsieformen multifaktoriell vererbt, d.h. an der Entstehung der Krankheit sind mehrere Gene und verschiedene Umwelteinflüsse beteiligt. Die Art der Vererbung ist äußerst kompliziert und unsere Kenntnis davon noch sehr lückenhaft. Oft kommt die Krankheit jedoch erst dann zum Ausbruch, wenn zusätzlich zu dieser erhöhten Anfallsbereitschaft exogene Faktoren hinzutreten. Solche exogene Faktoren können die verschiedensten Erkrankungen des Gehirns selbst sein (z.B. Fehlbildungen, Tumoren, Blutungen, Entzündungen, Verletzungen). Aber auch Erkrankungen des gesamten Organismus, die zu Funktionsstörungen des Gehirns führen (z.B. Harnvergiftung, akute Unter-Zuckerung etc.). Die neuesten vorliegenden Erkenntnisse zur Weitergabe der Disposition, an Epilepsie zu erkranken, wurden vor allem durch gezielte Familienuntersuchungen gewonnen. (EEG -Untersuchungen, Genomanalysen) Diese Studien machten deutlich, dass nur ein kleiner Teil derjenigen, die eine erhöhte Anfallsbereitschaft ererbt haben, irgendwann im Laufe des Lebens an einer Epilepsie erkranken werden.

    Das Risiko für Epilepsiekranke, ebenfalls epilepsiekranke Nachkommen zu bekommen, ist wesentlich geringer, als allgemein angenommen wird. Ausnahmen sind z.B. monogene Erbleiden wie z.B. die tuberöse Hirnsklerose. Das Risiko wächst jedoch erheblich, wenn beide Partner an Epilepsie leiden oder eine erhöhte Anfallsbereitschaft haben. Eine solche erhöhte Anfallsbereitschaft kann sich zum Beispiel in einem Fieberkrampf in der Vorgeschichte zeigen. In den meisten Fällen besteht also kein Grund, einem Epilepsiekranken von Nachkommen abzuraten.


    Eigener Beitrag :D

    Wenn dein Freund und du und eure Eltern alle nicht an Epilepsie leiden ist das Risiko für eure Kinder megaminimal. Geniest das Leben (denn das richtet sich nunmal nicht nach irgendwelchen Statistiken und Zahlen ;) )und schaut was die Zukunft euch bringt.

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