Frage von Lutscher21, 21

Übelkeit seit über zwei Wochen

Hallo, Aus Hoffnung auf jemanden zu stoßen, der ähnliche Erfahrungen hat, möchte ich hier gerne mein Problem schildern.. Alles fing vor über zwei Wochen an: Ich bin Schülerin eines Berufgymnasiums (Klasse 11) und bin morgens wie immer zur Schule gegangen. Gleich zu Beginn der ersten Stunde wurde mir jedoch plötzlich sehr übel und es ging mir auch nach einigen Minuten draußen nicht besser. Ich habe dann Zuhause angerufen und wurde von der Schule abgeholt. Zuhause habe ich mich hingelegt, Tee getrunken, eine Wärmflasche benutzt und etwas geschlafen. Mittags ging es mir dann etwas besser.

Am Abend ging ich dann zu dem Geburtstag eines engen Familienmitglieds (großer Geburtstag im Saal). Doch sobald ich das Essen sah, wurde mir schlecht. Während des Hauptgangs wurde ich dann nach Hause gebracht. Zu der Zeit hab ich homoeopathische Tropfen genommen, die jedoch nicht wirklich geholfen haben.

Das ganze Wochenende wurde es nicht wirklich besser, sodass ich Montag zum Arzt gegangen bin. Dieser jedoch konnte durch Blutabnahme, Abtastung, Ultraschall etc. nichts feststellen. Ich habe dann MCP und ein Mittel zur Magenberuhigung bekommen, die leider auch nicht geholfen haben. Mittwochs bin ich ins Krankenhaus gefahren. Auch da konnte vorerst nichts festgestellt werden. Ich habe mich dann entschlossen, eine Magenspiegelung durchführen zu lassen, bei der jedoch nichts festgestellt werden konnte. Auch die Tage im Krankenhaus war mir sehr schlecht, obwohl ich nichts gegessen habe. Am Freitag bin ich dann wieder raus und am Wochenende hatte ich das Gefühl, es würde mir langsam besser gehen.

Letzten Montag bin ich dann wieder zur Schule gegangen und seitdem ist mir jeden Morgen schlecht. Ich stehe um 5:45 Uhr auf und die Übelkeit beginnt meistens während der Fahrt zur Schule (6:45 Uhr) und wird zu Beginn der ersten Stunde langsam besser (8:00 Uhr) manchmal dauert sie auch bis zur ersten Pause an oder beginnt früher.

Ich bin nun völlig verzweifelt, da ich nicht weiß, woran es liegt, was ich dagegen tun kann und welcher Arzt mir helfen könnte. Ich habe vorher nie solche Symptome gehabt. Erst war ich der Ansicht, das es ein Virus sein könnte, da eine weitere enge Verwandte ähnliche Symptome hatte, während ich aus dem Krankenhaus kam. Jedoch ging es ihr nach einem Wochenende besser.

Ich leide leider zusätzlich unter der Emetophobie, also der Angst vor dem Erbrechen. Ich habe jedoch glücklicherweise während dieser zwei Wochen nie erbrochen, sondern nur ab und an mal Würgen müssen. Stress in der Schule habe ich eigentlich nicht, zumindest nicht mehr als vorher auch. Ich habe jedoch ab und an mal das Gefühl an etwas wie Burn-Out zu leiden.

Ich hoffe, dass der Text nicht allzu lang und einigermaßen verständlich war und mir hier weitergeholfen werden kann..

Danke im Voraus!

Antwort
von gerdavh, 21

Hallo, wurde denn mal Dein Stuhlgang untersucht, ob Du evtl. eine bakterielle Magen-Darm-Erkrankung hast?? Isst Du Lebensmittel, die neu auf Deinem Speiseplan sind?? Wurde ein Zwölffingerdarmgeschwür ausgeschlossen? Was ist mit der Galle - wurde mal ein Ultraschall der Galle gemacht. Ein Freund meines Sohnes, damals war er erst 14 Jahre alt, war auch jeden Tag kotzübel, ihm wurde zuweilen schwarz vor Augen vor Übelkeit, hatte 4 große Gallensteine!! Galle wurde entfernt, seitdem beschwerdefrei. Hier noch ein Link mit vielen anderen Ursachen (treffen allerdings nicht alle auf Dich zu) für starke Übelkeit

http://www.apotheken-umschau.de/uebelkeit-erbrechen

Ich würde an Deiner Stelle zu einer Internistin, damit gründlich alle in Frage kommenden Ursachen abgeklärt werden. Alles Gute für Dich. lg Gerda

P.S. Kam schon mal jemand auf die Idee, Deinen Blutdruck zu messen?? Bei extrem niedrigem Blutdruck - ich weiß, wovon ich rede - ist einem besonders morgens sehr übel.

