Frage von Ungesund, 126

Übermäßig oftes Knacken der Kniee und Fuß-Gelenke (Selten auch der Rücken) - Kann man etwas machen?

Hallo, seit ich in die Pubertät gekommen bin, knacken meine Knie. Es wurde immer schlimmer. Nun bin ich um die 20 Jahre alt und mache seit einem Monat regelmäßig Sport. Ich weiß, dass es viel zu spät ist, jetzt erst anzufangen, aber besser wie gar nicht mehr. Da ich vorher nie etwas gemacht habe, habe ich nun auch noch ganz andere Beschwerden. Aber darum geht es mir gerade nicht.

Auf jeden Fall wollte ich fragen, ob ich sonst noch etwas zusätzliches dagegen unternehmen kann? Ich habe meinen jetzigen Orthopäden bereits gefragt, aber er sagte, dass wenn das Knacken nicht weh tut, ich mir keine Sorgen machen soll. Aber die meisten Orthopäden (habe ich zumindest das Gefühl), nehmen einen gar nicht richtig ernst. Ich hatte bis jetzt in jeder Orthopädie das Gefühl, dass die Ärzte immer froh sind, wenn man wieder geht.

Mir ist es auf jeden Fall immer total unangenehm und es ist laut genug, dass es die anderen auch hören. Wenn ich länger sitze bzw. mich nicht bewege und dann aufstehe bzw. laufe, Treppen steige usw. knackt es meistens immer 2 - 4 mal, warum auch immer. Und letztens bin ich eben aufgestanden, ein bekannter war wenige Meter entfernt. Und bei meinem ersten Schritt hat es wieder geknackt und er fragte mich: "Hast du gerade eben einen fahren gelassen?". Und ich war dann ziemlich aufgebracht und fragte ob er Spaß macht, aber er dachte das wirklich. Seitdem bin ich total verunsichert. Wie oft haben das wohl schon Leute von mir denken müssen? Ich selbst finde nämlich auch, dass sich je nach dem der Ton sehr ähnlich anhören kann. Ansonsten haben an scheinbar nicht viele das Problem. Ich kann mich auf jeden Fall an niemanden aus der Schule oder sonst wo her erinnern, bei denen das regelmäßig oder öfters passiert. Bei manchen überhaupt nicht, kein einziges mal. Man ist ja auch nicht immer in der Nähe, aber ab einem bestimmten Anzahl wird es eben schräg, wie ich bei mir oft feststellen muss.

Ich selbst würde einschätzen, dass es bei mir am Tag so 10-25 mal knackt. Überwiegend die Knie, aber auch das Fußgelenk (was mit dem Bein verbunden ist). Ansonsten auch selten mein Rücken. Aber eben überwiegend die Beine (Knie/Gelenk).

Hat denn jemand Ratschläge bzw. ein ähnliches Problem gehabt? Gibt es Übungen die (besonders gut) helfen können? Ich kenne mich damit nicht aus. Aber vielleicht Kniebeugen? Denn man sagt: Bewegung ist sehr gut gegen Knacken und bei Kniebeugen werden ja die knackenden Stellen beansprucht. Wenn ich auf einer Stelle laufe, dann knackt es auch länger bei mir. Kann man mit so etwas versuchen sich "auszuknacken" bevor das Haus verlässt? Ich freue mich sehr auf Beiträge von euch, auf euer Wissen und Ratschläge die ihr gegen Knacken weitergeben möchtet!

Vielen Dank!

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Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von sandro1983, 103

Hallo Ungesund,

du hast angefangen sport zu treiben das ist schon mal super!

zitat aus dem unteren link:

"Gegen knackende Gelenke hilft einzig und alleine die Bewegung. Wählen Sie jedoch zur Sicherheit gelenkschonende Sportarten wie Schwimmen, Wasser-Gymnastik, Radfahren, Wandern, Yoga oder Pilates. Versuchen Sie auch Krankengymnastik und andere therapeutische Maßnahmen, wie beispielsweise Massagen. Auch einige Nahrungsergänzungsmittel sind auf den Knochenaufbau spezialisiert und können im Einzelfall hilfreich sein."

http://www.atra-tr.org/knackende-gelenke/

dein orthopäde hat ganz recht so lange du dabei keine schmerzen hast ist es nicht weiter schlimm. ich habe das übriegens auch war jedoch noch nicht beim arzt. ich habe mich daran gewöhnt.

lg

sandro

Kommentar von Ungesund ,

Danke für deine Antwort. Radfahren trifft am ehesten auf mich zu. Aber mit zusätzlichen Kniebeugen werde ich wohl auch nichts in Verbindung des Knack-Problemes falsch machen, solange die richtig ausgeführt werden.

