Frage von Saxojohn, 18

Verabreicht man trotz wechselndem Morgenbolus fixe Einheiten?

Cortisol und Glucagon veranlassen die Leber, gegen Sonnenaufgang Reserven freizugeben, wenn man brav nüchtern zu Bett gegangen ist. Dadurch gibts am Morgen erhöhte Zuckerwerte, hieß es. Der Bolus zeigt aber trotz regelmäßig und pünktlicher Verabreichung von Lantus Insulin glargin unterschiedliche Werte, manchmal 80 (!), manches Mal 150 mg/Dl, wo ich mir vorsorglich nüchtern etwa 6 Einheiten Insulin aspart verabreiche.

Dann Frühstück: z.B. 2 Brotscheiben a 45 g, Butter, Wurst, Käse, Kaffee, nächste Messung vor dem Mittagessen. In meiner FIT- Liste allerdings ist eine Fix- Insulineinheit einzutragen (z.B. 2 IE Novorapid) und jeden Morgen per Injektion einzuhalten.

Antwort
von GeraldF, 6

Die Pathophysiologie ist korrekt. Die Terminologie nicht: Als Morgenbolus bezeichnet man nicht den Anstieg des Blutzuckers in den frühen Morgenstunden, sondern die Reaktion darauf, nämlich die schnelle Injektion einer Dosis eines Medikamentes - in Ihrem Fall kurzwirksames Insulin.

Sie wollen wissen, ob Sie auch die Dosis des Morgenbolus dem aktuell gemessenen Blutzucker anpassen können/sollten. Antwort: Ja, können Sie machen. Besprechen Sie mit Ihrem Diabetologen ein Schema hierfür (bei welchem BZ welchen Morgenbolus).

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