Frage von Xantype, 6

Unterschiedliche Aussagen der Ärzte, was ist richtig?

Bei meinem Bruder, der wegen eines Infektes ins Krankenhaus musste, waren die Zuckerwerte mit 120 noch in einem "tadellosen" Zustand. Bei mir, die ich meistens so um die 100 habe, hiess es hingegen, das sei zu hoch. Mehr als 90 dürften nicht sein. Was ist denn da los?

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von gerdavh, 6

Hallo, man berücksichtigt nicht nur den Blutzuckerwert, sondern auch den Taillenumfang, den Chloesterinwert und der Blutdruckwert. Ich habe Dir mal dazu einen informativen Ausschnitt aus einem Artikel rausgesucht.

Grenzwert Blutzucker 100

"Es ist mir ein besonderes Anliegen, auf den Blutzuckerwert 100 hinzuweisen," betont Prim. Ao. Univ.-Prof. Dr. Michael Roden, der Präsident der Österreichischen Diabetes Gesellschaft, "dies ist der absolute Warnhinweis. Wer diesen Wert bei Vorsorge-Untersuchungen erreicht, sollte sofort seine Ernährungsgewohnheiten und Lebensumstände überdenken. Gesundes Essen vor allem Gemüse und Fisch (Omega-3 Fettsäuren) in Kombination mit ausreichender Bewegung können sogar ohne die Gabe von Medikamenten eine Trendwende in Richtung Gesundheit bewirken."

Die wichtigsten Warnsignale und aktuellsten Grenzwerte bei Insulinresistenz

"Insulinresistenz ist die Vorstufe des Diabetes," erklärt Roden, "in diesem Stadium ist es noch sehr gut möglich gegenzusteuern. Zu diesem Zeitpunkt muss die Arbeit an der eigenen Gesundheit beginnen, sonst müssen die Betroffenen mit Diabetes und den Folgeerkrankungen rechnen, und außerdem verdoppelt bereits die Insulinresistenz das Risiko für Herz-Kreislauferkrankungen."

Fünf Kriterien definieren die Insulinresistenz:

der Taillenumfang: bei Männern größer als 94 cm, bei Frauen größer als 88 cm
die Triglyzeride: höher als 150mg/dl
das HDL-Cholesterol (das "gute" Cholesterin): niedriger als 40 mg/dl (bei Männern) und 50 mg/dl (bei Frauen)
der Blutdruck: ab 130 zu 85 mmHg
der Blutzucker: ab 100 mg/dl

Vielleicht trifft bei Dir das eine oder andere zu und Deine Ärztin ist deshalb zu Recht besorgt. Besprich das mit ihr, sie soll Dich wegen Deiner Ernährung beraten. lg Gerda

Antwort
von Rappelkiste, 4

Es hängt auch davon ab, ob z.B. kurz zuvor etwas gegessen wurde (was möglicherweise ja bei deinem Bruder der Fall war). Auch schwanken die Werte aus anderen Gründen immer wieder stark, weshalb bei der Beurteilung des Ergebnisses viele andere Parameter mit einbezogen werden müssen.

Hier findest du einen Überblick darüber: http://de.wikipedia.org/wiki/Blutzucker

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