Frage von pftz123, 110

unlösbares Pickelproblem mit ende 20 - woher?

Ich, männlich und ende 20, habe seit nun knapp mehr als einem Jahr mit Pickeln besonders an den Wangen, am linken Oberschenkel zu kämpfen die mal mehr mal weniger ausgeprägt sind. An den Wangen ist es eher "unter der Haut" und am Oberschenkel täglich winzige Pickel die sobald man sie gesehen hat auch quasi wieder verschwunden sind.

Weder ist es auf die Ernährung, das Waschpulver, Mängel oder Unterversorgung, schlechtes Wasser, Stress, zu wenig Sonne, Licht oder Sauerstoff, Pflegeproduke zurück zu führen.

Was können die Ursachen sein? Entzündung im Körper? Ich habe ein Reizknie, mit dementsprechenden Reizergüssen im Kniegelenk die hin und wieder bei Belastung mal mehr mal weniger stark ausgeprägt sind.

Sex, Liebes oder Zuneigungsmangel? Unzufriedenheit in der Liebe? Ich bin Dauersingle, befriedige mich seit Jahren selber und hatte lange keine Kontakt mehr zu frauen, der zu irgendwas in dieser Art geführt hätte

Ursachenforschung? Pure Verzweiflung, da nicht einmal ein Art weiter helfen kann. Geheimtipps? Erfolgserlebnisse mit ungewöhnlichem?

Antwort
von bethmannchen, 105

An den Wangen ist es eher "unter der Haut" und am Oberschenkel täglich winzige Pickel die sobald man sie gesehen hat auch quasi wieder verschwunden sind.

Ich habe ein Reizknie, mit dementsprechenden Reizergüssen im Kniegelenk die hin und wieder bei Belastung mal mehr mal weniger stark ausgeprägt sind.

Das "unter der Haut" hört sich eher nach gestressten oder evtl. leicht entzündeten Haarwurzeln, als nach Pickeln an. Vor allem weil sie von allein wieder "verschwinden" werden es keine entzündeten Poren sein.

Deine Knie-Geschichte ist etwa mechanisches, und wird sich nicht mit Pickeln oder Ausschlägen auf die Haut auswirken, solange da keine Entzündung im Spiel ist. Rötungen wegen Überwärmung wären möglich, aber mehr nicht.

Gegen echte Pickel hilft folgendes Rezept mit Natur pur:

(Ich hänge es in den Kommentar, weil hier der Platz fehlt)

Kommentar von bethmannchen ,

Was sind Pickel überhaupt?

Die Haut produziert dann, vor allem in der Pubertät, mehr Talg, als sie für die eigene Pflege tatsächlich braucht. Das liegt daran, dass der Hormonhaushalt noch nicht erwachsen ist oder schwankt. Dieser überschüssige Talg bleibt in den Poren stecken und trocknet ein. 

Zuletzt hilft sich der Köper dann so, wie er das bei jedem feststeckenden Fremdkörper macht, er bildet eine Entzündung aus (Pickel). Der Eiter soll dann (als Abführmittel) nachhelfen, damit sich die Pore irgendwie leeren kann, auch wenn es hässlich aussieht. So eine selbst produzierte Wunde ist eigentlich ein "Notfallprogramm" des Körpers. Dazu muss es nicht erst kommen.

Jetzt mein Tipp (nicht nur fürs Gesicht, denn Haut ist Haut, ist Haut):

Was du brauchst ist Zitronensaft (Plastikzitrone von Aldi für 50 ¢ reicht völlig), Wattepads fürs Gesicht einen Waschlappen für größere Hautpartien und eine kleine Dose (man braucht davon wirklich nicht viel) Penatencreme aus der Drogerie. Alles weitere hat du schon in der Küche.

Hautreinigung einfach, täglich morgens: 

Haut mit Wasser abspülen, zunächst lauwarm, und dann immer wärmer und wärmer, bis es so heiß ist, wie du es gerade noch vertragen kannst. Wenn die Haut so richtig durchgewärmt ist, schreckst du sie mit ganz kaltem Wasser so lange ab, bis die Haut durchgekühlt ist. Damit wurden die Poren geöffnet, Überschüsse sanft gründlich weggespült, und die Poren wieder geschlossen. Die dadurch geförderte Durchblutung regt zusätzlich die Selbstheilung an.