Kommentar von gerdavh ,

Noch eine Anmerkung zu Deiner Emetophobie - davon wird einem nicht jeden Tag morgens übel. Dass Du Angst hast, erbrechen zu müssen, hat überhaupt nichts mit Deinen Symptomen zu tun. Kein Mensch bricht gerne (es sei denn, er hat Bulimie) bzw. bekommt keinen Würgreiz, wenn sich ein anderer übergeben muss - ich halte das für völlig normal.

Kommentar von Lutscher21 ,

Dass die (mögliche) Emetophobie nicht die Ursache sein kann, weiß ich, aber ich denke, dass sie vielleicht irgendwie die Übelkeit schlimmer macht, weil ich mich dann aus Angst zu sehr darauf konzentriere und ich mich in die Sache hineinsteigere.

Kommentar von Lutscher21 ,

Nein, mein Stuhlgang wurde im Krankenhaus nicht untersucht, da die Ärzte (Internisten) dort der Ansicht waren, dass es nicht nötig sei, wenn dieser meiner ermessens nach normal sei. Und ich esse seit diesen zwei Wochen keine anderen Lebensmittel..

Nach der Magenspiegelung wurde mir gesagt, dass es unwahrscheinlich sei, das die Übelkeit mit dem Darm zutun hat.. Es wurde deshalb auch erstmal nicht weiter untersucht.. Beim Ultraschall wurde weder beim Arzt, noch im Krankenhaus irgendetwas festgestellt.

Vielen Dank für die Antwort!

Antwort
von mannomann, 20

Hey, ich würde an deiner Stelle villeicht mal Rat bei einem Therapheut suchen? Villt ist es etwas psychisches

Kommentar von Lutscher21 ,

Ist nur leider schwierig möglichst schnell einen Termin zu bekommen..

Antwort
von bobbys, 21

Na da haben wir doch die Ursache ..... Emetophobie !!! Es sei denn du bist Schwanger ?

Ansonsten hilft da nur Psychotherapie.

LG bobbys

Kommentar von Lutscher21 ,

Schwanger kann ich nicht sein, da vor der Magenspiegelung ein Schwangerschaftstest gemacht wurde, der negativ war.

Kann ich denn selber was gegen die Emetophobie machen, ohne zum Psychologen gehen zu müssen? Ich glaube nicht, dass ich da so schnell noch einen Termin bekomme..

Kommentar von bobbys ,

wer hat dir denn die Emetophobie diagnostiziert? Warst Du noch nie in Psychologischer Behandlung deswegen? Selber kann man da nicht viel machen dazu Bedarf es schon eine Anleitung durch den Psychotherapeuten damit Du auch verstehst um was es bei dir geht und was die Ursachen für diese Erkrankung sind. Und dann kannst Du selber aktiv werden.

Kommentar von Lutscher21 ,

Nein ich habe es selber rausgefunden, da ich es nicht abkann, jemandem dabei zu zugucken, es zu riechen oder gar zu hören, wie sich jemand übergibt. Das gleiche passiert beim Anblick von Erbrochenem. Mir wird dann sofort schlecht.

Jedes mal wenn mir übel ist, bekomme ich Angst und überlege mir den besten Weg zur nächsten Mülltonne/Toilette. Wenn ich von nahestehenden Menschen erfahre, dass sie sich kürzlich übergeben haben, halte ich Abstand zu ihnen..

Dann werde ich mich wohl so schnell wie möglich auf den Weg zu einem Psychologen machen. Hoffentlich löst sich das Problem dann.. Vielen Dank für die Antwort!

Kommentar von Lexi77 ,
Nein ich habe es selber rausgefunden, da ich es nicht abkann, jemandem dabei zu zugucken, es zu riechen oder gar zu hören, wie sich jemand übergibt. Das gleiche passiert beim Anblick von Erbrochenem. Mir wird dann sofort schlecht.

Na wenn das die Grundlage für deine "Diagnose" ist... Dann leidet wohl die halbe Bevölkerung unter Emetophobie. Ich kenne niemanden, dem es nicht beim Anblick oder riechen von Erbrochenem auch anders wird...

Kommentar von Lutscher21 ,

Ja ist wie gesagt eine Eigendiagnose und kann vielleicht auch falsch sein, aber ich habe da einfach wie gesagt Angst vor und ich denke, dass das zum Problem beiträgt..

Kommentar von gerdavh ,

Bevor Du jetzt Dich in die lange Warteliste eines Psychologen eintragen lässt, würde ich erstmal internistisch die evtl. körperlichen Ursachen abklären lassen.

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