Venlafaxin hilft nach ca. 40 Tagen noch nicht
Hallo zusammen,
ich muss gegen meine schwere Depression Venlafaxin Bluefish 150mg 1x täglich nehmen. Allerdings habe ich es ca. die ersten 10 Tage blöderweise ohne die Retardkapsel geschluckt, da mir das "Plastik" nicht ganz geheuer war. Nachdem ich in der Packungsbeilage las, dass das unbedingt so sein muss, machte ich es auch so. Nun nehme ich es seit ca. 40 Tagen richtig ein. Allerdings bemerke ich noch nicht wirklich eine Veränderung. Muss ich weiter durchhalten? Wie lange brauchte es bei euch?
| Abstimmungen | |
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| 2 Wochen | 0 |
| 3 Wochen | 0 |
| 4 Wochen | 1 |
| 5 Wochen | 1 |
| 6 Wochen | 0 |
| 7 Wochen | 0 |
| 8 Wochen und mehr | 0 |
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Hallo,
wenn ein Antidepressivum nach ca. vier Wochen nicht anschlägt, sollte über einen Präparatewechsel nachgedacht werden. In der Regel setzt die Wirkung eines Antidepressivums nach ca. zwei bis vier Wochen ein. Bei 2 von 3 drei Leuten, die mit einem Antidepressivum behandelt werden schlägt das Medikament an. Bei einem aber nicht, warum dies so ist, wissen die Ärzte auch noch nicht.
Liebe Grüße
Fabian
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2 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich5 Wochen
Vielleicht ist das auch nicht das richtige Medikament für dich. Oft muss man sich da "durchprobieren". Bei dem einen wirkts super, beim anderen nicht. Versuche das deinem Psychiater (oder wer dir dieses Med. verschrieben hat) zu erklären und das er dir vl. was anderes verschreibt. (Ich habe in der Psychiatrie gearbeitet, und dort kam das auch öfter vor, das man mehrere Med. probieren musste).
Alles Gute!
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1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich
Mit dem Medikament selbst habe ich keine Erfahrung. Herausfinden konnte ich, dass es hauptsächlich über die Nieren ausgeschieden wird. Wenn Sie also viel trinken, kann es sein, dass die Wirkung verloren geht. Dies fand sich bei Wikipedia unter dem Link:
http://de.wikipedia.org/wiki/Venlafaxin
Venlafaxin vermindert die Rückaufnahme (Re-Uptake) von Serotonin und Noradrenalin in die präsynaptischen Vesikel an bestimmten Synapsen im Gehirn. Das dadurch vermehrte Angebot dieser Neurotransmitter im synaptischen Spalt soll die Linderung der depressiven Symptome bewirken.
Venlafaxin hemmt den Serotonin-Transporter mit etwa 30-facher Affinität im Vergleich zum Noradrenalin-Transporter und hemmt außerdem die Dopamin-Wiederaufnahme, wenn auch sehr schwach. In der Praxis bedeutet dies, dass Venlafaxin in niedrigen Dosierungen eher einem SSRI gleicht und seine noradrenerge Komponente erst ab höheren Dosierungen zum Tragen kommt.<
Die absolute Bioverfügbarkeit von Venlafaxin liegt bei 40 % bis 45 %, was an der erheblichen Metabolisierung in der Leber liegt. Venlafaxin wird primär über das CYP2D6 zum aktiven Metaboliten O-Desmethylvenlafaxin metabolisiert, in weit geringerem Umfang über das CYP3A4 zum weniger aktiven Nebenmetaboliten N-Desmethylvenlafaxin. Die Ausscheidung erfolgt vor allem über die Nieren (renal). Die Halbwertszeiten betragen 5 Stunden für Venlafaxin und 11 Stunden für O-Desmethylvenlafaxin.
Die maximalen Plasmakonzentrationen von Venlafaxin und O-Desmethylvenlafaxin werden bei rasch freisetzenden Tabletten oder Kapseln innerhalb von 2 bzw. 3 Stunden und bei verzögert freisetzenden (retardierten) Formen innerhalb von 5,5 bzw. 9 Stunden erreicht.<
Das Medikament gibt es auch in der Dosierung 225 mg. Vielleicht brauchen Sie eine höhere Dosierung. Das solltenSie mit dem behandelnden Arzt klären.
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Ich trinke zwischen ca. zwischen 1,5-2l pro Tag. Da ich durch das Ganze krankheitsbedingt arbeitsunfähig und relativ lustlos bin, sitze ich meist daheim und schwitze nicht all zuviel.