Hautreinigung gründlich, täglich abends:

Zunächst wie morgens heiß abspülen und dann einen Wattepad/Waschlappen nass machen, einen Spritzer Zitronensaft darauf geben, und damit die Haut gründlich abreiben. Wenn es brennt, den Zitronensaft verdünnter verwenden und nichts in die Augen bekommen! Dabei besonders die Stellen gründlich abreiben, an denen die Mitesser sitzen. Danach noch einmal warm abspülen, abtrocknen und ganz dünn mit Penatencreme eincremen. Sie ist entzündungshemmend, fördert die Heilung, lässt die Haut aber noch atmen.

Die schwache Säure löst den in den durch die Wärme geöffneten Poren steckenden Talg an, so dass er heraus kann. Auch noch verbleibende Mitesser werden kleiner, und schon dadurch, dass sie sauberer werden, sieht das ganze schon nicht mehr so "schnuddelig" aus.

Tiefenreinigung der Poren, ein- bis zweimal die Woche abends: 

Hierzu brauchst du zusätzlich noch ein wenig Zucker auf einer Unterasse und etwa einen Eierbecher Speiseöl aus der Küche. Das stellst du alles im Bad parat.

Wie zuvor Haut mit Wasser abspülen, zunächst lauwarm, und dann immer wärmer und wärmer, bis es so heiß ist, wie du es gerade noch vertragen kannst und dann kurz trockentupfen.

Etwas Speiseöl auf die trockenen Finger nehmen, damit Zucker vom Teller aufnehmen (mehrmals), und ein gründliches Peeling machen und dabei Pickel vorsichtig mit einbeziehen. Das sanfte Schmirgeln schilfert verhornte Schichten ab und befördert Talg aus den Poren heraus und eingewachsene Haare bekommen eine Chance durchzubrechen. 

Zuletzt mit warmem Wasser den Zucker abspülen.Einen Wattepad oder Waschlappen nass machen, einen Spritzer Zitronensaft darauf geben, und damit das Gesicht gründlich abreiben, um das Öl zu entfernen. Haut noch einmal warm abspülen und abtrocknen. Zuletzt mit einem Hauch Penatencreme eincremen. 

Wichtiger als sporadische Gewaltanwendungen ist die regelmäßige sanfte und gründliche Reinigung der Haut. Damit die produzierten Überschüsse aus den Poren stets gut abfließen können, solltest du auf Schminke und parfümierte Cremes und Lotions verzichten, weil sie Entzündungen fördern. Gerade für unreine Haut ist es besonders wichtig, dass sie ungehindert atmen, schwitzen, und sich selbst reinigen kann. 

Es kann sein, dass durch diese Behandlung zunächst mehr Pickel zu entstehen scheinen. Der Schein trügt aber, denn es werden sich auch die Poren bei jeder Behandlung öffnen und reinigen, die bisher noch gar nicht als verstopft zu erkennen waren. So etwas nennt man Erstverschlimmerung. Es kann also etwas dauern, bis eine Besserung zu erkennen und alles abgeheilt ist. 

Wenn man stark schwitzt, gerade im Sommer, kann, wird immer Staub auf der Haut kleben bleiben. Auch deine Finger sind niemals sauber genug, um damit an Pickeln herum zu fummeln. Also Finger weg!

Für unterwegs empfiehlt es sich, ein paar Alkoholtupfer dabei zu haben. Die bekommt man zu 100 Stück in der Apotheke für wenig Geld, und sie passen in jede Tasche. Die sind ganz praktisch, wenn die Nase glänzt oder ein Pickel zu sehr nervt.

Nicht grämen, wenn es dauert. Ich bin jetzt 58 und habe hin und wieder immer noch einmal einen einmal einen Pickel. Ich habe trotzdem einen Mann abbekommen, drei Kinder und acht Enkel. Wer dich also mit Pickeln nicht mag, der braucht die ohne auch nicht zu mögen.

Antwort
von helwani, 81

Hallo,
hast du bereits Erfahrung mit Roaccutane gemacht? Vielleicht solltest du über dieses Mittel mit deinem Hautarzt sprechen. Mir hat es sehr geholfen.
Außerdem wäre es ratsam einem Hobby nachzugehen, dass vorzugsweise körpeliche Aktivitätet beinhaltet. Ein gesunder Biorhytmus hilft ebenfalls.
Desweiteren - wie bei jeder Krankheit - hilft Ruhe und Gelassenheit.
Liebe Grüße

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