Antwort
von Winherby, 64
- Kann man etwas machen?

Ja, und zwar Sport, aber damit hast Du ja bereits angefangen. Aber selbst der Sport bietet keine Garantie, dass dieses Geknacke aufhört, denn bei mir knacken noch heute einige Gelenke, - spätestens dann wenn ich es provoziere.

jeder Orthopädie das Gefühl, dass die Ärzte immer froh sind, wenn man wieder geht.

Das kannst Du so nicht sagen, das ist nämlich eine Verallgemeinerung. Hättest Du geschrieben "wenn ich wieder gehe...", dann wär´s richtig gewesen.

"Hast du gerade eben einen fahren gelassen?" [.....] Seitdem bin ich total verunsichert. [...] Ich selbst finde nämlich auch, dass sich je nach dem der Ton sehr ähnlich anhören kann.

Also ich finde nicht, dass sich das typische Knacksen der Gelenke so anhört wie ein Pups. Das bildest Du Dir sicherlich nur ein, oder der Bekannte wollte Dich nur veräppeln. Du brauchst mMn keine Angst zu haben, dass andere denken Du hättest einen fahren gelassen, nur weil´s mal wieder bei Dir knackte.

Ich selbst würde einschätzen, dass es bei mir am Tag so 10-25 mal knackt.

Öfter nicht? Das finde ich sehr wenig, wenn man mal bedenkt, wie oft am Tag man seinen Luxuskörper durch die Gegend schleppt. Also bei mir hat es früher immer sehr viel öfter geknackt, quasi bei jeder Bewegung. Die Wirbelsäule, die Fingergelenke, die Knie und besonders das untere Sprunggelenk. Irgendwas gab immer ein akustisches "Lebenszeichen" von sich. Allerdings hatte ich auch nie viel Zeit mir deswegen so wie Du den Kopf zu zerbrechen, was dies bedeuten könnte und was ich dagegen tun könnte. Das war eben so und feddisch. Genauso wie das aderige und sehnige Aussehen meiner Hände, das ist eben so und das ist auch gut so !

Vielleicht solltest Du auch mit all Deinen "Problemchen", die Du hier bisher gepostet hast, einfach etwas lockerer umgehen. Sonst manöverierst Du Dich in den Hypochodismus und dann biste reif für die Klappse, um es mal ugs. auszudrücken.

Mein gut gemeinter Rat an Dich:

Einfach locker bleiben und sich Gedanken um wirkliche Probleme dieser Welt machen, dann haste reichlich genug zu tun, lG, Winherby

Kommentar von Ungesund ,

Danke vielmals für deine Antwort.

(10-25 "laute" Knackse waren gemeint) Darf ich vielleicht noch wissen was "Hypochodismus" ist? Ich bekomme 0 Suchergebnisse, wenn ich selbst danach recherchiere.

Kommentar von Ente63 ,

Wenn du daran "leidest" bist du ein Hypochonder ;-)) Alles klar?

Kommentar von Ungesund ,

Danke für deinen Kommentar, Ente. Ich leide zugegeben schon mal ab und zu an mir selbst. Aber wieso findet Google 0 Suchergebnisse dazu? Hast du vielleicht einen anderen Begriff dafür? Ich würde gerne mehr darüber lesen ... um mich einschätzen zu können. Im psychischen Bereich brauche ich aber wohl trotzdem keine Hilfe.

Kommentar von Winherby ,

Hallo Ungesund, ich nochmal. Du schriebst:

Im psychischen Bereich brauche ich aber wohl trotzdem keine Hilfe.

Ich befürchte, Du irrst. Ich denke, Du solltest einen Psychiater aufsuchen und mit ihm sprechen. Lies Dir diese Site mal durch, dann wirst Du verstehen wie ich es meine:

http://www.lebenshilfe-abc.de/hypochonder.html

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